WhatsApp
Facebook
Twitter
Tumblr

Sollte sich keine rasche Einigung finden, bekommt May Zeit bis zum 31. Oktober, um den Brexit über die Bühne zu bringen. Merkel lobt die Resultate des EU-Brexit-Gipfels.

Von Michael Steiner

Großbritannien kann den Austritt aus der EU bis zum 31. Oktober verschieben. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs der anderen EU-Staaten in der Nacht auf Donnerstag. Die britische Premierministerin, Theresa May, hatte zuletzt um einen Aufschub bis zum 30. Juni gebeten, allerdings erklärt auch die angebotene Verlängerung annehmen zu wollen.

Wenn es allerdings gelinge, das Austrittsabkommen bis zum 22. Mai zu ratifizieren, müsse sich Großbritannien nicht an der Europawahl – die vom 23. bis 26. Mai stattfindet – beteiligen, sagte sie Medienberichten zufolge nach dem Sondergipfel am Donnerstagmorgen in Brüssel. Dennoch werde sie weiter versuchen, auch die Labour-Opposition für einen Brexit-Deal zu gewinnen, nachdem sie zuvor mehrfach im Unterhaus scheiterte.

Die deutsche Bundeskanzlerin ist Medienberichten zufolge über die Fristverlängerung für den EU-Austritt Großbritanniens erfreut. Es sei „ein sehr intensiver, sehr guter Abend“ gewesen, der die Einigkeit der EU gezeigt habe, sagte Angela Merkel in der Nacht zum Donnerstag nach den Verhandlungen in Brüssel. „Um gerade auch den britischen Entscheidungsmöglichkeiten Raum zu geben, ist es eine gute Entscheidung, die wir heute getroffen haben.“

EU-Ratschef Donald Tusk sieht nun die Briten am Zug, bis spätestens Ende Oktober eine Lösung für den Brexit-Deal zu finden. „In dieser Zeit wird der Ablauf komplett in den Händen des Vereinigten Königreichs liegen“, sagte der Pole. Großbritannien könne dem vorliegenden Brexit-Deal noch zustimmen, seine Strategie überdenken oder auch vom geplanten EU-Austritt zurücktreten. Die neu gewonnenen gut sechs Monate sollten nicht verschwendet werden, forderte er.

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here