Die Modernisierung und Aufrüstung der Bundeswehr geht voran. Doch in welche Richtung geht man? Soll sie als Verteidigungs- oder Angriffsarmee konzipiert werden?

Von Marco Maier

Neue Panzer, Flugzeuge, Hubschrauber und Kriegsschiffe bekommt die Bundeswehr. Natürlich auch neue Kampfanzüge, Helme und sonstige Alltagsausrüstung. Einerseits deshalb, weil der derzeitige Ausrüstungsstand nicht tragbar ist, andererseits auch zur Erfüllung des Zwei-Prozent-Ziels der NATO. Doch für welchen Zweck wird das neue Kriegsgerät angeschafft?

Man muss sich nur einmal die Liste der Anschaffungen für dieses Jahr ansehen: 67 Schützenpanzer Puma, 51 Radpanzer Boxer, 16 Transportpanzer Fuchs, zwei Brückenlegepanzer Leguan, zehn Transporthubschrauber, sieben A400M, fünf Eurofighter, drei Marinehubschrauber Sea Lion, 3550 Nachtsicht-Brillen, eine Fregatte 125. Das ist das, was Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen gegenüber der „Bild am Sonntag“ angegeben hatte. Mehr neues Kriegsgerät soll in den kommenden Jahren folgen.

Kritische Beobachter monieren, dass die deutsche Bundeswehr auf einen Krieg gegen Russland vorbereitet werde. Einerseits deutet die ganze aggressive Rhetorik der transatlantischen Kalten Krieger darauf hin, dass ein enormer militärischer Showdown kommen soll, andererseits zeigen die ganzen Aufrüstungsforderungen an die europäischen NATO-Mitglieder, dass der Kriegsrhetorik auch praktische Vorbereitungen folgen sollen.

Die Bundeswehr hat die eigentliche Aufgabe, das Staatsgebiet der Bundesrepublik zu schützen. Eine Festsetzung von deutschen NATO-Truppen in Osteuropa aus provokativen Gründen gegenüber Russland dient dem jedoch genausowenig wie die Stationierung deutscher Soldaten in Afghanistan, Mali und sonst wo auf der Welt. Wem dient und nützt es dann? Den Amerikanern und deren globalem Empire.

Deutschland braucht eine gut ausgerüstete und vorbereitete Verteidigungsarmee. Daran gibt es nichts auszusetzen. Doch die Transatlantiker wollen die deutschen Soldaten lieber (erneut) in Russland verbluten sehen und sie als „Speerspitze“ gegen unseren großen östlichen Nachbarn einsetzen. Doch ist dies das, was die Deutschen tatsächlich wollen?

5 COMMENTS

  1. Verteidigungs- oder Angriffsarmee?
    Weder noch;
    Feige H. scheißer auf Befehl von oben, (Leuten, die sie nie kennen lernen werden) in Ramstein mit den Fingern an der Steuerung einer Drohne.

  2. Die BW ist total überflüssig. Sie ist eine Firma ohne echte Kundschaft, und damit das gelangweilte Personal nicht auf dumme Gedanken kommt, hat man es verbeamtet. Mit so einem Geschäftsmodel wird man nur Geld verbrennen – und man tut es mit wachsender Tendenz. Das ist absolut doof.

    Eine schmucke „Palastgarde“ vor dem Reichstag mit täglichen strammen Wachwechsel würde ausreichen. Das zieht zahlungskräftige Touristen aus aller Welt an – aber keine fremde Armeen.

  3. Die Frage ist lächerlich. Markus Krall schätzt die BW in seinem Buch „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“ so ein: „Deutschland soll froh sein wenn Luxemburg es gerade nicht überfallen will.“
    Die Gefahr sieht er auch bei den Soldaten, die, wie die Türkischen, möglicherweise nicht loyal sind.

  4. Weder die Reichs“wehr“, die „Wehr“macht noch die Bundes“wehr“ waren als Verteidigungsarmeen angelegt. Bei der Bundes“wehr“ ist das klar herauszusehen, da diese Söldnertruppe von Anfang an in die Nato geplant wurde, was dann 1955 mit Inkrafttreten des Deutschlandvertrages auch geschah.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here