Die US-Botschaft in Berlin an der Ecke Ebertstraße und Behrenstraße (rechts) in Berlin-Mitte – Bild: Wikimedia Commons / Jörg Zägel CC BY-SA 3.0

Deutschland brauche konkrete Ziele und Zeitrahmen für den Ausbau der militärischen Mobilität. Die USA bekenne sich weiterhin zu Nato und Europa.

Von Redaktion

Vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Debatte in Europa setzen die USA auf mehr Engagement Deutschlands beim Ausbau militärfähiger Infrastruktur. „Deutschland braucht konkrete Ziele und Zeitrahmen für den Ausbau der militärischen Mobilität – auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene. Das gilt auch für Brücken, Straßen und Häfen, die man militärisch nutzen kann“, sagte der US-Generalkonsul in Hamburg, Richard Yoneoka, im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ)“.

Dabei komme der Logistik eine Schlüsselrolle zu. „Im Bündnisfall müssen Truppen und Material zügig nach und innerhalb Europas bewegt werden können“, sagte Yoneoka. Deswegen setzten sich die USA dafür ein, „eine Strategie für die militärische und andere relevante Infrastruktur zu entwickeln“.

In der Vergangenheit hatten Kritiker bemängelt, dass Europas Infrastruktur in weiten Teilen militärischen Ansprüchen nicht genüge. Die EU-Kommission kündigte im vergangenen Jahr an, innerhalb eines Jahrzehnts bis zu 6,5 Milliarden Euro für den Ausbau und die Renovierung von Straßen und Brücken auszugeben.

Anlässlich des Nato-Außenministertreffens bekräftigte US-Generalkonsul Yoneoka in der „NOZ“ die Forderung von US-Präsident Donald Trump, dass die europäischen Verbündeten ihre Verteidigungsbudgets bis 2024 deutlich erhöhen sollen. „Die USA stehen fest an der Seite Europas und garantieren zusammen mit der Nato Europas Sicherheit.

Wir wünschen uns aber, dass Deutschland und andere Nato-Mitglieder ihrem Versprechen nachkommen, bis 2024 zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts in die Verteidigung zu investieren“, sagte Yoneoka: „Abschreckung ist die beste Verteidigung, aber sie muss glaubwürdig sein. Wir brauchen eine starke Nato“.

2 KOMMENTARE

  1. Ich denke, „man“ vergißt seitens der BRD-Geschäftsführung wie auch der US-Administration wiederholt, die einheimische Bevölkerung zu fragen, von wem sie sich bedroht fühlt. Die Mehrheit der Deutschen wünscht beispielsweise keine US-Atombomben auf deutschem Boden, sieht dies als größte Bedrohung an. Nicht genug damit, dass der Steuerzahler hierzulande die Stationierung der US-Truppenteile bezahlen muss, wünscht der Herr Generalkonsul noch den „Ausbau von Infrastruktur.

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