Russland will die USA mit seinen Hyperschallraketen ins Visier nehmen, sollte das Land Atomraketen in Europa stationieren. Die Amerikaner sollen nicht glauben, dass sie im Kriegsfall ungeschoren davonkommen, während Europa verwüstet wird.

Von Marco Maier

In seiner ersten großen öffentlichen Ansprache seit dem US-Rückzug aus dem INF-Waffenkontrollabkommen warnte Russlands Präsident, Wladimir Putin, die Washington vor einer Stationierung von Mittelstreckenraketen in Europa. Sollten die Amerikaner dies tun, werde man die neuen Hyperschallraketen, die von den amerikanischen Luftraumverteidigungssystemen nicht abgefangen werden können, direkt auf die USA richten.

Laut Fox News drohte Putin mit dem Einsatz der neuen russischen Zircon-Raketen, die laut Putin mit neunfacher Schallgeschwindigkeit fliegen und eine Reichweite von 1000 Kilometern haben können. Sie sind Teil des Bestrebens des Landes, seine Verteidigungsfähigkeiten gegen die zunehmend aggressiven Vereinigten Staaten und NATO zu verbessern.

Putin nahm sich vor der Bundesversammlung auch die Zeit, um das russische Waffenprogramm zu preisen, und verglich die neue Avangard-Hyperschallrakete, die Russland am Tag nach Weihnachten getestet hatte mit dem Start von Sputnik-1 im Jahr 1957, dem ersten künstlichen Satelliten der Menschheit, den die UdSSR in den Weltraum schickte. Die Waffe hat gezeigt, dass Russland die technologischen Fähigkeiten besitzt, um die USA zu übertreffen, so RT.

In einer weiteren Warnung hat Putin bekannt gegeben, dass Russland seine Burevestnik-Marschflugkörper und die mit Poseidon betriebene Unterwasserdrohne erfolgreich getestet hat. „Es schien bis vor kurzem, dass Russland keinen Durchbruch in der Verteidigungstechnologie schaffen kann, aber wir haben es geschafft“, sagte Putin.

Obwohl Russland keine präventiven Waffen einsetzen wird, sagte Putin, wenn die USA die Waffen in Europa platzieren, wird Russland eine „asymmetrische“ Antwort geben und nicht nur die Gastländer dieser Waffen ansprechen, sondern auch das „Entscheidungszentrum“ in den USA (vermutlich Washington). Trotzdem sagte Putin, er hoffe, dass die USA und Russland ihre Differenzen ausarbeiten können. „Wir wollen keine Konfrontation, insbesondere nicht mit einer Weltmacht wie den USA“, erklärte er.

7 KOMMENTARE

  1. Peter Scholl- Latour schrieb noch vor dem Beginn dieses Jahrzehnts das Buch: „Russland im Zangengriff“. Wer mit der amerikanisch- islamischen Zange gekniffen wird, wird sich spätestens nach einer langen Phase der Geduld wehren. Diese Geduld ist aufgebraucht, wie wir seit der Hilfe Russland für Assad wissen. Wenn wir nicht Ziel werden wollen gibt es nur eins: Atomwaffen aus Deutschland entfernen (Büchel) und Ramstein schließen. Auf Strafzölle mit Einfuhrverbot für Fracking- Gas antworten. Unser Lohn: Wir können weiter leben.

  2. Sehr richtig; Russland muß diesen ewig wahnsinnigen Kriegern zeigen, dass sie nicht ungeschoren davonkommen, wenn sie weiterhin die Welt beherrschen (ausrauben) wollen.

    Die Haltung der deutschen und europäischen Politikern ist unverantwortlich gegenüber ihrer Bevölkerung, wenn sie weiterhin die USA bei ihren Eroberungszügen unterstützt.

    Dies zeigt, dass unsere Politiker gekaufte Vasallen sind, die offensichtlich ohne Einsicht und ohne Gewissen handeln und es wäre höchste Zeit, dass die europäischen Völker gegen ihre Politiker erheben !

  3. Bei Lichte betrachtet wäre diese Entscheidung Putins auch eine Art Lebensversicherung für Deutschland, bis zu einem gwissen Grade. Warum?
    Nach einem älteren Vertrag zwischen der SU und den USA sollte ein nuklearer Waffeneinsatz auf das Zentrum Europas begrenzt werden, also danach hätten Deutschland (und andere? Staaten) „kein Problem“ mehr mit sich selbst. Ob der Vertrag heute noch gilt, weiß ich nicht.
    Wenn nun Russland die Einsatzschwelle nuklearer Mittel gegen die USA (? auch gegen GB) deutlich herabsenkt, sollte diese Warnung den tiefen Staat vor Zündeleien abschrecken. Fraglich bleibt, ob die US-Brandstifter derart logischen Folgerungen / Abschreckungen überhaupt noch intellektuell bzw. dem Selbsterhaltungstrieb nach noch zugänglich sind…
    W.W. (Putin) ist sicher gut beraten, diese und andere Eventualitäten ein zu kalkulieren, und nicht alle Hoffnungen auf die Vernunft der westlichen Scheineliten zu setzen. Weitere asynchrone Maßnahmen – möglichst durchschlagender Wirkung – sind ratsam. Nicht schön, nicht billig, nicht einer gedeihlichen Kooperation dienend, aber gemäß „Aug um Aug…“ angemessen!

  4. Spaniens Premier pocht auf Russlands Teilnahme am Europarat

    SPUTNIK

    Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Donnerstag gefordert, die volle Beteiligung Russlands an der Arbeit des Europarates zu ermöglichen.

    Karl kommentiiert

    Es sind immer mehr die südlichen Premierminister, die Rückgrad beweisen….Hut ab vor Italien und Spanien !

  5. Das problem sind nicht die neuen so tollen Russischen raketen sondern, die potentiale Aufrüstung der USA? Aha… interessante logik. Nett von putin das er uns nicht präventiv nuklear vetnichten will… wie grosszügig. Ach die agressive NATO…so so mit unserer Fasching Bundeswehr etwar? Mit besenstilen ins mänöver! Hahah

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here