Das Pentagon, US-Verteidigungsministerium. Bild: US-Verteidigungsministerium, public domain

Washington hat 2018 mehr als zehnmal mehr Geld für sein Militär ausgegeben als Russland. Das geht aus einer Studie hervor, die heute auf der Münchner Sicherheitskonferenz vorgestellt wurde. Dennoch wird Russland in München wieder zur Bedrohung erklärt.

Von RT Deutsch

Wie aus dem Jahresbericht des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) hervorgeht, stehen die USA bei den Rüstungsinvestitionen mit Abstand auf Platz eins. Der US-Verteidigungshaushalt soll im vergangenen Jahr bei 643,3 Milliarden US-Dollar (570,4 Milliarden Euro) und damit weit vor aufstrebenden Militärmächten wie China und Saudi-Arabien gelegen haben.

Peking kam laut IISS-Experten auf 168,2 und Riad auf 82,9 Milliarden Dollar (149,1 beziehungsweise 73,5 Milliarden Euro). Mit 63,1 Milliarden Dollar (55,9 Milliarden Euro) belief sich Moskaus Verteidigungshaushalt 2018 auf weniger als ein Zehntel von dem der USA.

Deutschland gab dem Bericht zufolge 45,7 Milliarden Dollar (40,5 Milliarden Euro) für die Rüstung aus. Das Militärbudget der europäischen NATO-Länder beträgt insgesamt 264 Milliarden Dollar (234,1 Milliarden Euro).

Loading...

Man solle die Zahlen allerdings nicht als Argument nehmen, die Verteidigungsausgaben in Europa wieder zu reduzieren, sagte der IISS-Experte François Heisbourg auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Die Russen bekommen viel Schlagkraft aus dem Geld, das sie investieren“, zitieren deutsche Medien Heisbourg. In Europa sei dies nicht unbedingt der Fall.

Zuvor hatte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, die Verteidigungsausgaben Deutschlands in Höhe von 1,5 Prozent des BIP als ungenügend kritisiert. „Russland steht vor der Haustür“, sagte er gegenüber der „Welt am Sonntag“. Man müsse die NATO daher weiter stärken.

In einem Gespräch mit Sputnik wies der Friedensforscher Lühr Henken dieses Argument zurück. „Man unterstellt, dass Russland irgendwelche Pläne ausheckt, um Westeuropa oder das Baltikum oder NATO-Gebiet anzugreifen. Diese Begründung ist falsch und eine Erfindung. Die russische Seite ist im konventionellen Bereich wesentlich schwächer als die NATO“, sagte Henken.

Die NATO habe rund zwei- bis dreimal so viel an konventionellen Kräften zur Verfügung wie Russland, sodass für die russische Seite ein Angriff „Selbstmord“ wäre. „Die Begründung ist eine Lüge“, so der Experte und Friedensaktivist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf RT Deutsch und wurde im Rahmen einer Contentpartnerschaft übernommen.

Bitte unterstützen sie uns!

Wir konnten im Laufe der Zeit viele Leser dauerhaft für uns begeistern. Wenn Sie liebe Leser, uns dauerhaft unterstützen wollen, dann tun sie das am besten mit einer Spende oder mit einem Dauerauftrag mit dem Kennwort "Contra Magazin" auf folgendes Konto: IBAN: DE28 7001 1110 6052 6699 69, BIC: DEKTDE7GXXX, Inhaber: Andreas Keltscha oder per Paypal und Kreditkarte. Wir bedanken uns herzlich!

Loading...

3 KOMMENTARE

  1. Das Land u. die Infrastruktur verfallen an vielen Stellen. Die Bevölkerung wird ausgesaugt für die Kriegsträume der Eliten u. des Militärs. Dafür müssen 60 Millionen zur Suppenküche, haben keine Krankenversicherung. Als weiter so… dem Ende entgegen.

    • Nicht zu vergessen, das die USA die höchste Inhaftierungsquote hat.
      Daran erkennt man, wie ernst es denen damit ist, in der Welt im Namen der „Freiheit“ (seit Ende des 2.Weltkriegs) Millionen unschuldiger Menschen umzubringen.

  2. USA investieren zehnmal mehr Geld in Rüstung als Russland und das ist kein Zufall. Eine antike Vision sagt: „Und [der König des Nordens] wird in sein Land zurückkehren mit einer großen Menge an Haben [1945. Dieses Detail weist darauf hin, dass Hitler die Sowjetunion angreifen und bis zum bitteren Ende kämpfen wird], und sein Herz wird gegen den heiligen Bund sein [feindliche Einstellung gegenüber Christen]. Und er wird handeln [dies bedeutet eine hohe Aktivität in der internationalen Arena] und in sein Land zurückkehren [1991-1993. Zerfall der Sowjetunion und des Warschauer Paktes. Die russischen Truppen kehren zurück in ihr Land]. Zur festgelegten Zeit wird [er] wiederkehren [es bedeutet auch, den Zerfall der Europäischen Union und der NATO. Viele Länder des ehemaligen Ostblocks werden wieder in den russischen Einflussbereich zurückfallen]. Und er wird eindringen in den Süden [wahrscheinlich Georgien]; aber es wird nicht [so] sein wie beim ersten Mal [2008 – Georgien] oder wie letztes Mal [Ukraine], denn die Bewohner der Ufer Kittim [USA. Im Anfang ohne Großbritannien] werden gegen ihn ziehen, und er wird niedergeschlagen und sich zurückziehen“ (Daniel 11:28-30a).

    Diesmal wird es nicht nur nach Namen ein Weltkrieg sein. Das „große Schwert“ wird auch verwendet werden (Offenbarung 6:4). Jesus hat ihn so charakterisiert: „Schrecknisse [φοβητρα = Dinge welche Schrecken, Furcht und Terror verursachen] sowohl als auch [τε και] ungewöhnliche Phänomene [σημεια] vom [απ] Himmel [ουρανου] mächtige [μεγαλα] werden sein [εσται]“ (Lukas 21:11). Einige alte Manuskripte enthalten die Wörter „und die Fröste [και χειμωνες]“.
    Die aramäische Peshitta: „und wird große Fröste sein“ [וסתוא רורבא נהוון]. Wir nennen dies heute „nuklearen Winter“.
    In Markus 13: 8 gibt es auch Worte Jesu: „und die Verwirrungen“ [και ταραχαι].
    Die aramäische Peshitta: „und Verwirrung“ [ושגושיא] (über den Stand der öffentlichen Ordnung).
    Er kündigte außerdem an, erhebliche Beben (wegen der Verwendung von Atomwaffen), Hungersnöte und Seuchen in ganzen Regionen.
    Jesus präsentiert hier ein vollständiges Bild der Auswirkungen des globalen Atomkriegs.
    Er erklärte auch: „Alles dieses aber ist der Anfang der Geburtswehen“ (Matthäus 24:7, 8).

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here