Orban warnt vor einer „demografischen Flutwelle“ aus Afrika

Premierminister Viktor Orban forderte auf einer Migrationskonferenz, bei der ehemalige hochrangige Politiker referierten, eine rasche Aktion gegen die demografische Flutwelle aus Afrika.

Von Redaktion

In seiner Ansprache an der von Mathias Corvinus Collegium organisierten Migrationskonferenz in Budapest sagte Orban letztes Wochenende: „Wir müssen jetzt handeln. Wenn die politischen Entscheidungsträger in Europa nicht sofort Handlungen setzen, wird es unmöglich sein, das bereits Aufgebrachte später zu stoppen“, berichtet das Portal Freewestmedia.

Der ungarische Premier zitierte UN-Daten, die darauf hindeuten, dass die Bevölkerung Afrikas in 13 Jahren um eine halbe Milliarde Menschen anwachsen und die Kluft zwischen der Lebensqualität in Afrika und Europa sich noch mehr vergrößern werde. „Der Migrationsdruck aus Afrika wird garantiert zunehmen“, sagte er. Orban sagte, dass den Afrikanern eher in ihren Heimatländern als in Europa geholfen werden sollte. Der Migrationsansatz der östlichen und westlichen Teile Europas muss jetzt in Einklang gebracht werden, da dies später unmöglich werden würde, führte Orban aus.

Der ehemalige tschechische Präsident, Vaclav Klaus, sagte, die Massenmigration sei die größte Herausforderung der gegenwärtigen Ära. Es sei wichtig, zwischen individueller Migration und Massenmigration zu unterscheiden. Länder haben eine relativ hohe Aufnahmefähigkeit für einzelne Migranten, aber Massenmigration gefährdet den sozialen Zusammenhalt und führt zu kulturellen, sozialen und politischen Konflikten. Die europäischen Politiker würden das nicht sehen, warnte er.

David Coleman, Professor für Demografie an der University of Oxford, erwarte eine neue Migrationswelle aus Afrika, die mit einer Bevölkerungsexplosion in Verbindung mit dem demographischen Rückgang in Europa einhergehen wird. Coleman sagte, die Massenmigration sei keine Lösung und er beklagte sich über die Vernachlässigung der europäischen Verteidigung. Migration sei nicht die richtige Lösung für eine alternde Gesellschaft, da dies zu einem unkontrollierbaren Bevölkerungswachstum und zu Veränderungen in den ethnischen Verhältnissen führe.

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Jaime Mayor Oreja, ehemaliger spanischer Innenminister und ehemaliger Vizepräsident der EVP, sagte, dass neben der Migrationskrise eine tiefere Krise bestünde. Die Seele, Werte und die Persönlichkeit des Kontinents sei unter den „unzähligen Institutionen“ der EU verloren gegangen. Eine Schwächung der europäischen Ordnung könne auf längere Sicht die Gewaltbedingungen stärken. Die EU-Mitgliedstaaten seien nicht von politischem Extremismus bedroht, sondern sie seien „extremer Ordnungslosigkeit“ ausgesetzt. Ohne Erneuerung werde Europa die Migration nicht wirksam bewältigen können. Deshalb müsse erst richtig verstanden werden, wo es Fehler gemacht hat und wann und warum es seine christlichen Werte verloren hat, fügte Oreja hinzu.

Alexander Downer, der ehemalige australische Außenminister, kritisierte die Migrationspolitik Europas als „katastrophal“ und „entsetzlich“. Er sagte, die falsche Einschätzung der Situation habe die politische Sicherheit untergraben. Die meisten Wähler glauben, dass Migration in einer globalisierten Welt nicht gehandhabt werden könne und deshalb nicht gestoppt werden kann. Downer lehnte die Politik der offenen Grenzen ab. Er ist der Überzeugung, dass Gesellschaften nicht durch Migration verändert werden solle. „Neuankömmlinge sollten sich den örtlichen Gemeinschaften anpassen“, fügte Downer hinzu.

