Moskau warnt Washington vor einem Regime Change in Venezuela und schickt einen hochrangigen General samt Truppen dort hin. Auch Hilfslieferungen wurden gebracht.

Von Marco Maier

Kürzlich erst, während eines hochrangigen Treffens in Rom, warnte Moskau Washington, dass man keine amerikanische Militärintervention zum Sturz der venezolanischen Regierung tolerieren werde. Damit zog der Kreml eine rote Linie, die das Weiße Haus nicht überschreiten sollte.

Nach dem Treffen in Rom sagte der stellvertretende russische Außenminister Sergej Ryabkov unverblümt: „Wir gehen davon aus, dass Washington unsere Prioritäten, unser Vorgehen und unsere Warnungen ernsthaft behandelt.“ Eine dieser Warnungen von Ryabkov ist so verstanden worden, dass keine amerikanische militärische Intervention in Venezuela von Moskau toleriert wird.

Der US-Sondergesante für Venezuela, Elliot Abrams, hörte sich so an, als sei er nach einem strengen Verweis aus der Sitzung aufgetaucht. „Nein, wir sind nicht zu einer Übereinkunft gekommen, aber ich denke, die Gespräche waren insofern positiv, als sich beide Seiten mit einem besseren Verständnis der Ansichten der anderen entwickelten“, sagte er den Reportern. „Ein besseres Verständnis der Ansichten der anderen“ bedeutet, dass die amerikanische Seite eine rote Linie bekommen hat.

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Und was geschah daraufhin? Laut dem venezolanischen Journalisten Javier I. Mayorca, traf Generaloberst Vasily Tonkoschkurow, Chef des Hauptstabes der Bodentruppen – Erster stellvertretender Oberbefehlshaber der russischen Bodentruppen, mit an Bord einer Iljuschin IL-62 in Venezuela ein. Doch er kam nicht alleine. Mit ihm kamen 99 Soldaten mit der Antonow AN-124 an, zusammen mit 35 Tonnen an Hilfsgütern für das strauchelnde Land.

Ist das der Auftakt zur Stationierung einer größeren Anzahl russischer Truppen in Venezuela, die eine militärische Intervention der Amerikaner für einen Regime Change verhindern sollen?

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12 thoughts on “Warnung an Washington: Russische Truppen treffen in Venezuela ein”

  1. Den ewigen Kriegern und Friedenszerstörern USA müssen jetzt endlich Grenzen gesetzt werden !

    Das Vorgehen Russlands ist beispielhaft und erforderte eigentlich auch die Unterstützung ganz Europas, die sich ja FREIE WELT und DEMOKRATIEN nennen.

    Unser US-Hegemon muss nun endlich Spüren, dass es so nicht weiter gehen kann und alle NATO Staaten müssen sofort aus diesem AGGRESSIONS-BÜNDNIS aussteigen !

  2. SEHR GUT! …Der erste Schritt für die Unterstützung Venezuelas ist gemacht.

    Die russischen Militärs werden sich an die Seite der Venezuelanischen Militärs stellen und deren Rücken stärken.

    Damit wird den Gegnern Maduros der Teppich unter den Füssen entzogen.

    Gut so. Die USA müssen grundsätzlich, aus dem Land geworfen werden in dem sie nur eigene Interressen (ÖL) vertreten…..Erst danach wird es Ruhe geben !!

  3. Und jetzt, ganz wie in Syrien“ darauf hinweisen das besser keine Angehörigen der russischen Militärs bei irgendwelchen Angriffen getötet werden sollten.

    Wenn doch, dann den Angreifer schonungslos in’s Visier nehmen!

  4. Jahrzehnte lang haben die USA unserer Welt ihre Politik aufgezwungen.

    Mal durch geheimdienstliche Subversionen, ein anderes Mal durch militärische Aggression. Zurück blieb dabei immer ein kaputtes, unterworfenes und von den USA indoktriniertes Land.

    Mit der Rückkehr Russlands, und der Erstarkung Chinas, sind jetzt zwei starke Global-Player auf der Weltbühne erschienen, die bereit und in der Lage sind, den „gefräßigen“ USA ihre Beute aus dem Rachen zu reißen.

    Wer sich die weltweiten, anmaßenden, hegemonialen Aktivitäten der US-Amerikaner in den zurück liegenden Jahrzehnten anschaut, der kann schon ahnen, worauf diese Entwicklung hinaus laufen wird.

    Der Weltfrieden war für die USA noch nie ein Wert !!

