Andrea Nahles - Bild: Flickr /Metropolico.org CC BY-SA 2.0

Andrea Nahles will einen massiven Eingriff ins Wahlrecht durchführen und so die Demokratie in Deutschland noch weiter aushöhlen als sie es ohnehin schon ist. Quoten sind undemokratisch.

Von Marco Maier

Obwohl sich Frauen nur unterdurchschnittlich stark für Politik interessieren und generell in den Parteien schwächer vertreten sind als die männlichen Pendants und trotz dessen, dass Frauen in Sachen Spitzenfunktionen und -posten gemessen an diesem Anteil dort überrepräsentiert sind, plant SPD-Chefin Andrea Nahles nun den nächsten Angriff auf die Demokratie. Denn sie will mit einer Wahlrechtsänderung dafür sorgen, dass die Hälfte der Abgeordneten im Bundestag künftig Frauen sind.

Schon jetzt sind die demokratischen Prinzipien in Deutschland nicht viel wert und die Bundesrepublik eigentlich vielmehr eine Parteiendiktatur, in der das Wahlvolk nur eine untergeordnete Rolle spielt. Sollte die Initiative von Andrea Nahles – welche fraktionsübergreifend gestartet werden soll – tatsächlich ins Wahlrecht Eingang finden, wäre dies der nächste Frontalangriff auf die verbliebenen Überreste der Demokratie in Deutschland.

Nahles begründet ihre Forderung gegenüber der „Rheinischen Post“ damit, dass „die Hälfte der Welt“ den Frauen gehöre, weshalb „die Parität“ ihr Ziel sei. 1919 habe die erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung eine Rede gehalten, 100 Jahre später liege der Frauenanteil im Deutschen Bundestag bei knapp 31 Prozent. „Das ist ein Unding“, sagte Nahles. Deshalb werde nun überparteilich über gesetzliche Maßnahmen diskutiert, die die Teilhabe von Frauen in den Parlamenten erhöhten.

Doch wenn sich einfach weniger Frauen für die (Partei-)Politik interessieren und deshalb nur unterdurchschnittlich stark dort vertreten sind, weshalb sollen sie dann mit irgendwelchen das Prinzip der freien Wahlen untergrabenden Quoten auf die Hälfte der Abgeordneten hochgepusht werden? Schon jetzt ist es aufgrund der Bevorzugung von Frauen in Sachen politischer Spitzenpositionen gegenüber Männern so, dass die Männer zwar bei den Abgeordneten die Mehrheit stellen, nicht jedoch wirklich in den einflussreichen Gremien und Posten. Und auch bei den Abgeordneten sind die Frauen bei den meisten Parteien stärker vertreten als es ihrem Anteil an den Parteimitgliedern entspricht.

Zum Vergleich: Bei der SPD machen Frauen 32 Prozent der Parteimitglieder aus, der Frauenanteil im Bundestag liegt jedoch bei 42 Prozent. Bei den Grünen (39 zu 58 Prozent) und bei der Linken (37 zu 54 Prozent) ist dieser Unterschied sogar noch stärker ausgeprägt. Bei der FDP ist es mit 23 zu 23 Prozent ausgeglichen, während CDU und CSU bei den Parteimitgliedern einen Frauenanteil von 25 Prozent haben, von den Abgeordneten jedoch nur 20 Prozent weiblich sind. Das schlechteste Geschlechterverhältnis hat demnach die AfD, wo nur 16 Prozent der Mitglieder weiblich sind und nur 11 Prozent der Abgeordneten.

Demokratische Grundsätze werden nicht mit irgendwelchen Quoten (egal ob Frauen, Migranten, sexuellen Orientierungen oder Religionen) verteidigt, sondern mit einer attraktiven Politik, die auch Frauen und andere derzeit politisch weniger aktive gesellschaftliche Gruppen dazu bringt, am politischen Prozess zu partizipieren. Alles andere ist nichts weiter als eine weitere Aushöhlung der demokratischen Grundprinzipien.

