Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus - Bild: CDU/CSU-Bundestagsfraktion/Michael Wittig

Die CDU scheint sich auf die Zeit nach dem Christentum in Deutschland vorzubereiten. Dazu beigetragen hätte die Noch-Kanzlerpartei seit 2015 schon genug. Brinkhaus prescht vor und offenbart den Deutschen vermutlich seinen intimsten Wunsch – einen muslimischen Kanzler einer deutschen Regierung.

Von Commentarius

Der Fraktionschef Ralph Brinkhaus sieht offenbar die Zeit gekommen, seine Partei verstärkt für Muslime zu öffnen und fantasiert von einem Moslem als deutschen Kanzler. „Wenn er ein guter Politiker ist und er unsere Werte und politischen Ansichten vertritt, kann auch ein Muslim im Jahr 2030 CDU-Kanzler werden“, zitierte ihn die „Bild“.

Schon heute gebe es genug Karrieremöglichkeiten für Nicht-Christen: „In manchen Regionen gehört nur noch ein Bruchteil der Bevölkerung einer Kirche an. Deshalb sind auch Muslime, die unsere Werte teilen – die Würde des Menschen, Eigenverantwortung, Solidarität – und zum Grundgesetz stehen, herzlich eingeladen in der CDU mitzumachen“, so der CDU-Politiker.

Verständlicherweise muss sich auch die CDU um neue Wählerschichten umschauen. Da ist es naheliegend, dass man neben den „MENSCHEN, DIE SCHON LÄNGER HIER LEBEN“ auch bei denen „DIE NEU DAZUGEKOMMEN SIND“ nach Wählern fischt.

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Schockwelle in der Union ausgelöst

Jedenfalls sind sie nicht nur beim politischen Aschermittwoch der CSU, reihenweise kollabiert, quer durch den politischen Kräutergarten meldeten sich unsere Vertreter zu Wort. Veronika Bellmann, CDU-Abgeordnete aus Sachsen, machte ziemlich deutlich, dass sie „keine Muslime in ihrer Partei möchte. Der islamische Glaube sei unvereinbar mit einer Mitgliedschaft in der CDU.“ Das gelte auch für säkulare, nichtpraktizierende Muslime: „Heute geben sie sich säkular und morgen doch wieder streng gläubig.“ Ja, das darf man derzeit noch sagen, ohne Angst vor dem Verfassungsschutz haben zu müssen. Ob das für die Allgemeinheit auch gilt, ist noch nicht ganz raus. Schlimmstenfalls droht eine Klage wegen Volksverhetzung, wenn der Naziparagraph nicht ausreicht.

Der Wunsch nach mehr Muslime in der CDU, ist bei Brinkhaus kein neuer und scheint sogar zur Lebensaufgabe zu werden. Wie die „Bild“ berichtet forderte er in der „FAZ“, dass auch Menschen anderen Glaubens oder Atheisten in der Union willkommen geheißen werden sollen. „Für mich ist nicht entscheidend, welcher Religion ein Mensch angehört, sondern welche Werte er hat. Die CDU ist keine Religionsgemeinschaft – das unterscheidet uns von der katholischen Kirche, in der ich Mitglied bin.“

Da gibt es einen Vincent Kokert, CDU-Chef in Mecklenburg-Vorpommern, den man wohl von einem muslimischen Kanzler erst überzeugen muss. Kokert zu „Bild“: „Beim besten Willen, ich kann nicht glauben, dass Ralph Brinkhaus das gesagt hat – nein, das glaube ich nicht!“

CDU-Bundesvorstand Elisabeth Motschmann bringt es auf den Punkt: „Wir verunsichern unsere Stammwähler mit dieser Diskussion. Angela Merkel und AKK sind erfolgreiche Spitzenfrauen der CDU. Wozu die Debatte über einen muslimischen Mann als Kanzler?“

Ja es könnte sein, dass Herr Brinkmann die Union noch mehr spalten möchte, denn nur das kann man mit solchen Geistesblitzen erreichen. Brinkmann könnte auch im stillen Kämmerlein zu Allah beten und niemand würde das interessieren. Stattdessen muss er seine Neigung zum Islam einer christlichen Zeitung gestehen und die Unionswähler noch mehr verunsichern.

Möglich, aber eher unwahrscheinlich

Diplomatisch gibt sich Alexander Mitsch, Chef der konservativen „Werteunion“ in der CDU: Der Unionsfraktionschef habe mit seinen Äußerungen „eine unglückliche Schlagzeile produziert“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „Es wäre notwendig gewesen, gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass der politische Islam den Werten und Normen unserer europäisch-westlich und christlich geprägten Gesellschaft entgegensteht und deshalb keinen Einfluss in Deutschland gewinnen darf.“

Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach hält einen muslimischen Kanzler mit CDU-Parteibuch zwar für „rein theoretisch denkbar, aber praktisch sehr unwahrscheinlich“. Denn ihm sei nicht bekannt, „dass AKK, Friedrich Merz oder Jens Spahn beabsichtigen, zum Islam überzutreten“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“.

Religionszugehörigkeit nicht entscheidend

Der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir hält die Vorstellung eines muslimischen Kanzlers dagegen für durchaus realistisch. „Entscheidend ist doch, ob jemand die Ärmel hochkrempelt und für unser Land anpackt, solange sie oder er fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht“, sagte Özdemir der Zeitung.

