Wissenschaftler sorgen sich, weil es in Kalifornien in der letzten Zeit zu wenige Erdbeben gab. Die Befürchtung wächst, dass das „Big One“ kommt.

Von Marco Maier

In seismisch aktiven Zonen gelten kleinere Erdbeben als Zeichen von geologischem Druckabbau. Die Gefahr von größeren unterirdischen Verwerfungen, also von Megaerdbeben, sinkt dadurch. Doch das letzte Erdbeben mit einer Stärke von Magnitude 6 oder höher ist bereits fünf Jahre her. Das heißt, ein verheerendes Erdbeben mit einer Stärke von Magnitude 9 oder mehr wird immer wahrscheinlicher.

Nun warnen Seismologen davor, dass die US-Westküste ein „Big One“ erleben könnte, welches die Infrastruktur Kaliforniens samt dessen Wirtschaft für mehrere Jahre zerstört. Ein Beben, das Schäden in Höhe von zig Milliarden Dollar verursacht, zehntausende Menschen töten und Millionen Menschen in die Flucht nach Osten treiben könnte.

Wenn man nun bedenkt, dass der ganze Pazifische Feuerring – in dem auch Kalifornien liegt – seit einiger Zeit deutlich aktiver wurde, ist ein solches Megaerdbeben durchaus immer wahrscheinlicher.

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Eine Dürre bei einem Erdbeben klingt sicherlich nach einem katastrophalen apokalyptischen Ereignis. Die Wissenschaftler scheinen jedoch lediglich zu wollen, dass die Leute gewarnt werden, um sich auf das Schlimmste vorzubereiten. Massive Beben sind in den Köpfen der Menschen verblasst, daher ist es für sie nicht mehr vorrangig, darauf vorbereitet zu sein.

„Wir haben in den letzten 100 Jahren ein Defizit an Erdbeben entlang der Hauptgrenzen der Plattengrenzen“, sagte Tom Rockwell, Paläoseismologe des Staates San Diego. „Irgendwann wird sich das ändern. Wir werden große Erdbeben haben.“ Diese Beben treten auf, wenn die Kraft auf den Platten unter der Erdoberfläche den Druck endgültig abbauen muss und dadurch auch Schäden verursachen.

Es kann Zeiten geben, in denen „Dinge irgendwie eingeschlossen“ werden und für eine Weile keine Erdbeben auftreten. „Sie speichern eine Menge Belastung in der Erdkruste“, sagte Tom Jordan, USC-Professor für Geophysik. „Wenn es erst einmal losgeht, ist es wie eine Reihe von Dominosteinen. Sie können mehrere Ereignisse erhalten, wenn genug Dehnungsenergie in der Kruste gespeichert wurde, da seit einem Erdbeben eine lange Zeit vergangen ist.“

Offenbar dürfte genügend solcher Energie in den Verwerfungen in und vor Kalifornien gespeichert sein, um

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3 KOMMENTARE

  1. Vielleicht braucht es in Kalifornien nur mal kräftig zu regnen, der dann als Schmierstoff die Spannungen löst. 😮

  2. Viele Dinge sind doch schon seit Jahrhunderten bekannt, so z.Bsp. Erdbebenzonen, Überschwemmungsgebiete von Meer und Flüssen, Eruptionen von Vulkanen und Bergrutschen und über alles hat man sich entweder ohne Überlegung, Leichtfertigkeit oder Gier hinweggesetzt und das alles kann nun dazu beitragen, daß bei solchen Ereignissen viele Menschen zu beklagen sind und immer wieder wundert man sich über die Unvernunft der Menschheit, gerade in solchen Gebieten noch die Infrastruktur mit allem Drum und Dran auszubauen, wohl wissend, daß es wie ein Kartenhaus zusammen brechen kann und wenn das Schicksal in gemäßigten Zonen die Menschheit ereilt war es nicht unbedingt zu erwarten, aber in solchen Zonen wie oben erwähnt läßt man sich doch aus Vernunftsgründen nicht häuslich nieder, das ist Schwachsinn hoch drei und eigentlich sollte man meinen, die Krönung der Schöpfung hätte etwas dazu gelernt, sieht nicht danach aus und deshalb ist weinen und wehklagen am Tag X nicht überraschend, sondern das Ergebnis einer falschen Standortwahl, mehr nicht.

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