Migranten schneiden sich durch den Stacheldrahtzaun an der Grenze zu Ungarn. Das Ziel ist Deutschland. Foto: Freedom House / Public Domain

Sowohl in Griechenland als auch in der Türkei gibt es große Bewegungen von Migranten, die in Richtung Mitteleuropa ziehen wollen. Wiederholt sich die Migrationskrise von 2015?

Von Michael Steiner

In Griechenland sind es noch wenige Tausend, in der Türkei hingegen schon mindestens 40.000 einer Migrantenkarawane angeschlossen, deren erklärtes Ziel Mitteleuropa ist. PR-Strategen von Asyl-NGOs gaben ihr bereits den Namen „Karawane Hoffnungsschimmer“ (siehe auch der Bericht bei „Tichys Einblick„). Doch wer die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Migranten in Griechenland und der Polizei mitbekam (siehe Bericht in der „Welt„), der fragt sich schnell: Hoffnungsschimmer für wen?

Länder wie Deutschland oder Österreich können auf solche rabiaten Menschen gerne verzichten. Haben wir nicht schon genügend testosterongesteuerte junge Männer aus Nordafrika, dem Nahen Osten und aus Afghanistan übernommen, die zu einem starken Anstieg bei Vergewaltigungen, Überfällen, Messerstechereien und dergleichen führten? Haben wir nicht schon genügend solcher Personen aufgenommen, die zu einer Verringerung der öffentlichen Sicherheit führten?

Bislang halten die griechischen Sicherheitskräfte noch durch, doch wie lange können sie sich gegen den durch Falschnachrichten über eine angeblich wieder geöffnete Balkanroute aufgebrachten Mob noch wehren, ohne selbst zu umfangreicher Gewalt greifen zu müssen?

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Das Gute ist: Erdogan hält die Grenze zumindest derzeit noch dicht. Er weiß genau, dass neue große Migrantenströme nur den Rechtsparteien in Europa nützt, die ohnehin schon bei den anstehenden Europawahlen deutlich zulegen werden. Flimmern erneut solche Bilder wie im Jahr 2015 über die Bildschirme, wäre ein noch stärkerer Siegeszug dieser Parteien wahrscheinlich. Doch ein Sieg der Rechtsparteien wäre für Erdogan kontraproduktiv, zumal sich diese auch gegen einen EU-Beitritt der Türkei stellen. Das heißt: bis zumindest Ende Mai werden die türkischen Behörden auf jeden Fall möglichst wachsam sein und keine größeren Gruppen von Migranten nach Europa ziehen lassen.

Was danach kommt, ist ungewiss. Aber Erdogan weiß, dass er mit den weiterwanderungswilligen Migranten einen Trumpf im Ärmel hat, den er jederzeit ausspielen kann. Und wenn die Europäer ihm an den Karren fahren, bekommen sie eben wieder genau jene Bilder geliefert, die sie in den letzten Jahren vermeiden wollten: hunderttausende Migranten, die sich – unterstützt von diversen Asyl-NGOs – den Weg über den Balkan hoch nach Mitteleuropa durchkämpfen.

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8 KOMMENTARE

  1. Auf gar keinen Fall darf man die Flüchtlingsroute über Spanien vergessen. Es gibt also gegenüber 2015 mehre Einfallstore. Die skandinavischen Länder schotten sich durch Grenzsicherung und Rückschiebung nach Deutschland, berechtigterweise ab. Die osteuropäischen Länder zeigen deutlich, was sie von einer Invasion halten.

    Deutschland ist das Eldorado dieser Konquistadoren geblieben. Man braucht keine Dokumente, kommt gleich in eine soziale Hängematte, trifft einheimische Clans, genießt einen Status der Unantastbarkeit und bekommt praktisch mit dem Grenzübertritt ein dauerhaftes Bleiberecht, das entweder Asyl, Duldung oder sonst welche unbedeutenden Bezeichnungen trägt.

