Pipelineverlegearbeiten - Bild: Sputnik © Axel Schmidt

Deutschland wird versuchen, das von Russland geführte Erdgaspipelineprojekt Nord Stream 2, mithilfe seiner nationalen Souveränität zu regulieren.

Von Tsvetana Paraskova / Oilprice.com

Ein hochrangiger deutscher Energiebeamter sagte am Montag, dass nur der EU-Abschnitt der Pipeline, unter die kürzlich vorgenommenen Änderungen der Gasrichtlinie der Europäischen Union fallen würde.

„Wir möchten diesen Kompromiss direkt umsetzen und sehen keinen Bedarf für ein weiteres Mandat“, zitierte S & P Global Platts den deutschen Staatssekretär im Bundesministerium für Energie, Thomas Bareiss, bei der EU-Energie Ministerrat in Brüssel am Montag.

Deutschland ist der Endpunkt des umstrittenen Nord Stream 2-Pipelineprojekts, das der bestehenden Erdgaspipeline Nord Stream zwischen Russland und Deutschland über die Ostsee folgen wird. Deutschland unterstützt Nord Stream 2 und betrachtet das Projekt als privates Handelsunternehmen, um die steigende Erdgasnachfrage zu decken.

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Mehrere europäische Unternehmen – ENGIE, OMV, Shell sowie die deutschen Uniper und Wintershall – sind Partner des russischen Gasriesen Gazprom im Nord Stream 2-Projekt.

Die Vereinigten Staaten haben sich jedoch seit langem gegen die von Gazprom geführte Nord Stream 2-Gaspipeline ausgesprochen und deuten an, dass sie Sanktionen gegen die am Projekt beteiligten Unternehmen verhängen könnten.

Mehrere EU-Mitgliedstaaten – darunter Polen und Litauen – sehen das neue Pipeline-Projekt auch als Bedrohung für die Energiediversifizierung Europas und als stärkeren Einfluss Russlands auf die europäischen Gaslieferungen.

„Wir sind froh, dass Gaspipelines unter die Souveränität der Mitgliedstaaten fallen, durch deren Hoheitsgebiet oder Meere sie durchfahren werden, und die zuständigen Behörden dieses Mitgliedstaats werden dafür verantwortlich sein“, sagte Bareiss am Montag.

Laut Platts deuten die Äußerungen des deutschen Beamten an, dass Deutschland mit der gesamten Pipeline kein zwischenstaatliches Abkommen mit Russland anstrebe, sondern sich auf die Regulierung des EU-Abschnitts des Projekts konzentriere, welcher 12 Seemeilen von der deutschen Küste entfernt liegt.

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