Blackwater ist zurück im Irak

Mehr als 15 Jahre nach der US-Invasion im Irak ist Blackwater zurück. Trotz Verbots durch Bagdad. Nur eben unter neuem Namen.

Von Marco Maier

Wer erinnert sich noch an die Invasion des Iraks durch US-Truppen, die nicht nur von Alliierten wie den Briten unterstützt wurde, sondern auch von US-Söldnertruppen? Söldner wie jene von Blackwater, die unzählige Kriegsverbrechen verübten. Sie folterten, vergewaltigten, raubten und ermordeten Unschuldige.

Nun ist die Söldnertruppe zurück, wie „Buzzfeed“ vermeldet. Trotz Verbots durch die irakischen Behörden. Allerdings (nach mehreren Umbenennungen) unter einem neuen Namen. Es handelt sich hierbei um ein Tochterunternehmen der „Privatvertragsfirma“ Frontier Services Group (FSG) von Ex-Blackwater-CEO Erik Prince. Der Name: Frontier Logistics Consultancy DMCC.

Die in Dubai registrierte und ansäßige Firma wurde als ausländisches Unternehmen beim irakischen Handelsministerium angemeldet. Und wo sonst würden die privaten Söldnertruppen des Imperiums ihren Sitz haben, außer Basra, das sich im ölreichen Süden des Irak befindet? Es ist auch nahe an der Grenze zum Iran. In einem schiitischen Kernland, das im letzten Sommer aufgrund von Stromknappheit und fehlenden Diensten Massenunruhen erlebte.

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Die Nachricht kam, nachdem der umstrittene Blackwater-Gründer vor einem Jahr Al Jazeera mitteilte, der Irak sei einer der Standorte im Nahen Osten, die sein Unternehmen in Betracht zog, ein Geschäft aufzubauen. Nun ist er (wieder) da. Doch mit welchem Auftrag?

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