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Eine Erhöhung der Paketpreise bei DHL wird sehr viele betreffen. Aber keine Sorge, denn auf einen Haushalt berechnet kostet die Erhöhung im Monat nur 23 Eurocent. Peanuts für den Chef der Deutschen Post.

Von Redaktion 

Nach der Erhöhung des Briefportos will die Deutsche Post auch die Paketpreise der Konzerntochter DHL anheben. „Generell müssen sich die Kunden auf steigende Paketpreise einstellen“, sagte Post-Chef Frank Appel der „WAZ“. Schon im vergangenen Jahr habe DHL angefangen, die Preise für Pakete bei den Geschäftskunden und Anfang des Jahres auch bei einem Filialpaket zu erhöhen.

Appel sagte zur Begründung, das Unternehmen müsse Lohn- und Kostensteigerungen an die Kunden weitergeben. Als Marktführer müsse die Post mit ihrer Marke DHL auch zukünftig die Preise erhöhen. „Ich vermute auch, dass sich unsere Wettbewerber daran orientieren“, sagte Appel. Mit einem Marktanteil von mehr als 45 Prozent ist DHL bundesweit das führende Unternehmen bei Paketen.

Eine Voraussetzung für die angestrebten Preiserhöhungen sei eine „hohe Qualität“, sagte der Post-Chef. „Und schließlich wollen wir auch unsere Mitarbeiter anständig bezahlen und keinen Niedriglohnwettbewerb. Gute Qualität und gute Löhne für unsere Zusteller gibt es aber nicht zum Nulltarif.“

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Briefe werden bald teurer

Auch Briefe zu versenden, wird bald deutlich teurer. Die Bundesnetzagentur gewährt der Deutschen Post eine Preiserhöhung von mehr als zehn Prozent bezogen auf einen Zeitraum von drei Jahren. „Wir werden in den nächsten Tagen über die zukünftigen Preise für die einzelnen Briefprodukte entscheiden“, kündigte Appel an. „Ob es 80, 85 oder 90 Cent für den Standardbrief werden, hängt auch von den künftigen Preisen für andere Produkte wie Kompakt-, Groß-, Maxibrief und Postkarte ab. Glatte Beträge wären sicher von Vorteil.“

Der Auswirkungen eine höheren Portos seien für die Bürger „überschaubar“, verteidigte Appel die geplante Preiserhöhung. „Umgerechnet auf einen Haushalt geht es um durchschnittlich 23 Cent mehr im Monat. Verglichen mit Preissteigerungen für Strom oder Telekommunikation sei das „nun wirklich eine kleine Summe“, sagte der Post-Chef. „Um 23 Cent an anderer Stelle zu sparen, reicht es hin und wieder schon aus, am Nachmittag und nicht morgens zur Tankstelle zu fahren.“

Die Rivalen der Post im Paketgeschäft wie DPD, GLS und Hermes werfen dem deutschen Konzern vor, durch höhere Einnahmen aus dem Briefgeschäft die Paketsparte zu subventionieren.

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3 KOMMENTARE

  1. Bei uns hat sich die Qualität von DHL seit ca. 2 Jahren drastisch verschlechtert. Es besteht keine Zuverlässigkeit mehr. Pakete bleiben unterwegs 1- 2 Tage liegen, angekündigte Zustellungen werden mehrmals nicht eingehalten. Beschwerden sind zwecklos. Das geht auch einher mit der Vergrößerung und ständigen Änderung der Zustellbezirke und Aufgabenbereiche, auf Kosten der Mitarbeiter.

    Wenn man Studien glauben darf, dann ist von den bisherigen Preiserhöhungen bei den einzelnen Zustellern praktisch nichts angekommen. Die Gelder sind irgendwie versickert. Für dieses, von der Staats-Konzernführung verursachte Chaos soll also künftig noch mehr bezahlt werden.

    In der Frechheit eines arroganten Staats-Bonzen gibt der Postchef ja auch gleich Hinweise, wo der private Nutzer künftig zu sparen hat. Solche Apparatschiks führen jedes Unternehmen in die Krise.

    Auch ich werde sparen und mich bewusster auf andere Anbieter orientieren und Absender bitten, künftig die Auswahlmöglichkeit des Zustell-Unternehmens zu ermöglichen, wie es jetzt schon bei einigen möglich ist.

  2. Das mit den Preisererhöhungen kann man so oder so sehen und vieles hängt auch von der Qualität, Zuverlässigkeit, Lohnforderungen und Materialkosten ab und deshalb sind Preise schon immer erhöht worden, die Frage ist nur zu welchem Nutzen und da ist eine Schräglage entstanden, denn im Proporz betrachtet, sind die Erträge der Eigner schneller gewachsen als die der Arbeitnehmer und wenn man so zurückdenkt, dann hat ein durchaus passabler Mittelklassewagen Mitte der sechziger Jahre noch ca. 8 000,– DM gekostet und der liegt heute hochgerüstet bei manchen Autoherstellern bei 50 000,– EUR Listenpreis und von der kleinen Differenz leben sie ganz gut, ich meine die Eigner und deshalb wären Lohnerhöhungen immer nur gut, wenn auch die Abhängigen davon profitieren und wenn nicht, dann sollten sie darauf verzichten, aber das tun sie nicht und deshalb geht die Preisspirale bei manchen Produkten unentwegt nach oben und das verrückte daran ist die Tatsache, daß andere Konsumgüter eher preiswerter wurden als früher, Beispiel Elektrogeräte und Texitiien und wäre das nicht der Fall, dann müßten manche fast wieder in Lumpen herumlaufen und solange die Menschheit bestimmte Preise akzeptiert und keinen Verzicht aus Protest übt, können die machen was sie wollen, die Post ist eine Ausnahme, man braucht sie, obwohl auch hier schon kräftig die Konkurrenz winkt, aber das die Leute bereit sind ein Auto für den halben Wert einer Eigentumswohnung zu kaufen, das entzieht sich jeder Vorstellungskraft, hängt vermutlich mit dem Status zusammen, denn hier könnte man zeigen, daß man auch jemand ist, was für eine fatale Fehleinschätzung.

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