Der Verteidigungsminister und der Außenminister der Philippinen, sind sich über den Vertrag der gegenseitigen Verteidigung mit Washington nicht wirklich einig.

Von Asia Times

Der Verteidigungsminister der Philippinen, Delfin Lorenzana, sagte am Dienstag, Washington stoße mit größerer Wahrscheinlichkeit in einen bewaffneten Konflikt mit Peking, daher bedürfe es einer Überprüfung des langjährigen beiderseitigen Verteidigungsvertrages.

Lorenzanas Bemerkungen standen im Widerspruch zu der Haltung von Außenminister Teodoro Locsin, der sich dafür einsetzt, dass der Vertrag über die gegenseitige Verteidigung von 1951 intakt bleibt, um abschreckend zu wirken.

„Die Philippinen stehen mit niemandem in Konflikt und werden in Zukunft keinen Krieg führen. Aber die Vereinigten Staaten, mit der zunehmenden und häufigen Durchfahrt ihrer Marineschiffe im West-philippinischen Meer, werden eher in einen bewaffneten Konflikt verwickelt“, sagte Lorenzana, zitierte ihn Rappler.

„In einem solchen Fall und auf der Grundlage des MDT (Mutual Defence Treaty) werden die Philippinen automatisch einbezogen“, sagte er und betonte: „Es ist nicht der Mangel an Sicherheit, der mich beunruhigt. Es ist die Befürchtung in einen Krieg verwickelt zu werden, den wir nicht suchen und nicht wollen. “

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Die Erklärung kommt, nachdem US-Außenminister Mike Pompeo sein Bestes getan hat, um Manila zu versichern, dass die USA bei einem Angriff durch China zu ihrem Verbündeten beistehen würden.

„Jeder bewaffnete Angriff auf philippinische Streitkräfte, Flugzeuge oder öffentliche Schiffe im Südchinesischen Meer löst gegenseitige Verteidigungspflichten gemäß Artikel 4 unseres Vertrags über die gegenseitige Verteidigung aus“, sagte Pompeo während eines Besuchs in Manila letzte Woche. Locsin zitierte Pompeo, als er ihm sagte: „Wir stehen hinter euch“.

Die Kluft in der philippinischen Regierung Präsident Rodrigo Duterte spiegelt die zunehmende Ambivalenz in Manila hinsichtlich seiner Beziehung zu Washington wider.

Duterte hat im Umgang mit dem langjährigen Bündnispartner einen kämpferischen Ansatz verfolgt, wobei er häufig die Vereinigten Staaten in unverblümter Weise kritisierte und gleichzeitig bessere Beziehungen zu China pflegt. Trotz Dutertes neuer Ausrichtung gegenüber China, haben viele Gesetzgeber und Vertreter des Verteidigungsapparates ihre Unterstützung dafür geäußert, dass sie enge Beziehungen zu den USA aufrechterhalten wollen und auch die Absicht haben, mit China Geschäfte zu machen.

Die Philippinen sind in einen Territorialstreit mit China verwickelt, unter anderem in Bezug auf Einrichtungen im Südchinesischen Meer, die Peking mit Marineanlagen verstärkt hat.

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