Peter Altmaier auf dem 29. Parteitag der CDU Deutschlands am 6. Dezember 2016 in Essen - Bild: Olaf Kosinsky / kosinsky.eu CC BY-SA-3.0

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wird aus der Wirtschaft auf breiter Front kritisiert. Er gilt als inkompetent und konzeptlos. Familienunternehmen, Industrie und Außenhandel teilen aus.

Von Michael Steiner

Quer durch die Bank kommt massive Kritik an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der außer Merkels Liebling zu sein bis auf eine juristische Ausbildung offenbar keine entsprechende Qualifikation für das Amt mit sich bringt. Nun in Zeiten der wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland bricht der ganze Unmut der Unternehmen über ihn aus.

„Der Bundeswirtschaftsminister hat kein Konzept – weder für die Energiewende noch für die Wirtschaft insgesamt“, sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander den Funke-Zeitungen. Die Industrie erwarte, dass sich Altmaier für „gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzt, anstatt planwirtschaftliche Industriestrategien zu präsentieren“.

Auch in Bezug auf die Energiewende kritisiert Zander die bisherige Bilanz des Wirtschaftsministers: „Für den Ausbau der erneuerbaren Energien brauchen die Unternehmen zudem Planungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiekosten. Es wäre also hilfreich, wenn Herr Altmaier endlich die Ausgaben- und Regelungswut seiner Kollegen verhindert, anstatt den Staat als den besseren Unternehmer zu sehen.“

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Auch die Familienunternehmer, versammelt im Mittelstands-Verband, stellen sich gegen den CDU-Politiker. Für sie ist er ein „Totalausfall“ und eine „Fehlbesetzung“. Nach einer Umfrage der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) unter Unternehmern und Managern ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt. Angela Merkels Vertrauter, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, wird als „Fehlbesetzung“ bis hin zum „Totalausfall“ gesehen, berichtet unter anderem die Bild. Zur 70-Jahr-Feier des Verbands wurde er nicht einmal eingeladen. Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands der Familienunternehmen, macht klar, dass die Familienunternehmen Altmaiers „Ideen“ der sozialistisch anmutenden „Nationalen Industriestrategie 2030“ als „Kampfansage“ an den Mittelstand verstehen würden.

Und der Bundesverband des deutschen Groß- und Außenhandels? Auch dieser sieht die industriepolitischen Pläne des Ministers laut der „Welt“ als „mittelstandsfeindlich“. „Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind die weit über 1.000 meist unbekannten, mittelständischen Weltmarktführer bildeten – sie bedürften der Aufmerksamkeit durch die Politik“, sagte Bingmann der Zeitung. Doch anstatt den Mittelstand zu stärken, werde unter anderem das Ziel formuliert, Großkonzerne vor Wettbewerb und Übernahmen zu schützen, monierte der BGA-Chef. „Meine feste Überzeugung ist, dass der Staat den Märkten und privaten Investoren bei der Auswahl wettbewerbsfähiger beziehungsweise förderungswürdiger Sektoren oder gar Unternehmen nicht überlegen ist“, sagte Bingmann.

Merkels Günstlingswirtschaft bei der Besetzung der Ministerposten scheint sich nun negativ auszuwirken. Altmaier kann getrost davon ausgehen, nach Merkels Abgang aus der Politik ebenfalls abserviert zu werden.

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6 KOMMENTARE

  1. Die ganze Truppe um Merkel ist schon ästhetisch eine Zumutung an andere, die einem einiges abverlangt und erst mal runtergewürgt werden muss, inklusive ihr selbst.

  2. Den könnte man noch nicht einmal als Handwerksgesellen anstellen, weil er vermutlich zwei linke Hände hat und deshalb wurde ihm auch dieses Amt angetragen, da fällt die Unfähigkeit nicht so auf, denn die Beamten des Ministeriums machen ja die eigentlich Arbeit und das betrifft übrigens alle Ämter in politischen Führungspositionen, dazu gehört nur ein großes Mundwerk nach außen, Duckmäusertum nach innen und eine geschickt eingefädelte Verdrängung anderer und dann hat man reelle Chancen in solche Positionen, auch unbeleckt zu kommen, vielleicht noch etwas Protegierung durch andere und fertig ist die Laube, das tägliche Pensum wickeln ehedem andere ab und das einzige was sie noch machen können ist Unordnung in diesen Betrieb zu bekommen, eigentlich ganz einfach, aber wenn man sie persönlich danach fragt, natürlich nur unter größten Anstrengungen und durch viel Einsatz, die Wahrheit dabei wird ehedem verschwiegen.

  3. Altmeier hat sehr wahrscheinlich keine physikalische Intelligenz. Er verwechselt zum Beispiel einen elektrischen Wärmespeicher (Nachstromspeicherofen) mit einem Stromspeicher.

  4. „Die Industrie erwarte, dass sich Altmaier für „gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzt, anstatt planwirtschaftliche Industriestrategien zu präsentieren“. Seltsam, erst jetzt bemerken diese Schlafmichel, das Merkel Deutschland längst in eine Planwirtschaft verwandelt hat. Es gibt tausende Einschränkungen für Unternehmer, Planungssicherheit ist nicht mehr vorhanden. Aus dem Grund wandern auch immer mehr Firmen ins Ausland ab. Die Bundesregierung handelt nicht im deutschen Interesse, sondern hat dieses Land durch ihre desaströse Klima-, Migrations- und Europolitik an die Wand gefahren.

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