Sahra Wagenknecht. Bild: Flickr / Thomas Rodenbücher CC BY 2.0

Der Rückzug von Sahra Wagenknecht aus der Führungsebene der Linkspartei könnte zu einer Öffnung der Partei in Richtung Rot-Rot-Grün auf Bundesebene führen. Doch bei den derzeitigen Umfrageergebnissen bleibt dies nur eine theoretische Möglichkeit.

Von Michael Steiner

Sahra Wagenknecht hat angekündigt, sich vom Vorsitz der Linken-Bundestagsfraktion zurückzuziehen. Angesichts dessen, dass sie bislang als strikte Gegnerin einer Regierungsbeteiligung der Linken mit SPD und Grünen galt, dürfte die „Kipping-Fraktion“ innerhalb der Linkspartei nun Oberhand gewinnen und auf solch ein Bündnis hinarbeiten.

Zwar sieht es in den Umfragen (wo alle drei Parteien zusammen nur knapp über 40 Prozent der Stimmen erhalten) derzeit nicht so aus, als ob Rot-Rot-Grün sich in absehbarer Zeit überhaupt ausgehen würde, doch alleine schon die Option dazu wäre ein wichtiges Signal an die Wähler. Dies sieht auch der frühere Vorsitzende der Grünen-Bundestragsfraktion, Jürgen Trittin so.

„Sahra Wagenknecht hat die Linkspartei jahrelang geprägt“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Ihr Rückzug und ihre Begründung nötigen mir Respekt ab. Ich wünsche ihr viel Kraft und Gesundheit.“ Trittin fügte hinzu: „Vielleicht erwächst aus ihrem Rückzug die Chance, verhärtete Blockaden innerhalb der Linkspartei zu überwinden. Die Linke könnte endlich die strategische Frage einer Regierungsbeteiligung im Bund klären.“

Bisher habe es in der Linksfraktion keine tragfähige Mehrheit für eine Regierungsbeteiligung gegeben. Würde sich dies ändern, wäre es „ein Fortschritt“, so der Grünen-Politiker weiter.

Kritiker befürchten allerdings eine „Sozialdemokratisierung“ der Linken, sollte sie in solch eine Koalition eintreten. Denn damit würde auch die Aufgabe elementarer politischer Standpunkte einhergehen, die auf dem Koalitionsaltar geopfert werden müssten. Da stellt sich die Frage, ob dies nicht zu einer Parteispaltung führen würde.

3 KOMMENTARE

  1. Gescheitert an der Realität.
    Warum braucht so ein Mensch sooo unendlich lange um Einsicht zu erlangen?
    Begriffstutzig, dass sich der Gesamtüberblick nur mehr mit großer Überwindung ertragen läßt.!!

    Redt mir keiner mehr von den Deutschen der Dichter und Denker.
    Die Begriffstutzigkeit in die Breite hat längst alles, was mit diesem Ruf in Verbindung steht, niedergewalzt.

    • Das mit den Dichtern und Denkern ist so eine Sache, denn die waren damals so elitär wie heute und das gemeine Volk genauso dämlich wie heute und deswegen hat sich im Prinzip nicht viel verändert, die selbsternannten Eliten sind vergleichbar mit dem unausgesprochenen Kastendenken, nur die Inder stehen dazu und wir lügen uns die Hucke voll und glauben immer noch einem gewissen Stand anzugehören, der aber ist völlig wirkungslos, solange man sich in Abhängigkeit befindet und nur viel Geld und Macht schafft Freiheit, alles andere ist erstunken und erlogen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here