Bild: Flickr / DVIDSHUB CC-BY 2.0

Die in Deutschland, Japan & Co stationierten Truppen werden künftig deutlich teurer. Trump will die Alliierten für den militärischen „US-Schutz“ stärker zur Kasse bitten und bietet Rabatte für besonders „folgsame“ Vasallen an.

Von Marco Maier

Präsident Trump hat seiner Regierung befohlen, förmliche Forderungen an Deutschland, Japan und alle anderen Länder zu richten, in denen amerikanische Truppen stationiert sind, um den vollen Preis der auf ihrem Boden stationierten US-Soldaten zu zahlen, zusammen mit einer Prämie von 50 Prozent für das Privileg, sie zu beherbergen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf ein Dutzend Verwaltungsbeamte und Personen, die über die Angelegenheit informiert wurden.

„In einigen Fällen könnten Nationen die amerikanische Truppen beherbergen dazu aufgefordert werden, fünf bis sechs Mal so viel zu bezahlen als sie es unter der jetzigen ‚Kosten plus 50‘-Formel tun müssen“, erklärt Bloomberg. Denn Trump hat sich schon früher immer wieder darüber beklagt, dass das Pentagon für das US-Imperium zu viel Geld aufwenden muss. Stattdessen sollen die „Alliierten“ (die eher mehr besetzte Vasallen sind) mehr Geld für die US-Truppen ausgeben.

„Das Team des Präsidenten sieht den Schritt als eine Möglichkeit, die NATO-Partner dazu zu bewegen, die Verteidigungsausgaben schneller zu erhöhen – ein Problem, das Trump seit seinem Amtsantritt mit den Verbündeten beschäftigt hat. Während Trump behauptet, sein Druck habe zu Milliardenbeträgen bei den Verteidigungsausgaben der Alliierten geführt, ist er über das, was er als langsames Tempo des Anstiegs ansieht, verärgert“, so Bloomberg weiter. „Wohlhabende, wohlhabende Länder, die wir schützen, stehen alle unter einer Abmahnung“, sagte Trump in einer Rede am 17. Januar im Pentagon. „Wir können nicht die Narren für andere sein.“

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Im Verteidigungs- und Außenministerium sieht man Trumps Pläne mit Skepsis. Man befürchtet, dass sich wichtige Alliierte verabschieden und einige Länder die USA dazu auffordern könnten, ihre Truppen abzuziehen. Allerdings möchte man auch ein „Bonusprogramm“ anbieten: Wer seine Politik eng an jene der USA anpasst, soll Rabatte erhalten und weniger zahlen müssen. Eine massive Erpressungspolitik, die von den Transatlantikern in Europa sicher zum Anlass für eine stärkere Anbindung an Washington genommen wird.

Es zeigt sich hierbei wieder einmal, dass Washington seine „Alliierten“ prinzipiell als Vasallen sieht, die sich dem „amerikanischen Exzeptionalismus“ bedingungslos unterzuordnen haben. Doch wie lange wird Washington dieses Spiel noch spielen können?

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9 KOMMENTARE

  1. Interessant wäre zu erfahren, was ist wenn die betroffenen Länder nichts mehr zahlen? Komplett nichts mehr!!!! Ich glaube kaum das USA sich komplett aus Japan, Pakistan, Naher Osten, Europa/ Osteuropa zurückziehen werden. Ihre Einkesselungsstrategie gegnüber Russland/China würde auf dem Spiel stehen. USA droht mit Sanktionen. Ja und? Was ist wenn sich die restliche Welt gegen USA wendet? Alle USA Firmen raus aus den Ländern, kein Handel mit den USA mehr, wenn sich alle an diese Sanktionen halten würden, wäre die Welt schon viel friedlicher. Aber leider gibt es noch immer viel zu viele Schmarotzer Politiker welche auf den Lohnzettel von Washington stehen und stehen werden.

  2. Hier zeigt sich mal wieder wie das Imperium (USA) mit seinen Vasallen umspringt.

    Vermutlich werden unsere arschkriechenden US-VASALLEN-POLITIKER sich noch freuen, während man andererseits einen WIRKLICHEN PARTNER in Russland haben könnte !

    Wenn da nicht jemand der Ekel und die Verdrossenheit an den Systemparteien sauer im Hals aufsteigt, muss schon sehr resistent oder blöde sein.

  3. Ich freue mich auf den Niedergang des Imperiums USA und auch den Niedergang all ihrer Vasallen.

    Das wird ein großer Kampf werden, aber der Kampf ist für die ganze Welt notwendig.

    Erst nach diesem Niedergang kann wieder Frieden einziehen und eine auch von den USA “ UNABHÄNGIGE “ Weltbehörde installiert werden, in dem alle Länder dieser Welt stimmberechtigt sind.

    EINE WELTREGIERUNG BRAUCHEN WIR NICHT !

  4. Deutschland: Amerikaner so unbeliebt wie noch nie

    SCHWEIZER MORGENPOST

    85 Prozent der Deutschen sehen die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten als negativ an.

    Nahezu 85 Prozent der Deutschen haben eine negative oder sehr negative Einstellung zu den deutsch-amerikanischen Beziehungen, wie eine neue Umfrage am Freitag zeigte.

    Nur 1,9 Prozent aller Befragten sehen Russland als Problem.

  5. „Wer seine Politik eng an jene der USA anpaßt, soll Rabatte bekommen………..“ – Ich lach mich schlapp.

    Seit Aufkündigung des Bretton-Woods-Abkommens 1971 hat die BRD (als Ex-Exportweltmeister) gewaltige Außenhandels-Überschüsse erzielt, bekommt weder das bis dahin erwirtschaftete und als Währungsreserve angelegte Gold (ca. 3400 To.) zu sehen, geschweige denn zurück, noch wird den Außenhandelsüberschüssen seitdem ein „reeller Wert“ gegenüber gestellt.

    Dermaßen geplündert zu werden, jetzt „förmliche“ Forderungen gestellt zu bekommen, einen solchen Zustand möchte ich unerträglich nennen und weist eindeutig auf fehlende Souveränität und Vasallentum hin.

  6. die USA (TS) überwirft Staaten, um sie als Vasallen gefügig zu machen und die US-Kosten zu zahlen. SCHUTZ ist nur das Presse-Rubrum, das den Unterdrückten erzählt wird, um still zu halten.
    Die USA sind seit 1850 permanent PLEITE trotz FED. Sie können nicht haushalten, sie können nicht wirtschaften, sie sind zu blöd, um zu begreifen, wie Unternehmen erfolgreich sind– alles läuft nur auf Betrug, Diebstahl, Korruption und Ausbeutung hinaus. Trump ist als RETTER des TS angetreten- nun erlebt die Welt, wie Trump der allergrößte Blödel überhaupt ist und wie er immer das gegenteil dessen was er sagt, macht! An seinen Taten wirst Du ihn erkennen. WIR sind gefragt, nicht unsere korrupten Polit-Show-Stars.

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