10 KOMMENTARE

    • Nahles der kommende Frauentyp für männer, allen alters?
      Also, als die Nofretete des 21.Jahrhundert?
      Oder ist dass, divers?
      Ich muss schon sagen das es mich amüsiert wenn ich die Frau Nahles reden & sprechen Horch.
      Das Gesicht dazu. Perfekt.

  1. Die Deutschen Wähler sind durch NICHTS zu erschüttern. Zwei volle Jahre hatten sie Zeit zum Zuschauen, wie Millionen kulturfremde Messerkünstler ihre Frauen und Töchter vergewaltigen und belästigen. Trotzdem ist die überwältigende Mehrheit von 76% der Stimmberechtigten in die nächste Wahlzelle gelaufen und hat somit schriftlich angeordnet, dass es SO weiter zu gehen habe. Da ändert auch ein höherer Anteil an Beißzangen und sonstigem Foltergerät im Bundestag wenig. Zum Verdünnen der Optik bezahlt man halt einfach weitere hundert Fresser im Bundestag mitsamt Diäten.

  2. Und was ist mit den anderen 60 Gendergeschlechtern ? Sowas von Diskrimisierung ! Gegen solche hirnrissigen Vorschläge hilft nur eine gesetzliche Festlegung auf mindestens 125 IQ.
    Preifrage: welche Frauenquote ist erreichbar ?

  3. Schon jetzt sind die demokratischen Prinzipien in Deutschland nicht viel wert und die Bundesrepublik eigentlich vielmehr eine Parteiendiktatur, in der das Wahlvolk nur eine untergeordnete Rolle spielt.

    Deshalb sagen die in Talk-Shows ja auch immer mal wieder: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten!“

    • Wäre Mainstream Medienlandschaft und gekauftes bzw. in Lohnabhängigkeit gedriftetes Establishment nicht ein und dem selben Auftraggeber hörig getrimmt, ergäbe Demokratie durchaus einen Sinn.
      So aber, wenn der Wähler
      a) falsch informiert, heißt: mit oberflächlichen Halbwissen abgespeist, bewusst irregeführt und dann noch
      b) von Politikern, die sich Lobbyisten mehr verpflichten, als dem, der sie gewählt hat,
      ist die Demokratie ein reines Blendwerk; dahinter agieren diktatorische Strukturen.

      Eine pure Augenauswischerei.

  4. Nur politische Analphabeten geben sich nachwievor der Illusion von Demokratie und Rechtsstaat hin. Selbst wo sie tagtäglich vor Augen haben, daß gewählte „Volksvertreter“ ein zur „Verfassung“ umdeklariertes GG mißachten, geben sie weiterhin einem kranken und korrupten System ihre Stimme. Und damit sie(die Wähler) auch weiterhin in einem Zustand zwischen Amnesie und durch Unterhaltung abgestumpfte Gleichgültigkeit verharren, dürfen sie sich vom reichlich gedeckten Gabentisch der Konsumgesellschaft bedienen.
    Liebe Landsleute, bezahlt GEZ, geht wählen und hofft das Beste.

  5. Die Weiberherrschaft soll kommen und ist auch schon in Teilen sichtbar, die Frage ist nur, ob es sich dann um neue Qualitätsmerkmale handelt oder der Hosenanzug das neue Geschlechtsmerkmal darstellt, ohne Garantie für eine bessere Welt, im Gegenteil, gerade hierzulande haben sie ja bewiesen, daß sie es nicht besser können sondern nur anders und das wird uns nicht zum Vorteil gereichen.

  6. Die Parteien selbst haben es in der Hand das Ziel von 50% oder mehr zu erfüllen.
    Die Wähler sind in der Demokratie was die Kandidaten betrifft ohnehin außen vor. Der Wahldepp wählt eine Partei mehr nicht.

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