Die Transatlantiker jenseits und diesseits des großen Teiches schäumen vor Wut, ob der niedrigen Verteidigungsausgaben, welche die Bundesregierung jetzt anstrebe. Statt dem erklärten NATO-Ziel von 2 Prozent, werden es nur 1,5 Prozent. Auch Ischinger ist sauer. 

Von Redaktion

Kurz vor den Feierlichkeiten zu 70 Jahren NATO in dieser Woche in Washington hat der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, die niedrigen Verteidigungsausgaben der Bundesregierung kritisiert. Deutschland werde das NATO-Ziel, zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für die Bundeswehr auszugeben, erklärtermaßen nicht erreichen, sagte Ischinger der „Welt“.

„Wir wollen es nicht einmal mehr“, so Ischinger. Die Bundesregierung habe entgegen ihrer Zusage beschlossen, dass sie nur 1,5 Prozent anstrebe. „Wir unterschätzen, welchen Frust unsere 1,5-Prozent-Ansage in Washington und Brüssel auslöst“, sagte Ischinger. Für Außenminister Heiko Maas (SPD) werde die Reise zur 70-Jahr-Feier nach Washington deshalb vermutlich kein Spaziergang.

„Schon aus Gründen der Gesichtswahrung wird die amerikanische Regierung ihren Unwillen zum Ausdruck bringen wollen.“ Ischinger sei zwar nicht der Meinung, dass das Zwei-Prozent-Ziel ein vernünftiges Kriterium für die notwendige Größe der Bundeswehr sei, „aber das ist eine Zielmarke der NATO, der wir zugestimmt haben. Und zwar mehrfach. Also müssen wir uns die auch entgegenhalten lassen“, so der ehemalige Botschafter Deutschlands in den USA und Großbritannien.

Die Bundesregierung müsse sich fragen, wie hoch die Verteidigungsausgaben wären, wenn es die NATO nicht gäbe. „Ich sage es mal grob überschlagen: sicher locker das Doppelte. Dann wären wir nicht bei 1,5 Prozent, dann wären wir bei drei oder 3,5 Prozent. Weil wir sonst völlig blind, taub und wehrlos wären“, stellt Ischinger fest.

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Deutschland müsse seine sicherheitspolitischen Interessen selbst bestimmen und seine Wehrausgaben entsprechend festlegen. Das geschehe aber nicht. „Wir machen uns kleiner, als wir sind, und tun so, als würden wir nach dem Stöckchen von Herrn Trump tanzen müssen, bloß weil der zwei Prozent gesagt hat“, sagte der Leiter des MSI abschließend der „Welt“.

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4 thoughts on “Ischinger ist wegen niedrigen deutschen Verteidigungsausgaben erzürnt”

  1. Zum Teufel aber auch, wer ist denn Ischinger? Und was die hypothetische Frage angeht – „wie hoch die Verteidigungsausgaben wären, wenn es die NATO nicht gäbe“ – da fällt mir der Spruch vom 1. Generalsekretär Lord Ismay wieder ein – „die Russen draußen lassen und die Deutschen ……………….“. Bilanz ziehend sei noch bemerkt, dass die seit dem Golfkrieg 1990 unter der Führung der NATO verübten Kriegsverbrechen ein Buch füllen würden. Das sollte dem offensichtlich gewissenlosen Schwätzer einmal vorgehalten werden.

  2. Der Irschinger ist erzürnt? na sowas aber auch! wenn es ihm nicht passt kann er zum Teufel gehen weil er schon mal den Atomkrieg gegen Russland forderte, gell?

  3. Sofort in den unverdienten Ruhestand mit diesem Typen.Was meint er denn wer er ist?
    Ist denn hier Verrat an uns ein Kavaliersdelikt oder was?

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