Ex-US-Präsident Jimmy Carter. Bild: public domain

Der frühere US-Präsident Jimmy Carter kritisiert die Kriegslust Washingtons. China werde die USA überholen, weil es sich nicht im permanenten Krieg befinde und stattdessen in die Infrastruktur investieren kann.

Von Marco Maier

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter sagt, Präsident Donald Trump habe mit ihm über China gesprochen, weil der derzeitige US-Führer besorgt sei, dass Peking die USA wirtschaftlich überflügelt. Der 94-jährige Carter sagte, Trump habe ihn am Samstag angerufen, während er in seiner Sonntagsschule in der Maranatha Baptist Church in seiner Heimatstadt Plains, Georgia, sprach.

Er sagte der Versammlung, Trump fürchte Chinas wachsende wirtschaftliche Stärke und meinte, der Präsident sei zu Recht besorgt. Einige Experten sagen, dass China die USA als größte Volkswirtschaft der Welt bis 2030 überholen könnte, wenn sich die derzeitigen Wachstumstrends fortsetzen. In Kaufkraftparität gerechnet ist dies bereits jetzt der Fall.

Der ehemalige demokratische Präsident sagte, China werde den USA einen Schritt voraus sein, weil Washington den größten Teil seiner Geschichte Krieg mit anderen Ländern geführt habe, während Peking den Frieden nutzte, um in die eigene Wirtschaft und die eigene Industrie zu investieren.

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Carter, der 1979 die diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Peking normalisierte, meinte, dass Chinas schnelles Wachstum durch staatliche Investitionen erleichtert und durch den Frieden unterstützt worden sei. „Wissen Sie seit 1979, wie oft sich China mit jemandem im Krieg befunden hat?“, Fragte Carter. „Niemals. Und wir sind im Krieg geblieben.“

Er betonte, die USA hätten in ihrer 242-jährigen Geschichte nur 16 Jahre Frieden genossen, wodurch das Land „zur kriegerischsten Nation in der Geschichte der Welt“ wurde. Dies sei wegen der Tendenz Washingtons, andere Nationen zu zwingen, „unsere amerikanischen Prinzipien zu übernehmen“.

Carter sagte, dass China im Gegensatz zu den USA massive wirtschaftliche Fortschritte bei der Aufrechterhaltung des Friedens erzielt habe. „Wie viele Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecke haben wir in diesem Land?“, fragte er im Hinblick dessen, dass China das Land mit Eisenbahnstrecken für Hochgeschwindigkeitszüge durchzieht.

Die USA haben, glaube ich, drei Billionen Dollar für die Militärausgaben verschwendet. „Es ist mehr als man sich vorstellen kann. China hat keinen einzigen Cent für den Krieg verschwendet, und deshalb liegen sie vor uns. In fast jeder Hinsicht.“

„Und ich denke, der Unterschied ist, wenn Sie 3 Billionen Dollar nehmen und in die amerikanische Infrastruktur investieren, dann haben Sie wahrscheinlich zwei Billionen Dollar übrig. Wir hätten eine Hochgeschwindigkeitsstrecke. Wir hätten Brücken, die nicht zusammenbrechen, wir hätten Straßen, die richtig gewartet werden. Unser Bildungssystem wäre so gut wie das von Südkorea oder Hongkong“, sagte Carter seiner Gemeinde.

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11 KOMMENTARE

  1. Mich wundert es, dass so eine Twitter-Prolet wie der Trump, sich mit einem 94 jährigen demokratischen Ex-Präsidenten unterhält.
    J.Carter war bestimmt auch kein Heiliger, aber er hat wenigstens versucht zivile Werte in den blutrünstigen US-Militärkomplex zu bringen.
    Z.B. sollte Trump mal hierhin blicken: http://german.china.org.cn/txt/2019-04/15/content_74682700.htm
    oder http://german.china.org.cn/txt/2019-02/01/content_74432356.htm
    oder http://german.china.org.cn/txt/2018-12/14/content_74276353_0.htm
    oder http://german.china.org.cn/txt/2016-12/30/content_40013545.htm
    oder http://german.china.org.cn/txt/2016-09/30/content_39408845_9.htm
    usw. usw.

  2. ja, die amis gehen einem langsam aber sicher auf die nerven mit ihrer kriegstreiberei. wenigstens kriegen sie die quittung dafür und das sogar von einem ex-präsidenten auf den punkt analysiert.

  3. Da ist was dran an dieser Aussage mit der Investiton in den Frieden und dadurch zur Stärkung der Wirtschaft und Industrie und es gibt ein kleines Land in der Welt, das seit dem 12. Jahrhundert nach den Prinzipien von Frieden und Wohlstand vorangeht und das ist die Schweiz, die sich zunächst freigeschwommen hat von Unterdrückung fremder Interessen und durch politische Neutralität in nichts mehr hineingezogen werden wollte und dennoch kann man das Riesenreich im fernen Osten nicht unbedingt vergleichen, denn die hatten auch im Laufe ihrer Geschichte gewaltige Expansionsphasen und kriegerische Auseinandersetzungen und erst als sie sich von der Leibeigenschaft unter Mao befreit haben kamen sie zur Ruhe und Besinnung und haben sich auf ein besseres China konzentriert, was ihnen ja auch, wie man sieht gelungen ist, aber das soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß sie nun plötzlich Gelüste verspüren sich den Großmächten anzunähern und Gleichstand ist nicht so ihr Ding, wenn schon, dann wollen sie die größten sein und da sie historisch betrachtet ehedem der Mittelpunkt der Welt sind wäre es auch nicht außergewöhnlich, wenn sie den Rest der Welt überholen und eventuell vereinnahmen wollen und
    das steckt schon eine gewisse Gefahr darin, in welchem Umfang ist heute leider noch nicht abzusehen, denn auch sie können dabei schneller abschmieren als sie denken, warten wir es einfach ab.

