US-Präsident Trump wird nun wohl doch nicht so schnell Truppen aus Syrien abziehen. Der Grund dafür: Israels Schutz. Das machte er in einem Interview klar.

Von Marco Maier

Obwohl die US-Soldaten einen Eid darauf ablegen, ihr Vaterland zu schützen und nicht etwa andere Staaten, gilt der politischen Führung in Washington Israel wohl sozusagen als 51. Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Insbesondere in zionistischen und evangelikalen Kreisen ist die Israel-Bindung hoch. Nun, als es um den Truppenabzug aus Syrien geht, wird dies erneut deutlich.

Trump sagte in einem CBS-Interview in der Sendung „Face the Nation“ an diesem Wochenende, dass einige nicht spezifizierte US-Truppen (von offiziell rund 2.000) in der Region bleiben werden, hauptsächlich im Irak, möglicherweise einige noch in Syrien, um „Israel zu schützen“, was einen erheblichen Rückschritt von seinem vorherigen Bestehen auf einen absoluten Rückzug darstellt.

„Wir werden dort sein und wir werden bleiben. Wir müssen Israel schützen“, antwortete er, als er von CBS-Reporterin Margaret Brennan bedrängt wurde. „Wir müssen andere Dinge schützen, die wir haben. Aber wir sind – ja, sie werden in einiger Zeit wiederkommen.“ Er stellte fest, dass „letztendlich einige nach Hause kommen werden.“

„Sehen Sie, wir schützen die Welt“, fügte er hinzu. „Wir geben mehr Geld aus, als irgendjemand jemals in der Geschichte ausgegeben hat.“ Trumps langsames Abrücken in Hinblick auf einen versprochenen „schnellen“ Abzug kommt nicht von ungefähr. Sowohl israelische Regierungsvertreter als auch die neokonservativen Kreise in Washington argumentierten damit, dass rund 200 US-Truppen in Syriens Südostwüste an der irakischen Grenze und in ihrer 55 Kilometer langen „Dekonfliktzone“ bei al-Tanf die letzte Verteidigungslinie gegen die iranische Expansion in Syrien seien und deshalb auf unbestimmte Zeit bleiben müssten.

„Ich möchte in der Lage sein den Iran zu beobachten“, sagte Trump während des CBS-Interviews. „Der Iran ist ein echtes Problem.“ Er erklärte, dass „99 Prozent“ des IS-Territoriums befreit worden seien, dass jedoch ein Kontingent von US-Truppen dort bleiben müsse, um einen wiederauflebenden islamischen Staat zu verhindern und dem iranischen Einfluss entgegenzuwirken, für den die amerikanischen Truppen auch im Irak bleiben müssten.

„Als ich die Regierung übernahm, war Syrien vom ISIS befallen. Es war überall. Und jetzt haben Sie sehr wenig ISIS, und Sie haben das Kalifat fast ausgeknockt“, sagte der Präsident. „Wir werden in nicht allzu ferner Zukunft 100 Prozent des Kalifats, welches in der Region ist – das Land – die Region – 100. Wir befinden uns jetzt bei 99 Prozent. Wir werden bei 100 sein.“

6 COMMENTS

  1. So langsam schlägt er die gleichen Haken wie unsere Führerin, rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln und sicherlich ist der Schutz Israels, schon aufgrund der reichen Verwandschaft in den USA gesichert, aber da spielen auch noch andere Gründe eine Rolle, wie z.Bsp. Rußland, das sich ja dann ungeniert in diesem Raum ausbreiten und absichern kann und das wollen viele Kräfte in der US-Administration nicht und außerdem sollte man sich mal die Frage stellen, welche merkwürdige Rolle Großbritanien als ehemalige Mandatsmacht einnimmt, die haben mit der Zustimmung eines eigenen Staates der Juden den Grundstein für viele Auseinandersetzungen in diesem Raum gelegt und ausbaden, in Form von viel Geld und militärischer Präsens dürfen es nun andere, das ist auch so eine Posse und niemand hinterfragt es oder fordert sie auf, mehr Engagement dort zu zeigen, denn wer sich die Suppe eingebrockt hat, sollte sie auch auslöffeln, oder hat man heutzutage keine Verantwortung mehr für eigenes Tun, das überläßt man dann lieber anderen.

  2. Der erste Absatz des Artikels sagt es ganz deutlich, es geht um religiösen Wahnsinn, auf dem das Judentum aufgebaut ist. Es geht um die Vernichtungsschlacht gegen die Perser, also das was übrig geblieben ist, den jetzigen Iran.

    Babylon, also der jetzige Irak, wurde schon vernichtet. Gleichzeitig wurden die Museen geplündert, um einmalige Zeugnisse der Geschichte zu zerstören.

    Syrien stört da nur, es ist zu dicht an Israel.

    Solange das internationale Finanzkapital in den USA den Ton angibt, solange werden die USA und ihre Verbündeten, Vasallen Israels sein.

  3. Habe nie begriffen, was es mit dem Auserwählten Volk auf sich hat. Stelle mir heute ein nettes, arbeitssames, hilfloses Volk, das immer beschützt werden muß, nächstenliebes, ruhiges, in seinem Land gottesfürchtig lebend, tolerant gegenüber alles und jeden, friedlich, andere Staaten, in Ruhe lassend, Gewalt verabscheuend, wie der, der es gerne, der dieses Volk auserwählt hat, möchte, vor.. Glaube aber, da ich da irgendetwas nicht begriffen habe. Frage: Auserwählt: von wem und für was??….Andere Völker müssen beschützen und Glacehandschuhe anziehen? Was ist der Grund für die Mimosenhaftigkeit?….Habe nichts dagegen, wenn man alle Völker beschützt und gut behandelt.

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