Screenshot aus dem Promovideo für das Lied "Deutschland" von Rammstein. Bild: Youtube

Ein paar Sekunden in einem Werbevideo für ein neues Lied von Rammstein reichten aus, um mit massiver Kritik wegen „Instrumentalisierung und Verharmlosung des Holocaust“ überschüttet zu werden.

Von Michael Steiner

Das nur wenige Sekunden dauernde Promovideo für das neue Lied der Metalband „Rammstein“ mit dem Titel „Deutschland“ sorgt für Aufregung. Grund dafür ist der Umstand, dass sich die Band dort angeblich als zum Tode durch den Strang verurteilte KZ-Häftlinge präsentiere.

Insbesondere die jüdischen Verbände und Politiker üben scharfe Kritik, wie die „Bild“ berichtet. „Mit diesem Video hat die Band eine Grenze überschritten“, sagte Charlotte Knobloch, Ex-Präsidentin des Zentralrats der Juden, dem Springer-Blatt. Die „Instrumentalisierung und Verharmlosung des Holocaust“, die sich in den Bildern zeigten, seien unverantwortlich.

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„Mit diesem Video hat die Band eine Grenze überschritten. Wie Rammstein hier das Leid und die Ermordung von Millionen zu Entertainmentzwecken missbraucht, ist frivol und abstoßend“, so Knobloch weiter. „Die Inszenierung der Musiker von Rammstein als todgeweihte KZ-Häftlinge stellt die Überschreitung einer roten Linie dar. Sollte dies nur der Verkaufsförderung des neuen Albums dienen, halte ich dies für eine geschmacklose Ausnutzung der Kunstfreiheit“, sagte Felix Klein, Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung.

Auch andere Politiker empören sich. Die FDP-Menschenrechtsbeauftragte Gyde Jensen erklärte: „Kunstfreiheit ist ein hohes Gut in unserer Gesellschaft. Aber diese Werbung finde ich persönlich geschmacklos.“ Auch Karin Prien, Bildungsministerin in Schleswig-Holstein und Sprecherin des Jüdischen Forums in der CDU, zeigte sich entsetzt: „Es ist eine widerliche Geschmacklosigkeit, die offensichtlich nur dazu dienen soll, Klicks zu erzeugen.“ FDP-Außenexperte Alexander Graf Lambsdorff stellte klar: „Die Shoa ist als Werbung nicht geeignet. Egal für was.“

Doch offenbar macht sich niemand die Mühe, auf die Veröffentlichung des Liedes zu warten und dann die im Promoclip zu sehenden Bilder auch entsprechend in den Kontext zu setzen. Hauptsache man übt sich in Vorverurteilung.

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14 KOMMENTARE

  1. Der, der es alle Recht macht, muß erst geboren werden.
    In der Zwischenzeit schnitzt euch eine Holzfigur und begnügt euch damit.

  2. Seltsam wenn linksverdrehte „Künstler“ Hasstexte verbreiten ist es „künstlerische Freiheit“ Wenn Rammstein keinen Hasstext verwendet und auf den Schuldkult hinweist ist es ein „Holocaust Eklat“!
    Kunst sollte Kunst bleiben, selbst dann wenn unser Barney Geröllheimer im Präsidenpalais, keine wohlwollenden Worte dazu hat!

  3. Aber Hallo …GESCHICHTE! Wurden in den deutschen (gab und gibt ja in verschiedenen Ländern ähnliche Gefangenenlager) Konzentrationslagern ausschliesslich Juden inhaftiert? Gab es da nicht auch noch Homosexuelle, Gewerkschafter, Sozialisten / Kommunisten und sonstige Andersdenkende? Vielleicht sollte Frau Knobloch ab und an eines dieser Lager-Museen besuchen, um ihre Geschichtskenntnisse aufzufrischen?! Und ausserdem: Wer hat den Krieg und die Vernichtung der deutschen bzw. europäischen Juden und die medizinischen Experimente letztlich finanziert bzw. die Finanzierung beauftragt? War es die Deutsche Bank oder deren übergeordnete «Finanzbehörde», welche sich in erster Linie aus Schweizer und Londoner …. Grossfinanziers zusammensetzt?

  4. Wer im Bett nichts taugt, bringt’s sein Mundwerk zu politischen Themen erst recht nicht auf die Reihe.
    Beweis?
    Wenn Frauen Männer nicht mehr betören, dann flüchten sie sich in die Tugend.

  5. Mit solch einen Thema Werbung für ein Musikvideo zu machen, ist mehr als ein Griff ins Klo, denn damit löst man doch nur bei den „Guten“ eine Betroffenheitsorgie aus.

    Der Name der Band löst bei mir nur den Hinweis darauf aus, dass von der US Militärbasis in Rammstein heute der Massenmord mit Drohnen an tausenden Frauen und Kindern ausgeübt wird, und das wieder von deutschen Boden. – Darüber sollte man betroffen sein!

  6. niedlich wenn sich rechtsbraune auf einmal wieder stark machen für rammstein… war die band doch lange als antideutsch gebranntmarkt. die stehen auch heute nicht auf eurer seite, jungs…

  7. Macht sich irgendwer des Vorwurfs des „Antisemitismus“ oder gar der „Verharmlosung von Holocaust“ oder der Opfer der deutschen Konzentrationslager der Zeit von 1933 -45 verdächtig, ist das reflexartige Aufheulen dieser Dame garantiert. Selbst da sie bereits vor einem Landgericht im Rechtsstreit um einen von ihr gemachten „Antisemitismus“_Vorwurf unterlegen war, sie hatte einen israelischen Juden ( ! ) für seine „antisemitischen Äußerungen regelrecht berüchtigt“ genannt, glänzt sie in der Öffentlichkeit immer wieder aufs Neue und erhebt ihren anklagende Stimme.

    Wenn man weiß, dass ihr Sohn für das Risikomanagement der HypoRealEstate zuständig war, auch bei der Commerzbank nicht unwesentlich an den horrenden Verlusten beteiligt war, die ein mehrfaches des Börsenwertes der Bank bedeuteten und letztlich seine Rolle bei der untergegangenen IKB bedenkt, möchte man meinen, die werte Frau hat nicht immer die Zeit genutzt, Moral an der richtigen Stelle einzufordern.

  8. Nach anschauen des Film konnte nicht erkannt werden, ob das politische Häftlinge, russische Gefangene oder sonstige Häftlinge waren. Mit Sicherheit konnte man nicht erkennen, ob es jüdische Häftlinge waren. Aber da ja nach Meinung der Gutmenschen nur jüdisch gläubige Menschen in den Kzs saßen, muss entsprechend nun die Wolfsmeute heulen. Hierbei ist gar nicht die Frage geklärt, welche Qualität die Musik dieser Gruppe tatsächlich hat.

  9. Ja hätten sie doch lieber Szenen im den Rheinwiesenlagern oder vom brennenden Dresden gedreht;Dann wūrden die links-grūnen und der Zentralrat sich vor freude ūberschlagen.

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