Nicholas Sarkozy, der ehemalige französische Präsident, beschrieb Ungarn als das „Land meines Vaters“, ein mutiges Land mit einer großen Geschichte, „ein durch und durch europäisches Land dank seiner Werte, Kultur und Geschichte und auch eines demokratischen Landes“. In Bezug auf den Wahlsieg von Fidesz in den Jahren 2010, 2014 und 2018 sagte er: „Wenn jemand in einer instabilen Welt dreimal hintereinander die Wahl gewinnt, dann verdienen sie Respekt.“

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7 Kommentare

  1. Mit Vernunft ist der Mensch nicht zur Vernunft zu bringen. – Die ganzen Klogschnacker reden viel um den heißen Brei, aber dass selbst der Dümmste ihn nicht essen will, übergehen sie.
    Mit Bomben, Granten und Raketen wollte die Nordatlantische Terror Organisation der „Dritten“ Welt die Demokratie bringen. Und das ist gewaltig in die Hose gegangen. Skurrilerweise kommen die Geschundenen und Ausgeraubten nun zu uns. Man nennt das Rückzündung oder auch Blowback.

  2. Und wo wollen die meisten Migranten hin ? Natürlich ins Schlaraffenland Deutschland – da wo die meiste Milch und Honig fließt und Strafen es nur für Einheimische gibt……Merkels Gäste kommen immer selbst nach zig Straftaten, mit einem blauen Auge davon.

  3. Oreja hat recht, denn Europa ist nicht durch den Extremismus der Bürger bedroht, sondern dieser ist tatsächlich die Folge extremer Ordnungslosigkeit durch die Politiker und wenn sie das nicht in den Griff bekommen, kann man auf Dauer für nichts mehr garantieren, denn wie heißt es so schön, der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht, und das er beschädigt wird haben die Politiker zu verantworten, die Bürger reagieren nur auf unglückselige Umstände und wer das nicht begreift, wird politisch untergehen, die Länder existieren weiter, wie ist eine andere Sache, aber die Protagonisten werden ihren Fehlentscheidungen in Folge nicht entkommen.

  4. Europa wird nur deshalb von dieserlei Extremismus bedroht,
    weil sich eine flächendeckende Schlaraffenland-Dummheit breit gemacht hat.

    1. „…..weil sich eine flächendeckende Schlaraffenland-Dummheit breit gemacht hat.“

      So einfach ist das nicht. Völker werden seit je her von einer Macht geführt; eine Macht die im Hintergrund agiert, ihre Interessen mittels gekaufter oder erpresster Politschauspieler durchsetzt und über das private Geldsystem verfügt. In der Nachkriegsphase setzten sie auf die Ideologie der Frankfurter Schule (Gleichheit, Gender, Familienzerstörung, ungehemmte Sexualität), aus der sich die Ideen des Neomarxismus entwickelten, nach der alle gleich (nicht gleichberechtigt) sind und der Mensch nicht Teil der Natur, sondern Designer derselben ist. Das Ergebnis sehen wir nun jeden Tag.
      Eine solche konstruierte Gesellschaft leidet an Realitätsverlust, Dekadenz und Teilnamslosigkeit (lass das mal die anderen machen). Wer also nicht mehr Teil des Ganzen ist, der hat den Kompass verloren und irrt fressend nichts wissend umher und hat sich auf das gewollte Gegeneinander als Ablenkung unwissend eingelassen. In der Hoffnung, dass sich die Vollkasko-Mentalität noch eine Weile erhalten lässt. Derweil strebt die Macht mit ihren Mitteln die Bargeld-Abschaffung und eine totalitäre Zentralisierung an und keiner will´s am Ende gewesen sein.

      1. „und keiner will´s am Ende gewesen sein.“

        Genau! Demokratie einfordern und keine Eigenverantwortung tragen.
        Die wird an der Wahlurne blanko abgegeben. So läuft das aber nicht!

        Die Dummheit der 68er auf Deutschem Boden muß man sich nochmal vor Augen führen. Mit Vöglen und jedem in den Arsch hineinkriechen die Probleme lösen.
        Damals begann der Niedergang.

        So wie damals, ab 2. Hälfte 60er Jahre jeder Warner, zum Ewiggestrigen aussortiert, so wird heute jeder, der Einspruch erhebt zum Nazi gestempelt. Die Dummheit hat sich noch gesteigert.
        Weitere Idiotenmerkmale will ich nicht noch mal anführen.
        Selber Schuld!
        Jedes Tier kapiert seine Überlebensregeln, sonst wird es gefressen.
        Beim Menschen ist es nicht anders, nur der Prozess verläuft langsamer.

  5. Oreja trifft ins Schwarze, ich denke, das ist ebenso knapp wie präzise formuliert. Das es zu diesem Zustand „extremer Ordnungslosigkeit“ kommen konnte, liegt am Verrat der politischen Klasse, aber auch an der Ahnungslosigkeit und der Gleichgültigkeit der Bürger.

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