Bei rund einem Viertel Bevölkerungsanteil, liegt der Anteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit Migrationshintergrund, bei 57 Prozent. 

Von Redaktion

Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an den rund 2,3 Millionen Arbeitslosen in Deutschland hat einen Höchstwert erreicht. Die entspreche Quote liegt inzwischen bei 46 Prozent, wie aus einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom Februar hervorgeht, über die „Welt am Sonntag“ vorliegt.

Unter den 4,1 Millionen sogenannten erwerbsfähigen Leistungsberechtigten liegt der Anteil der Migranten sogar bei 57 Prozent. In dieser Kategorie sind neben den Arbeitslosen vor allem auch Aufstocker enthalten, also Menschen, die vom Jobcenter ergänzende Leistungen erhalten, weil ihr Erwerbseinkommen nicht für den Lebensunterhalt ausreicht.

In den vergangenen fünf Jahren gab es einen deutlichen Anstieg des Anteils der Migranten. Vor Beginn der Migrationskrise, Ende 2013, lag der Wert unter den Arbeitslosen bei 36 Prozent, jener unter den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten bei 43 Prozent. Der Bundesagentur zufolge muss dieser Anstieg „vor dem Hintergrund der sich verändernden Zusammensetzung der sehr heterogenen Gruppen von Personen mit Migrationshintergrund“ gesehen werden.

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„Der Anstieg der Zahl von arbeitslosen Geflüchteten“ beeinflusse die Gesamtentwicklung maßgeblich. So ist die Gruppe der „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kontext von Fluchtmigration“ auf 591.000 (Dezember 2018) angewachsen.

Als diese Kategorie im Juni 2016 erstmals erhoben wurde, wurden noch 291.000 gezählt. Mit „Personen im Kontext von Fluchtmigration“ werden in der BA-Statistik Asylbewerber, Geduldete und anerkannte Flüchtlinge zusammengefasst. Nicht enthalten sind nachgezogene Angehörige und ehemalige Asylbewerber, die eine Niederlassungserlaubnis erhalten haben.

Die Nürnberger Behörde verweist darauf, dass die Daten ihrer Auswertung möglicherweise kein ganz exaktes Bild der Wirklichkeit lieferten. Die Begründung: Die Angabe zum Migrationshintergrund ist freiwillig. Angaben machten lediglich 79 Prozent der Leistungsbezieher.

Nach amtlicher Definition hat eine Person einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. 24 Prozent der Bevölkerung erfüllen dieses Kriterium, etwa jeder Zweite in dieser Gruppe besitzt einen deutschen Pass.

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3 KOMMENTARE

  1. 2,3 Mio. Arbeitslose – wie das? Macht unsere Uschi noch die Statistik?
    Als arbeitslos nach Sozialgesetzbuch gelten Personen, die weniger als 15 Wochenstunden sozialabgabepflichtig beschäftigt sind und nach meinen Informationen hat sich daran noch nichts geändert. Demnach sollte ein Anteil der ca. 12 Millionen Teilzeitbeschäftigten (die keine „Aufstocker“ sind) in Statistiken berücksichtigt werden.

    Zur Erinnerung: Vor der Sommerpause des Parlaments 2015 brachte die Migrationsbeauftragte Frau Böhmer ( CDU ) dem Bundestag folgendes zur Kenntnis – in unserer vereinten Wirtschaftszone würden 2,4 Millionen Hartz-4-Empfänger mit „Migrationshintergrund“ leben – 48 % der Männer seien „wirtschaftlich inaktiv“ und 72 % der Frauen. Nach der Sommerpause im September 2015 ( zufälligerweise am Ende eines Sabbatjahres) setzte dann der Run auf unser Sozialparadies ein und es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Statistiken seitdem eine wesentlich verschlimmerte Situation anzeigen sollten.

    P.S. Aber vielleicht ist das ja eine falsche Annahme und der von Frau Roth ins Spiel gebrachte Integrationsturbo hat eine breite Welle derer, die noch nicht solange hier leben, in Beschäftigungsverhältnisse getrieben. Soviel zum 1. April.

  2. 43% der Arbeitslosen und Aufstocker aus Deutschland selbst gibt Hinweis von keinem gesunden Acker.
    Gezüchtete Schlaumeier einer Nischen-„Wirtschaft“?

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