Gabriel bezeichnet Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung als „dumm und unredlich“

Gabriel distanziert sich deutlich von der Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, die Vorurteile zementieren würde. Das bezeichnet er als „dumm und unredlich“.

Von Redaktion

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und frühere Parteivorsitzende Sigmar Gabriel ist mit der umstrittene Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung über „Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland“ hart ins Gericht gegangen.

„Offenbar wollten die Autoren der Studie bereits feststehende Meinungen bestätigen, dafür haben sie die Ergebnisse der Umfrage entsprechend interpretiert: Wenn 86 Prozent der Deutschen sich zu Demokratie und 80 Prozent zu Europa bekennen, kann man nicht behaupten, die Mitte in Deutschland sei gefährdet“, sagte Gabriel der „Bild“.

Gabriel bekräftigte: „Man hätte die Deutschen dafür loben müssen, statt die Leute in die rechte Ecke zu stellen.“ Gabriel mahnte zugleich: „Wer für die Einhaltung von Recht und Gesetz eintritt, ist nicht gleich rechtspopulistisch.“ Stigmatisierungen dieser Art machten es den wirklichen rechten „Rattenfängern“ dann einfach. Diese Auslegung der Studie zementiere Vorurteile, statt sie aufzubrechen. Dies sei „dumm und unredlich“, bemängelte Gabriel.

Gleichzeitig sprach Gabriel es der AfD ab, zur politischen „Mitte“ zu gehören: „Schon weil deren Herzen ebenso verschlossen sind wie ihre Köpfe. Und wer Nationalsozialismus und Holocaust als ‚Vogelschiss‘ in der deutschen Geschichte bezeichnet, steht weder in der Mitte noch auf dem Boden unserer Verfassung.“

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Armin Laschet kritisiert die Studie ebenfalls

Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die von der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichte Studie über Rechtspopulismus in Deutschland scharf kritisiert. „Man muss gegen die echten Rechtspopulisten kämpfen, aber nicht solche Studien machen“, sagte Laschet am Montag in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“.

Denn wenn jeder als rechtspopulistisch gelte, der sage, sich an Recht und Ordnung zu halten, „dann schwächt das den Kampf gegen Rechtspopulisten“, sagte der NRW-Ministerpräsident. Er habe sich über die Studie „geärgert“ und „gewundert“. Sofern es auch Absicht gewesen sei, dass die Studie der SPD im Wahlkampf helfen solle, „hat das eher geschadet“, sagte Laschet.

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5 Kommentare

  1. Es sind allein die antidemokratischen Populisten die Deutschland Abbruch tun. Die Vasallen der Volksbeherrschung. Und diese führen alle Parteien , die in der Brid zugelassen sind, an. Wenn aber Jemand für gültiges deutsches Recht und Gesetz auf der Grundlage des verbindlichen Völkerrechts eintritt, dann ist er weder links noch rechts, sondern in der Mitte wie sie eigentlich sein sollte. Aber das verhindern eben die Rattenfänger unter Mithilfe von Neppern, Schleppern, Bauernfängern der Krrs, des Volksbundesrathes der Selbstverwalter usw.

  2. Jaja, da hat er Recht, der Gabriel. Die AfD ist nicht in der Mitte des Politischen Spektrums. Sie ist genauso links wie ALLE anderen Parteien. Also mitten unter ihnen.
    Warum ALLE Parteien kommunistisch sind, erzählt Hans-Hermann Hoppe in folgendem Link:
    misesde(dot)org/?p=11912
    Statt des (dot) muss man einen Punkt einsetzen.
    Frohes Wählen unter dem Motto: „Such dir den sympathischsten Kommunisten, von dem du als liebstes versklavt und beraubt werden willst.“

  3. Gabriel und Laschet zwei Brüder in der Seele und Heuchler par excellence.

    Es war nicht die Studie (der Friedrich-Ebert-Verein produziert nichts anderes und akquiriert dafür Steuergelder), es war lediglich der Zeitpunkt der Veröffentlichung – einfach zu dicht vor den anstehenden Wahlen. Selbst die Dumpfbacken aus dem eigenen Gefolge waren davon nicht angetan.

    Entsprechend fielen die Leserkommentare in den MSM aus. Beide Parteien mit einem Wählerschwund behaftet, können aus der sonst immer so gelobten Propagandaschmiede dieses Pamphlet, zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht gebrauchen. Da muss gefälligst Kreide gefressen werden, um doch noch den einen oder anderen Wähler für ein Gefälligkeits-Kreuz in der Wahlkabine zu animieren.

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