Der Ausbruch des Popocatepetl, aufgenommen via Webcam

Der momentan gefährlichste Vulkan Nordamerikas ist ausgebrochen. Das Leben von mehreren Millionen Menschen ist in Gefahr. Wissenschaftler warnen vor einer gewaltigen Katastrophe.

Von Marco Maier

Der Mt. Popocatepetl nahe Mexico City steht schon seit langer Zeit unter massiver Beobachtung. Könnte es sein, dass wir uns jetzt am Rande des zerstörerischsten Vulkanausbruchs in der modernen Geschichte Nordamerikas befinden? Am Montagabend um genau 21:38 Uhr kam es zu einer massiven Explosion am Vulkan. Der Popocatepetl schickte eine Säule aus Vulkanasche in den Himmel – beinahe 1,5 Kilometer hoch. Aktuelle Bilder sehen Sie in der Livecam.

Die mexikanischen Behörden haben eine „gelbe Alarmmeldung“ herausgegeben, und sie weisen jeden an, sich mindestens 12 Kilometer vom Krater entfernt aufzuhalten. Sie betonen, dass die Bedrohung nicht vorüber ist. Man hat bereits einen Evakuierungsplan für die ganze Region herausgegeben. Und wenn ein viel größerer Ausbruch folgt, könnte die Verwüstung enorm sein. Mexiko-Stadt ist nur 70 Kilometer vom Vulkan Popocatepetl entfernt und ungefähr 25 Millionen Menschen leben im Umkreis von 100 Kilometern um den Krater.

Man kann sich ausrechnen, was bei einer größeren Eruption geschieht. Zumal man nicht vergessen darf, dass der Popocatepetl Teil des Pazifischen Feuerrings ist, der seit einiger Zeit ohnehin wieder so aktiv wie schon sein Ewigkeiten nicht mehr ist. Die Wahrscheinlichkeit eines schlimmeren Ausbruchs ist also durchaus gegeben. Man muss nur an andere Vulkane in der Region denken, die kürzlich erst ausbrachen.

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Wissenschaftler warnen schon vor so einer Katastrophe: „Popocatepetl gilt als der bedrohlichste Vulkan in Nordamerika, was explosive Aktivitäten und Bevölkerungsgefahren anbelangt. Sein aktuelles eruptives Verhalten im niedrigen oder mittleren Maßstab kann relativ schnell zu einem großen, katastrophalen Plinianischen Ausbruch führen, dem größten und heftigsten aller Arten von Vulkanausbrüchen.“

Um sich vorzustellen, was man unter solch einer „Plinianischen Eruption“ versteht, sollte man einen Blick in die Geschichte werfen. Der verheerende Ausbruch des Vesuv im Jahr 79, der unter anderem Pompeii unter einer Lavaschicht bedeckte, gilt als Paradebeispiel dafür. Dieser Ausbruch wurde von Plinius dem Jüngeren beschrieben. Plinianische Eruptionen sind durch Kolonnen von vulkanischen Trümmern und heißen Gasen gekennzeichnet, die hoch in die Stratosphäre, die zweite Schicht der Erdatmosphäre, ausgestoßen werden. Die Hauptmerkmale sind der Ausstoß großer Bimssteinmenge und sehr starke kontinuierliche Gasausbrüche.

In der Sprache der Azteken bedeutet Popocatepetl so viel wie „Rauchender Berg“. Er verursachte in antiken Zeiten „Tsunamis aus heißem Schlamm“, der ganze aztekische Städte samt deren Pyramiden vergrub. Doch seit vielen Jahrhunderten kam es nicht mehr zu solch desaströsen Eruptionen. Nach einer langen Ruhezeit wurde er ab den 1990er-Jahren wieder aktiv und befindet sich derzeit offenbar in einer sehr aktiven Phase. Für die rund 25 Millionen Menschen in seiner direkten Umgebung könnte ein solcher explosiver Ausbruch, wie es schon früher öfters stattfand, tödlich sein.

