Bild: Flickr.com/JouWatch CC BY-SA 2.0

Eine Überprüfung des Bundesrechnungshofs zeigt, dass die Bundesagentur für Arbeit extrem schlampig arbeitet und die Arbeitslosigkeit eigentlich deutlich höher ist als angegeben.

Von Michael Steiner

Der Bundesrechnungshof wirft den Jobcentern der Bundesagentur für Arbeit (BA) massive Schlampereien bei der Erstellung der offiziellen Arbeitslosigkeitsstatistik vor. In einem 24 Seiten umfassenden Bericht wird massive Kritik an der Erfassung der Arbeitslosen geübt.

So seien bundesweit die Akten von rund 290.000 Langzeitarbeitslosen betroffen und alleine dadurch werden 115.000 Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht erfasst. So würden viele Akten falsch geführt, weil sich die Jobcenter nicht ausreichend um Hartz-IV-Empfänger kümmern. Wörtlich heißt es in der Einschätzung des Rechnungshofs: „Die Betreuung durch die Jobcenter war häufig mehrere Monate unterbrochen.“ Außerdem gebe es unverbindliche Regelungen und eine fehlende Fachaufsicht.

Laut der „Bild am Sonntag“ will die BA die Jobcenter künftig dazu verpflichten, IT-Systeme zu nutzen und so unplausible Fälle finden, weshalb man nun eine Weisung in Arbeit habe. Auch wolle man die Mitarbeiter in den Jobcentern und Arbeitsagenturen besser schulen, damit sie die Statistikdaten genauer erfassen können.

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Doch was ist, wenn hinter den Statistik-Schlampereien sogar ein System steht, um „schönere“ Arbeitslosenstatistiken zu produzieren? Immerhin freut sich die Bundesregierung ja darüber, wenn die offiziellen Arbeitslosenzahlen niedrig sind und man sich damit medial brüsten kann.

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4 KOMMENTARE

  1. „Doch was ist, wenn hinter den Statistik-Schlampereien sogar ein System steht…………..?“ – Eine Frage?????

    Mit Sicherheit steht dahinter ein System – das BRD-System . In diesem Land, in dem wir gut und gerne leben oder in der Version div. Neuankömmlinge – In einem Land, von dem wir gut und gerne leben – gehört die Täuschung der Öffentlichkeit zur bewährten Methode, zur Strategie.

  2. Jetzt müßte man nur noch wissen, wie hoch die tatsächliche Abweichung zu den angegebenen Zahlen von ca. 2,5 Mill. ist, ob Absicht dahinter steckt, Unfähigkeit oder schlechte Organisation und wenn schon, dann müßte der Bundesrechnungshof auch Daten haben, denn anders kann man ja keine Abweichungen feststellen und das alles ist doch vorsichtig ausgedrückt sehr merkwürdig und ist im Prinzip keine befriedende Antwort, es setzt eher noch mehr Fragezeichen, ob absichtlich oder aus der Unfähigkeit heraus, das ist eine andere Frage, denn jeder Gemeldete erhält ja auch seine monatlichen Zahlungen und danach könnte man doch erroieren, wer welcher Gruppe zugeteilt ist oder noch wird, ansonsten haben sie finanztechnisch auch alles im Griff, warum klappt es denn in dieser Frage nicht so richtig.

  3. Wann endet das Regen-Geld für Politik?
    Industrie ist stark, es gibt Geld ohne menge-Begrenzung in Deutschland. deswegen können sich die Politikern alles leisten, 2 Millionen Asylanten-Familien wurden gebracht und unterstützt.
    Geld flieset überall, in Syrien mit Milliarden für 2medizinische Hilfe“ für Rebellen.
    In Venezuela, jetzt für „hungernde“ Volk…
    Und Jährlich können 200.000 Asylanten und später nach 1-2 Jahren Ihren Familien versorgt….

    Kein Land der Welt kann sich so etwas leisten………. nur wenn viel Armut und kaum Arbeitsplatzte wie in Frankreich…nur dann kann es etwas besser gehen…

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