    • Ich bitte Sie ganz vorsichtig mit Ihren Gedanken umzugehen, denn die ach so neutrale Schweiz ist das Land, das sich die Zionisten ausgesucht haben um ihren ersten Kongress 1897 und damit der Bildung ihrer Weltorganisation zu vollziehen, und dass nachdem sie es in München nicht durften. 1930 hat sich im zuge des Versailler Vertrags und der deutschen Zahlungsschwierigkeiten die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gegründet, die noch heute als oberste Aufsicht für alle von den Zionisten gesteuerten Zentralbanken fungiert. In den Tresoren der schweizer Banken liegt noch heute jüdisches Gold, von den Zionisten festgehalten, was den Erben der rechtmäßigen Eigner nicht zurückgegeben wird. Und wenn man vermutet, dass die Volksentscheide für die Selbstbestimmung der Schweizer wirken, sollte man einmal nachschauen, von wem diese Volksentscheide gesteuert werden. Aber auch mit Ihren Gedanken in punkto China, bitte Vorsicht. Denn dieses handelt als große Macht in Augenhöhe mit den armen Staaten und das zum gegenseitigen Vorteil. Wenn man die Investitionen Chinas im Ausland nachverfolgt, dann kann man sehr wohl erkennen, dass dies so ist, im Gegensatz zu den US Imperialisten. Die investieren um auszurauben.

  4. Ja, so einfach ist das und dabei sagte er einfach nur die Wahrheit, dieser ehemals mächtigste Erdnussfarmer der Welt. Und dann noch die Infrastruktur und die Grundlagenindustrie in mehrheitlich staatliche Hand, so kann man ein Volk und nicht nur ein paar Wenige reich machen

    • Leider schützt Alter vor Torheit nicht und die Wahrheit wird dabei zurechtgerückt, und das Gesamtheitliche gerne nach hinten verschoben.
      Ein anderer Umstand ist es, kurz bevor leute ins Grass beißen. Da haben sie nichts mehr zu verlieren und das reinen Tisch machen hat einen anderen Fundus. Die Minutenuhr tickt noch, . .

  5. Trump will weiter den Krieg gegen Jemen führen

    alles-schallundrauch.blogspot.com

    Bin gespannt welche Ausrede die Trump-Fans und Qanon-Gläubingen jetzt bringen, nachdem Trump am Dienstag sein Veto gegen den Kongress-Beschluss über das Ende der Unterstützung des von Saudi-Arabien geführten Krieg gegen Jemen eingelegt hat. Damit macht sich Trump weiter als Kriegsverbrecher schuldig, der dabei hilft, Frauen und Kindern in Jemen verhungern zu lassen, zu bombardieren und zu töten.

    Es gibt Scharlatane, die sich Wahrheitssucher und Vertreter von alternativen Medien nennen, aber andauernd alle Verbrechen die Trump begeht beschönigen und entschuldigen. Für alles haben sie eine Erklärung oder sie ignorieren einfach was gegen ihr Narrativ spricht….ALLES LESEN !!

  6. Um Atomkrieg auszuschließen: Russland unterbreitet USA Vorschlag

    Russland hat den Vereinigten Staaten vorgeschlagen, ein Abkommen über den Ausschluss eines Atomkrieges zu unterzeichnen. Dies berichtet die russische Zeitung „Kommersant“ unter Berufung auf Quellen.

    Die russische Seite schlug laut der Zeitung vor, alle notwendigen Maßnahmen festzulegen, die sowohl einen bewussten als auch einen versehentlichen Atomwaffeneinsatz verhindern würden. Bereits seit einem halben Jahr warte Moskau auf eine Antwort.

  7. Ein Psychopath ist Trumps neuester Sicherheitsberater

    https://paselackenrepublikbrd.wordpress.com/2018/03/30/ein-psychopath-ist-trumps-neuester-sicherheitsberater/

    Anfang des Jahres habe ich Trump eine Witzfigur und einen Elefanten im Porzellanladen genannt. Ausserdem stellte ich an Hand seiner Taten fest: „Er ist genauso schlimm wenn nicht sogar schlimmer als seine Vorgänger, und das will was heissen.“

    Seitdem hat er diese Bezeichnung nicht nur bestätigt, er hat sie sogar im negativen Sinne übertroffen. Deshalb erweitere ich meine Beschreibung auf: Trump ist eine Witzfigur und ein Elefant im Porzellanladen, der die Welt mit Kriege in Brand setzen will!!!

    Warum sage ich das? Weil er jetzt den schlimmsten Kriegshetzer in Washington, der nur Krieg, Krieg und nochmals Krieg im Kopf hat, den sogar die grössten Falken als zu extrem bezeichnen, zu seinem neuen nationalen Sicherheitsberater gemacht hat. Ja, es ist John Bolton, der H.R. McMaster ersetzt … und der war schon für eine aggressive US-Aussenpolitik verantwortlich. Was kommt denn erst mit Bolton?

    Die Ernennung von Bolton als seinen Sicherheitsberater zeigt, Trump ist voll auf militärische Konfrontation und noch mehr Kriege eingeschwenkt.

    Diese Einstellung bestätigt zusätzlich die Entlassung von Rex Tillerson und Ernennung vom CIA-Chef Mike Pompeo zum neuen US-Aussenminister. Auch einer der auf militärische Konfrontation setzt, nämlich gegen Syrien, Iran, Nordkorea, China und gegen Russland. Und das soll der neue oberste Diplomat der USA sein?

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