Ein neuer Horrorbericht erschüttert die Vereinigten Staaten: 63 der 75 größten US-Städte sind hoffnungslos überschuldet. Sie werden ihren Verpflichtungen bald nicht mehr nachkommen können.

Von Marco Maier

Einer kürzlich durchgeführten Analyse der 75 bevölkerungsreichsten Städte in den Vereinigten Staaten zufolge können 63 von ihnen ihre Rechnungen nicht bezahlen, und der Gesamtbetrag der ungedeckten Schulden beträgt fast 330 Milliarden US-Dollar. Der Großteil der Schulden ist auf ungedeckte Leistungen an Pensionisten sowie Renten- und Gesundheitskosten zurückzuführen. Das bedeutet, dass diejenigen, die von diesem Geld abhängig sind, wahrscheinlich keinen Cent davon sehen werden.

„In diesem Jahr beliefen sich die Pensionsschulden auf 189,1 Milliarden US-Dollar, und die sonstigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (OPEB) – vor allem Rentner-Krankenversicherungen – beliefen sich auf 139,2 Milliarden US-Dollar“, so der dritte jährliche „Finanzielle Lage der Städte„-Bericht der in Chicago ansäßigen Organisation Truth in Accounting (TIA).

TIA ist eine gemeinnützige, politisch nicht zusammengeschlossene Organisation, die sich aus Führungskräften aus Wirtschaft, Gemeinschaft und Wissenschaft zusammensetzt und an der Verbesserung der Rechnungslegung der Regierung interessiert ist. Man könnte sie mit dem „Bund der Steuerzahler“ in Deutschland vergleichen, der ähnliche Aufgaben übernimmt.

Die fünf Städte mit der schlechtesten Finanzlage sind New York City, Chicago, Philadelphia, Honolulu und San Francisco. Diese Städte erhielten neben Dallas, Oakland und Portland alle die Note „F“ (Anm.: in den USA werden Noten von A bis F vergeben, was dem deutschen 1 bis 6 entspricht). In New York City wurden beispielsweise nur 4,7 Milliarden US-Dollar für die Bereitstellung von Gesundheitsleistungen für Rentner verbucht, wobei Versprechungen in Höhe von 100,6 Milliarden Dollar gemacht wurden.

In Philadelphia müsste jeder Steuerzahler 27.900 Dollar zahlen, um die Schulden der Stadt zu decken. In San Francisco würde dies 22.600 Dollar pro Steuerzahler kosten. Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung weist jedoch New York City auf – dort sind es 64.100 Dollar. Die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung hat Fresno mit 2.500 Dollar, gefolgt von Lincoln mit 2.900 Dollar und Washington D.C. mit 3.300 Dollar.

Auf die Amerikaner – insbesondere auf jene die auf Pensionen und öffentliche Fürsorge angewiesen sind – kommt noch einiges Ungemach zu. Wenn die öffentlichen Pensionskassen implodieren und die Kommunen ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können, wird es für einen nicht unerheblichen Teil der US-Bevölkerung sehr ungemütlich. Vor allem jedoch wird dies die Vereinigten Staaten in eine veritable Wirtschaftskrise stürzen, da einem wachsenden Teil der Bevölkerung die finanzielle Grundlage entrissen wird.

1 COMMENT

  1. Diese Erkenntnis mit der hohen Verschuldung in den USA mag ja zutreffen, aber das dürfte das Ergebnis demokratischer Politik sein und Trump muß sich nun mit diesem Erbe herumschlagen und das gleiche trifft auch hierzulande zu, denn wo die sozialistischen Umverteiler ihre Finger mit drin haben ist es auch nicht besser und wer über seine Verhältnisse lebt muß eben eines Tages dafür zahlen, nur schade, daß es dann auch jene trifft, die mit ihrem persönlichen Budget klar kamen, ansonsten machen es ja die Kleinen genau gleich wie die Großen, erst geliehenes Geld ausgeben und dann fragen, wie man es zurückzahlt, wenn überhaupt und das führt auch zur Katastrophe, bis hin zum Totalverlust persönlichen Vermögens, wäre nicht das erste mal, nur verspürt man es am eigenen Leibe und das ist was völlig anderes wie vom Hörensagen aus früheren Tagen, mit allen Konsequenzen, die daraus erwachsen.

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