Forderung: Integration soll gemeinnützig werden

Die Bremer Senatorin hebt die zentrale gesellschaftliche Aufgabe der Vereine hervor, die Integrationsarbeit leisten. Deshalb soll diese, für die Allgemeinheit so wichtige Arbeit, als gemeinnützig anerkannt werden.

Von Redaktion

Vereine, die Integrationsarbeit leisten, sollen nach dem Willen von Bremens zuständiger Senatorin Anja Stahmann (Grüne) künftig steuerliche Vorteile genießen. In der “Neuen Osnabrücker Zeitung” sprach sie sich dafür aus, Integration als gemeinnützigen Zweck in die Abgabenordnung aufzunehmen.

Es handle sich um eine “zentrale gesellschaftliche Aufgabe”, erklärte Stahmann. Wer diese “im Sinne der Allgemeinheit und selbstlos” leiste, solle vom Fiskus nicht schlechter gestellt werden, als etwa Ehrenamtliche, die sich um Heimatpflege, Kunst oder Sport verdient machten.

Einen entsprechenden Antrag auf der anstehenden Integrationsministerkonferenz in Berlin bringt das Land Bremen gemeinsam mit Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ein – also gemeinsam mit Ressortchefs von den Linken und FDP. Darin werden die Finanzminister gebeten, die Abgabenordnung entsprechend zu ändern und Integration als steuerbegünstigten Zweck aufzunehmen.

Bislang umfasst die Liste insgesamt 25 Aktivitäten. Die Finanzämter sprechen den Status zu oder erkennen ihn ab. Spenden und Erbschaften an gemeinnützige Vereine können von der Steuer abgesetzt werden.

Loading...

Zuletzt hatte ein Urteil des Bundesfinanzhofs für Verunsicherung gesorgt: Die obersten Finanzrichter hatten der globalisierungskritischen Organisation Attac die Gemeinnützigkeit abgesprochen. Die Integrationsminister stellen in ihrem Beschlussvorschlag fest, dass das Gemeinnützigkeitsrecht veraltet sei und einer grundlegenden Reform bedürfe.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

4 Kommentare

  1. Neu.
    Die Begehrlichkeiten der langen Finger werden unter gemeinnützig gelistet um steuerliche Vorteile zu ergattern.
    Passt ins Restkonzept, wo alles auf den Kopf gestellt wird.

  2. Noch so eine Linksgrünversiffte. Schon seit jeher wird der deutsche Steuerzahler ausgenommen von, Roten Kreuz, Diakonie, Johanitern, Pro Asyl, und so weiter und so fort. Jetzt sollen noch etliche Vereine dazu kommen. Sie alle kassieren nicht nur Steuergelder, nein sie zahlen auch keine Steuern mehr. Dazu kommt noch, dass die meisten Mitarbeiter auf Harz 4 sind, Geringverdiener, Sozialarbeiter, Ehrenamtliche usw. Schaut mal wer in den Vorständen dieser Organisationen sitzt. Fast alles abgehalfterte Politiker. Diese Mischpoke liegt wie ein Kracke über der BRD.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.