Jair Bolsonaro. Bild: Janine Moraes / Câmara dos Deputados CC BY 3.0 br
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Bei seinem Antrittsbesuch in den USA stattete Präsident Bolsonaro der CIA einen Besuch ab – bevor er sich mit Donald Trump traf. Ist er deren Mann in Brasilien?

Von Marco Maier

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat bei seinem ersten US-Besuch vor einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Dienstag, die Zentrale der US-amerikanischen Central Intelligence Agency (CIA) in deren Hauptsitz in Langley, Virginia, besucht. Eduardo Bolsonaro, ein brasilianischer Abgeordneter und Sohn des brasilianischen Präsidenten, bestätigte den Besuch am Montag und bezeichnete den Geheimdienst als einen der „angesehensten“ der Welt.

In einem Tweet rühmte er sich damit, zusammen mit seinem Vater und CIA-Offiziellen Gespräche zu führen. Man würde mit Experten und Technikern auf höchstem Niveau über internationale Beziehungen in der Region diskutieren, so Eduardo Bolsonaro.

Die brasilianische Tageszeitung „O Globo“ berichtete, dass Bolonsaro die CIA zusammen mit dem brasilianischen Justizminister Sergio Moro besucht habe. Er erwähnte, dass der Besuch nicht in der öffentlichen Agenda des Präsidenten veröffentlicht worden sei und dass die Presse Bolonsaro nicht begleiten dürfe. Die CIA äußerte sich nicht zu dem Besuch.

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Beobachter glauben, dass der ungewöhnliche Besuch weitere Verschiebungen von Bolsonaro in Richtung Washington signalisiert. Es wird jedoch erwartet, dass der Schritt in Brasilien kontrovers aufgenommen wird. Immerhin gelten viele Brasilianer als US-kritisch und goutierten den Kurs der Vorgängerregierung von Präsidentin Dilma Rousseff, die auch eine gute Zusammenarbeit auf der Süd-Süd-Ebene, sowie mit Russland und China suchte.

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2 KOMMENTARE

  1. Er wäre nicht der erste Regierungschef im (zumindest zeitweiligen) Dienste eines Geheimdienstes. Allerdings ist die Gefahr, einen Politiker zu fördern und damit etwas ganz anderes als gewollt zu erreichen, relativ groß. Man denke nur an die deutsche Unterstützung für Lenin, die britische Unterstützung im 1. Weltkrieg für Mussolini oder die Unterstützung Al Kaidas in den 1980-er Jahren gegen die Sowjetunion. Auf Hitler bekam Geld aus dem Ausland. Die Folgen sind bekannt.

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