Die Gelbwesten in Frankreich dürfen sich darauf einstellen, künftig mit einer deutlich härter agierenden Staatsmacht konfrontiert zu werden. Grund dafür sind auch die jüngsten Plünderungen und Ausschreitungen am Rande der Proteste.

Von Marco Maier

Das Büro des französischen Premierministers teilte mit, Pläne zur weiteren Bekämpfung von „Aufrührern“ vorlegen zu wollen, nachdem es zu gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den „Gelbwesten“ und den französischen Sicherheitskräften kam, sowie zu Plünderungen und Vandalismus. Die Entscheidung wurde nach einer Krisensitzung der Kabinettsminister und des Präsidenten Emmanuel Macron am Samstag getroffen.

Das Büro von Premierminister Edouard Philippe sagte, die jüngsten Gewalttaten zeigten, dass die derzeitigen Sicherheitsvorkehrungen unzureichend seien. Das Büro fügte hinzu, die Sicherheitskräfte sollten sich auf strengere Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt vorbereiten. „Aus diesen Mängeln zieht der Premierminister dem Präsidenten morgen die notwendigen Maßnahmen, um die Haltung der Sicherheitskräfte so anzupassen, dass sie jederzeit entschlossen handeln können“, heißt es in der Erklärung.

Präsident Emmanuel Macron brach seinen Kurzurlaub zum Schifahren ab und kehrte am Samstag zu dem Krisentreffen mit seinen Ministern nach Paris zurück, bei dem er rasche Entscheidungen einforderte, damit dies „nicht noch einmal“ geschehe.

Vandalen hinterließen am Samstag kaum eine Ladenfront oder ein Café ohne zerbrochene Schaufenster und plünderten Luxusgeschäfte, während sie die Pariser Champs Elysees Avenue in Brand steckten, als sie in Paris mit der Bereitschaftspolizei zusammenstießen. Die Polizei schätzte, dass sich 10.000 Menschen dem letzten Protest der Gelben Westen in Paris angeschlossen hätten. Innenminister Christophe Castaner sagte, ein harter Kern von etwa 1.500 Personen habe das Ziel, Probleme und Unruhen zu verursachen.

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Die Bewegung der Gelben Westen trat zuerst im November letzten Jahres auf, um sich gegen jetzt aufgegebene Kraftstoffsteuererhöhungen und die hohen Lebenshaltungskosten zu stellen. Die Proteste entwickelten sich rasch zu einer breiteren Bewegung gegen Macron, seine wirtschaftsfreundlichen Reformen und den Elitismus im Allgemeinen. Nach der gewaltsamen Zunahme der Gewalt bot Macron ein Paket von Zugeständnissen im Wert von mehr als 10 Milliarden Euro an, um die Einkommen der ärmsten Arbeiter und Rentner zu steigern.

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7 thoughts on “Frankreich will härter gegen Gelbwesten vorgehen”

  1. Es ist logisch,
    Nach Attentat am 15.03.2019 wo fast 100 Muslimen erschossen wurden…auch wenn nur 49 bis jetzt verstorben sind.
    Haben die Nafri und Afrikanern in Paris ihren Wut ausgelebt (diese sind mindestens bei Neugeboren mit 70% führend in Paris)……und jetzt sind es die Gelbwesten die bis jetzt sehr ruhig protestiert haben schuld…und keine merkt?

    Menschen können logischen Folgen, es ist nur die Zensur und repressive Macht System die diese ….taube und blinde Politikern…noch am Macht hält.

  2. Macron war bereits vor seiner Wahl am Ende, doch er wurde gewählt, weil die Sozis, Gewerkschaften und Linken in Frankreich ein weiteres Erstarken des FN verhindern wollten.

    Der französische Haushalt lässt keine weiteren Spielereien mehr zu und Macron hatte sich bereits vor der Wahl für ein französisches Modell der deutschen HARTZ IV – Gesetze entschieden. Da protestieren genau jene, die ihn vorher gewählt haben. Nun gelang es wohl nicht so, wie man es sich erhofft hatte, weite Teile der Protestbewegung zu radikalisieren, also werden jetzt ganz offen Provokateure eingesetzt, damit der Staat einen Grund für ein noch radikaleres Vorgehen, flankiert von entsprechenden Gesetzen, hat. Alles läuft auf einen vom Staat gewollten Bürgerkrieg hinaus, um dann völlig offen mit Repressionen zu regieren.

    Gleichzeitig läuft fast ungehindert über Spanien der organisierte „Flüchtlings-Zustrom“, um die Situation zusätzlich anzuheizen.

    Das, was wir derzeitig in Frankreich erleben, ist das Resultat einer langfristigen, komplexen Planung durch das internationale Finanzkapital. Im Kern, also nichts Neues, nur die Nuancierungen differieren leicht.

  3. Härter gegen Gelbwesten vorgehen….. ?
    Wer sind den die Vermummten unter den Gelbwesten….. das sind doch linke ANTIFANTEN …. und nicht das normale Volk ….aber genau das ist ja so gewollt…..

  4. Schattenchef Manip entscheidet eine Wahl……………Bei den Gelbwesten gibt es sicher schon länger einen Gelbwesten-Cocktail. Gibt es sicher einen Grund, den Frieden zu stören. Der einfachste ist der, daß man Angst unter den Menschen verbreiten will und die alles bereit sind, zu akzeptieren, wenn nur die Unruhe beseitigt wird. Wissen die Unruhestifter, also weiter so. Frage ob nicht schon von Beginn an, das beabsichtigt war. Gelbe Weste kann jeder anziehen und Gewalt verbreiten schaffen auch viele, wenn die Knete hoch genug ist. Ist alles eine große Polit-Show wie in vielen anderen Ländern. Unruhe auf der Erde stiften und Menschen dadurch zu etwas zwingen. Immer dieselben Möchtergern-Beherrscher der Erde.

  5. Können wir uns alle sicher sein, daß es regulär demonstrierende Gelbwesten sind, die eigentlich nicht so aussehen, daß sie Läden plündern oder sind es Staatskollaborateure die in Einklang mit der Polizei solche Vorgänge punktuell inniziieren um damit eine Handhabe gegen Demonstranten mit harten Mitteln durchzusetzen, denn es ist schon seltsam, weil es orchestriert aussieht und bis zum Beweis des Gegenteils sollte sich nun mal die Anführer dazu äußern, bevor sie nicht mehr sprechen können, weil sie im Gefängnis sind. Irgendwie scheint da so manches nicht ganz zusammen zu passen und deshalb wäre es sinnvoll sich dazu zu äußern, denn zuzutrauen ist denen vieles, insbesondere dann, wenn Berlin gleich hinter Paris steht, sieht nach Gleichklang aus um bestimmte Ziele zu erreichen, damit solche Renegaten im Kerker verschwinden und Erfahrungen damit haben ja so manche, vielleicht ist das für Napoleon II ganz hilfreich.

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