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9 KOMMENTARE

  1. Mal ganz davon abgesehen, daß dieser Vulkan in Mittelamerika liegt wird es sich nicht verhindern lassen und gerade Vulkanausbrüche haben in der Erdgeschichte schon die größten Katastrophen herbeigeführt, regional soweit, daß ganze Landstriche unbewohnbar wurden und wie es sich weltweit ausgewirkt hat ist nicht meßbar, denn diese sind in ihrer Chronologie nicht erfaßt und sollte es tatsächlich mal so gewesen sein, daß mehrere auf einmal ausgebrochen sind in den Verwerfungszonen, dann war das schon damals ein Supergau und hat sicherlich viele Menschen ins Jenseits befördert und so etwas kann wiederkommen, wobei die Zeitabstände mit diesen Auswirkungen sehr groß sind und sich nicht innerhalb von ein bis zwei Generationen bewegen und deshalb ist in dieser Frage viel offen und gelegentliche Eruptionen sagen nicht viel aus, sie beweisen uns lediglich, daß sie da sind und mahnen ständig sich nicht allzusehr in ihrer Nähe zu bewegen, aber das scheint viele nicht zu stören, es wird ja immer noch lustig in großen Teilen ihres Einflußbereiches gebaut und gelebt und wer so russisch Roulette spielt, muß sich auch nicht wundern, wenn ihm dann mal ein heißer Stein auf den Kopf fällt.

    • Ich steh drauf wenn Menschen total uninformiert sind und sich dann aufspielen als wären es die grössten ,wie man an Dir sieht seit wann ist Mexico in Mittelamerika? Da fängt es schon mal an .Dann gibt es in Nordamerika 3 Supervulkane das ist einer davon 2 sind im Jello Stone Park und wenn einer Hoch geht reichen die erruptionen aus die 2 anderen die eh seit letztes Jahr schwer am brodeln sind mit Hoch zu jagen hinzu kommt noch das dies über dem Andreasgraben statt findet ,was zur folge haben wird das dieser so Richtig in Schwung kommt und das Betrifft dann nicht nur mehr Nordamerika sonder wird Weltweit zu einer Mordsmässigen Katastrophe führen davon mal abgesehen das so viele Dumme sich über einen natürlichen Klimawandel aufregen den es schon immer gab ist das wirklich eine Katastrophe .Ach übrigens wenn die 3 hoch gehn und der Andreas Graben bricht dann wird der Polsprung beschleunigt der sich übrigens immer schneller fort setzt .Manchmal hilft es nicht den Mainstream zu folgen sondern sich einfach zu Informieren .

  2. Daran kann der Mensch nichts ändern. Aber die Grünen werden zum Ausgleich fordern, ALLE KALORISCHEN Kraftwerke weltweit stillzulegen. Weil die CO2 Werte steigen.
    Dabei verursacht allein die Atmung der Menschheit fast doppelt so viel CO2 Ausstoß, wie derweil durch das Verbrennen von fossilen Treibstoffen frei wird.
    Credo: Den Grünen das Atmen verbieten. Nicht nur wegen „Klimaschutz“!

  3. Die allergrößte Katastrophe auf dem Planeten ist der Mensch selbst in seiner gegenwärtigen Focusierung. Ein Vulkanausbruch mag da als Retter in der Not erscheinen, selbst wenn dabei 99,99% dieser Spezies ausgelöscht würden.
    Rumheulen ist daher keiner Gnade wert.

  4. @ Achim, Mexiko ist NICHT Mittelamerika, es zählt zu Nordamerika, erst recht in der Region dort, wird ganz genau unterschieden.

  5. Willi, du hast Recht und um das ganz genau zu beschreiben. Nur der unterste Zipfel ca. 30-40 km von der Grenze gehören zu Mittelamerika. liebe

  6. Heute gibt es doch sicher technische Möglichkeiten, einen Ausbruch künstlich herbei zu führen.
    perfekt geeignet für eine Bevölkerungsreduktion. Somit kann keiner zur Rechenschaft gezogen werden.
    Die Eliten hocken dann in ihren Bunkern, auf ihren Inseln oder machen Urlaub in Neuseeland und warten ab, bis alles vorbei ist.
    Was übrig bleibt, wird aufgekauft „fürn Apple und ein Ei“.

    • ich weis, das es gewisse pläne zur reduzierung der menschheit gibt, kranke hirne gabs und gibs schon immer, nu aber alles in den verschwörungstops zu werfen, erscheint mir doch sehr fraglich.

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