Die Unionsdebatte über einen muslimischen Kanzler ist nach Ansicht von SPD-Vizechef Ralf Stegner „eine komplett idiotische Diskussion“. „Diese ganzen Identitätsdebatten werden nur in der Union geführt und in sonst keiner anderen Partei. Sie haben nichts mit den realen Problemen in Deutschland zu tun“, sagte Stegner der „Saarbrücker Zeitung“

Entscheidend sei nicht, welche Religionszugehörigkeit jemand habe, der die Bundesregierung führe. „Sondern, ob er oder sie in der Lage ist, für die Probleme, die die Menschen haben, vernünftige Lösungen zu bieten“, so Stegner.

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Zentralrat der Muslime warnt vor Empörungswelle

Aus der muslimischen Ecke wird der gute Herr aus der CDU verteidigt: „Herr Brinkhaus spricht eigentlich eine Selbstverständlichkeit an. Jede Person, egal welcher Religion oder auch ohne Religionszugehörigkeit, sollte bei entsprechender Qualifikation jedes Amt in unserem Land bekleiden können“, sagte Aiman Mazyek, der Zentralrat der Muslime, der „Heilbronner Stimme“. „Eine Kanzlerin oder ein Kanzler kann auch keiner Religion angehören.“ Es sei deshalb nicht einmal besonders mutig, was Brinkhaus ausgesprochen habe. Die Debatte halte er aber auch für nicht besonders glücklich, so Mazyek weiter.

„Die Zuspitzung zum jetzigen Zeitpunkt auf das Religiöse kann ich nicht nachvollziehen, und sie ist auch nicht notwendig. Ich warne daher vor einer weiteren Empörungswelle, davon gibt es schon viel zu viele.“ Es gehe hier nicht um eine Frage des Glaubens, sondern darum, ob die Amtsträger „Deutschland und der Demokratie dienen, und zu den gemeinsamen Werten und dem Grundgesetz stehen“, so Mazyek.

Fazit: Im Jahre 2019 kommt man mit so einer Aussage noch nicht so gut an, wie das womöglich 2030 der Fall sein könnte. Ich habe jetzt keine Statistik zur Hand, jedoch braucht man kein großer Wahrsager sein, um zu erahnen, dass der muslimische Bevölkerungsanteil in den nächsten elf Jahren stark wachsen könnte und der christliche Anteil noch stärker zurückgehen werde. Das sollte man realistisch sehen. Aber heute wollen wir so eine politisch-religiöse Debatte sicher nicht. Sie wird uns aber eines Tages nicht erspart bleiben.

Wir müssen nicht über einen muslimischen Kanzler schwadronieren, solange es keinen politischen Anwärter dazu gibt. Auch wenn wir es nicht so richtig wahr haben wollen, möglich ist alles.

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8 KOMMENTARE

  1. Hier werden bereits grüne Prinzipien übernommen und es ist kein Zufall, denn die wissen genau, daß die Zugereisten eine berechenbare Größenordnung für die Zukunft darstellen und das wollen sie auch garnicht mehr ändern, die Konservativen sind bereits abgehakt und die Zukunft gehört dem neuen bunten Deutschland, taucht nur noch die Frage auf, was sie mit dem C in ihrer Partei machen, aber da finden sie auch einen Weg und es wird höchste Zeit sich mit aller Macht gegen die Regierungsparteien und den grünen Marxisten zu stellen, denn die verkaufen uns für ein Linsenmus an internationale Interessen und das ist nicht zufällig, sondern von langer Hand geplant und wir haben sie gewähren lassen, ohne Widerstand, hoffentlich geht das noch gut für all jene, die es anders sehen.

  2. Moslems in einer christlichen Partei ?
    Jedes Mitglied mit Rückrat müsste spätestens jetzt diesen Haufen verlassen, der sich CDU nennt. Mangels Aufschrei in der CSU gilt für diese selbiges erst recht.

    Brinkhaus führt uns vor Augen, das es mit der Personalie Merkel längst nicht getan ist und lässt tief blicken.
    Für jeden anständigen CDU/CSU-Wähler sollte diese Partei spätestens jetzt unwählbar geworden sein.
    Die Europawahl wird es zeigen – abgesehen von den eigenen Mitgliedern und deren mobilisierten Verwandten, Freunde und Bekannten.

    • Hallo,
      wenn man die Kommentaren in online Zeitungen liest, stellt man fest das 87% sind gegen Regierung und seine Politik.
      Viele schreiben: ich kenne keinen in meinen Bekanntschaft die CDU, SPD wählen.
      Auch die älteren Menschen, haben Kinder und Enkelkindern, und sind informiert.
      Warum glaubst du wurde das Fotografieren der Stimme und schicken per Wats-ap verboten?
      Weil die wollen, es nicht zulassen, dass die Menschen ihre Stimmen selber zählen dürfen.

  3. Ich kann die Empörung zwar verstehen und teile sie, aber dieser Gedanke ist nur konsequent. Spätestens seit Sommer 2015, wird unverhohlen der Coudenhov-Calergi-Plan umgesetzt und darin ist ein muslimischer Kanzler, nur ein kleines Mosaik-Steinchen.

  4. Eine muslimische Kanzlerschaft ist das Ende der (a)sozialen Schmarotzertheorie. Falls die Geburtenraten der Zugeschleusten die der Einheimischen übersteigen, ist keiner mehr da, der umsonst für Arschgeigen arbeitet. Auf deutsch heißt es, da ist der Ofen aus.

  5. Jeden Tag wenn ich Nachrichten lese, denke ich, schlimmer geht es eigentlich nimmer – aber die Realtität zeigt – es geht doch…….
    Moslem als Kanzler ????
    Das wäre so, als wenn die USA einen Russe als Nachfolger von Trump erkoren würde…..

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