Zeman kam der Gedanke auch Österreich in die Visegrad-Gruppe aufzunehmen. Demnächst ist er auf Staatsbesuch in Wien. Gespannt darf man auf die Reaktionen sein.

Von Redaktion

Der tschechische Präsident Miloš Zeman möchte die Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Visegrád-Gruppe (V4) und Österreich intensivieren. Er erklärte am 24. Januar auf dem Privatsender TV Barrandov bezüglich der deutsch-französischen Partnerschaft, die ihre Allianz mit der Unterzeichnung eines neuen Vertrags in Aachen vertiefen möchte, dass ihm dieser Gedanke inspiriert habe, „ebenfalls eine verstärkte Zusammenarbeit auf V4-Ebene einzurichten“, berichtet das Onlineportal „Visegrád Post

Zeman schlug anschließend vor, Österreich solle ebenfalls der Visegrád-Gruppe beitreten So wäre Österreich der Fünfte im Bunde – außer Tschechien, der Slowakei besteht die Gruppe auch aus Polen und Ungarn. „Ich werde im März (auf Staatsbesuch) in Österreich sein, wir werden sehen, wie sie auf meine Idee reagieren“, so der tschechische Präsident.

Weiters berichtet das Onlineportal, der FPÖ-Bundesparteiobmann und Vizekanzler Heinz-Christian Strache zeigte sich schon im Nationalratswahlkampf 2017 gesprächsbereit, wenn es um eine Vertiefung der Beziehung zu den Visegrád-Staaten geht. Während Sebastian Kurz (ÖVP) für Österreich eher eine Rolle als „Brückenkopf“ vorsehe, welches zwischen dem deutsch-französischen Bündnis im Westen und der V4 im Osten der Europäischen Union vermitteln solle.

Nach dem Ende des Warschauer Paktes brauchte es einen neuen Zusammenschluss der ehemaligen Ostblockstaaten um möglichst kooperativ die gemeinsamen Probleme zu lösen. So kam es, dass sich am am 15. Februar 1991 in Visegrád die Gründerstaaten Polen, Ungarn und die Tschechoslowakei zusammenfanden und die Visegrád-Gruppe ins Leben riefen, die großteils einem Freihandelsabkommen gleich kam. Gemeinsames Interesse war von jeher ein damals noch weit entfernter EU- und NATO-Beitritt aller vier Visegrád-Staaten.

2 COMMENTS

  1. Das wäre dann ein neuerstandenes Österreich-Ungarn mit Ausweitung bis an die Ostsee und Maria Theresia hätte ihre Freude daran, wäre doch Schlesien wieder im Reich und machen wir uns doch nichts vor, hätte der polnische König nicht vor Wien eingegriffen, dann wäre heute schon ein Teil Westeuropas muslimisch und die Menschen im Osten haben für solche tiefgreifenden Veränderungen einfach eine feinere Antenne, mal ganz von dem abgesehen, daß es nirgends geschrieben steht, daß sich die Europäer einem Moloch aus Brüssel unterzuordnen haben, das kann man auch anders machen und deshalb sind sie auch vorsichtiger vor jeder Art der Bevormundung, was uns im Denken abhanden gekommen ist, eigentlich sehr schade.

    • “ Bevormundung, was uns im Denken abhanden gekommen ist“
      Wer ständiger und grober Bevormundung nicht einmal die Stirn bietet, liefert Zeugnis, daß
      Faules, Frischem zu weichen hat. Ob es uns dann gefällt oder nicht.
      Ohne Pardon.
      Der Faktor zeit regelt alles auf seine eigene Art und Weise.

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