    Das Merkelregime vergewaltigt ja bereits mal wieder die Statistik, um die Zahlen wenigstens für die Staatspresse kleinzuhalten.

    Noch erhofft man sich ein akzeptables Ergebnis bei den Europawahlen, danach wird dann der Startschuss für den Marsch auf Deutschland fallen.

  2. Wer sie nicht reinlassen will, könnte es auch verhindern, selbst wenn Erdogan die Grenzen aufmacht und dahinter bis 20 km einen Korridor einrichten mit der Maßgabe problemlos zurück ja, aber nach vorne nein und wenn sie feststellen, daß eine Verletzung zu eigenen Schäden führen kann, werden sie ihr Vorhaben aufgeben, mal ganz von dem abgesehen, daß es dann auch keine Versorgung geben kann, dazu ist niemand verpflichtet und wenn die UN das übernehmen will, dann gerne, auf eigene Kosten über eigene Bemühungen und sollen sie dann mal sehen wie sie damit fertig werden, auf keinen Fall einen Meter weiter über die inneren Grenzen des Korridors hinaus, das gleiche will auch Trump erledigen, warum sollen wir für die Armut dieser Welt aufkommen bei gleichzeitigen zu erwartenden Verwerfungen, das ist unzumutbar und kann auch von der Gesetzeslage her verweigert werden und was die unschönen Bilder angelangt, von der 2015 gefaselt wurde, so müßte eigentlich jeder Eindringling wissen was ihn erwarten kann, denn ein Gesetzesbruch kann entsprechend geahndet werden in welcher Massivität, das hängt ganz vom Eindringling ab.

  3. Erdogan wurde von der EU gemaßregelt und kritisiert, die Schwachköpfe in Brüssel haben vergessen das er im Land über 3,8 Millionen Flüchtlinge beherbergt!
    Jetzt lässt er mal zur Abschreckung ca. 1 Million Flüchtlinge losmarschieren und schon wird Brüssel die Schnauze halten und etliche Milliarden Euro in die Türkei schicken um die Grenze zu GR wieder zu schließen.

  4. Ich habe ein Ende der „Migrationskrise von 2015“ bislang nicht erkennen können. Im Gegenteil, sie hat sich aus meiner Sicht eher verschärft. Die Bevölkerung ist gespaltener als zuvor, Repressalien und Überwachung migrationskritischer Zeitgenossen gehören zum Alltag, Pressezensur und die Verschleierung von Folgen haben bereits unerträgliche Formen angenommen und seitens der BRD-Geschäftsführung leistet man sich den Luxus, Migranten einzufliegen, sie einer nachvollziehbaren Registrierung zu entziehen. Abschiebungen finden kaum statt, seitens organisiert vorgehender „Abschiebungskritiker“ werden Gesetz und vereinzelte Bemühungen der Behörden unterlaufen.

    Derweil werden die Bürger mit Schulstreiks und dem Kampf „gegen rechts“ vom GG-widrigen Gebaren ihrer gewählten Vertreter im Bundestag abgelenkt.

  5. Sobald die EU – Wahl gelaufen ist, werden wir die netten Menschen wieder mit Teddybären bewerfen dürfen…..schade, dass es nicht schon vorher passiert, dann würden vielleicht noch einige Aufwachen!

  6. Mauer mit Todesstreifen wie in der DDR dann ist Ruhe. nur mit dem Unterschied, niemanden am abhauen zu hindern, sondern lediglich am Eindringen.
    Sagt kein SEDler sondern einer, der selbst mal Mauerflüchtling war.

  7. Alles in Hände der USA!

    USA hat die macht hier in Europa, in Türkei so wie in Griechenland. Warum lassen die USA besonders Deutschland untergehen?

    Brauchen die USA eine Migration von erneut Millionen Deutsche? So wie in Jahren 1850-1914?
    Haben das schon geplant?

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