Zwei F-15E "Eagle Strike". U.S. Air Force Photo by Major Gary
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Ein „Friendly Fire“-Vorfall belastet derzeit die Beziehungen zwischen den USA und Afghanistan. US-Bomber zerstörten einen afghanischen Militärposten und töteten bzw. verwundeten dabei zwei Dutzend afghanische Soldaten.

Von Marco Maier

In der von Stämmen dominierten ländlichen Provinz Uruzgan im südlichen Zentra-Afghanistan leistete sich die US-Luftwaffe einen großen Fehler. Ein gemeinsamer Konvoi von US-Truppen zusammen mit afghanischen Special Forces geriet durch eine andere Einheit afghanischer Bodentruppen unter Friendly Fire.

Der Vorfall wird derzeit untersucht, aber der US-Missionssprecher Bob Purtiman schien am Donnerstag die US-Aktionen zu entschuldigen: „Wir operieren in einer komplexen Umgebung, in der feindliche Kämpfer keine Uniformen tragen und mit gestohlenen Militärfahrzeugen die Regierungstruppen angreifen“, sagte er.

Amerikanische Streitkräfte weisen darauf hin, dass sie von einem Unbekannten angegriffen wurden. US-Flugzeuge, die über ihnen flogen, zerstörten dann den afghanischen Armeeposten (vom Pentagon als „Kontrollpunkt“ bezeichnet), der mindestens sechs Soldaten tötete und neun weitere in der kleinen Basis verwundete, die insgesamt 17 afghanische Soldaten beherbergte. Die US-amerikanische Seite meldete keine Todesfälle oder Verletzungen, obwohl das Pentagon solche Informationen wahrscheinlich nicht veröffentlichen würde, bis eine vollständige Untersuchung abgeschlossen ist.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte den Vorfall am Mittwoch, den er als „Beispiel für den Nebel des Krieges“ bezeichnete. Pentagon-Sprecher Sgt. First Class Debra Richardson sagte gegenüber der New York Times: „Die USA führten einen Präzisions-Luftangriff auf Personen durch, die auf eine US-afghanische Truppe geschossen hatten.“

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