  5. Was für eine Blamage für all jene Staaten, die der amerikanischen Marionette Gaudio bereits als neuen Präsidenten huldigten!

    Ein Skandal pur, reisst der Vorgang doch allen, die voreilig darauf einschossen und Maduro, bzw. die Welt vor vollendete Tatsachen stellen wollten, mit die Maske runter.
    Die Deutschen Politischen Oberdeppen wiedereinmal aufs falsche Pferd gesetzt.
    Diese Schmach sitzt wie die Faust aufs Auge.

    Die Rollf des Buhmannes wird ihnen damit ein weiteres x auf den Leib geschneidert, aber diesmal liegt es rein an ihnen selbst.

  6. Dieser Kommentar ist absolut richtig.
    Wenn unsere Politiker etwas mehr Grips hätten, wir haben die besten voraussetzungen, friedlich Konflikten zu begegnen.

    Und wir brauchen die USA so dringend wie einen Pickel am Allerwertesten.

    Wir haben alles in Europa, wir haben zuverlässige Partner bis hin nach Japan.

    Alleine die neue Seidenstrasse könnte Westeuropa einen ungeahnten Aufschwung bringen.

    Dies ist wohl, wegen Russland, nicht gewollt.

  7. Es ist Zeit diese Sozialisten zu entfernen, die bringen nur Unterdrückung, Freiheitsberaubung und Elend. Am besten 2 Flugzeugträger hinstellen und alles was oben durchfliegt nicht mehr durchlassen.

  8. Am interessantesten finde ich die Kommentare. Entweder wünscht man den USA die Pest an den Hals oder man verurteilt das korrupte Regime Venezuelas. Scheinbar kann der Mensch nur dual denken und ist nicht in der Lage sich an die Außenlinie zu stellen, um sich einem Sachverhalt analytisch zu widmen.

    Mal von der Außenlinie in Kürze: Das korrupte sozialistische Regime beweist wieder einmal, dass es auch ohne fremde Eingriffe mit einer fehlgeleiteten Ideologie zum Scheitern verurteilt ist. In der Endphase der sozialistischen Entwicklung (hier ab ca. 2005) hin zum Untergang, tanzen in der Natur die Geier um das verendende Tier; bei uns Menschen ist es variantenreicher. Es sind die hegemonialen Mächte, die nicht nur aus einem Kürzel USA bestehen, sondern längst von internationalen NGO´s und vagabundierendem Großkapital abgelöst wurden, die sich der Politik bedienen.

    Die Chinesen sprechen von WinWin Situationen mit Investitionen in Fremdstaaten, stehlen in der Realität aber ganze Staaten. Die Russen haben immer nur dort Interesse sich zu engagieren, wo ihr kopflastiges Wirtschaftsmodell (Energie) in Gefahr gerät. NGO´s und Großkapital lassen die Arbeit zur Eroberung von Werten mit denen die Macht verbunden ist, von dummen Politikern erledigen, ohne je eine Waffe in die Hand genommen zu haben. Wo kommt wohl die Idee her, dass der Hehler schlimmer ist als der „Stehler“?

    Das ist die Welt, die für Dumme stets in Gut und Böse aufgeteilt wird; je nach Bedarf!

    1. Leider haben Sie mit Verlaub, von Politik überhaupt keine Ahnung. Die USA besitzen durch den US-Dollar ein Erpressungspotential ohne Gleichen. Jedes Land, welches keine eigene stabile, durch Gold gedeckte Währung besitzt und auf den Handel über den Dollar angewiesen ist, hat somit keine Chance sich ohne Weiteres gegen dieses verbrecherische US-Außenpolitik zu währen. Einzig Russland, welches mittlerweile seine Goldreserven auf ein Vielfaches gegenüber noch 2014 aufgehäuft hat um sich somit mit China, dem Iran, der Türkei und auch Indien zusammen vom Petro-Dollar zu befreien und auch allein das militärische Potential besitzt sich einem us-amerikanischen militärischen Angriff zu erwähren, kann den USA mal so richtig in den Hintern treten.
      China wird abwarten und wird keine militärischen Scharmützel mit den USA provozieren. Das Leiden in Venezuela ist Ergebnis der über Jahre, seit Chaves damals 1999 gewählt wurde, verdeckten und offenen verbrecherischen Aktionen der USA, die mit Ölpreismanipulationen, Sanktionen und dem Einverleiben der venezolanischen Goldreserven und der Unterbindung der Teilnahme am Kapitalmarkt der venezolanischen Regierung das Genick brechen wollen.

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