Bild: Screenshot Twitter.com

Weil sich Di Maio mit Demonstranten der Gelbwesten-Bewegung traf, zog Macron seinen Botschafter aus Italien ab – Europäische Union anno 2019.

Von Asia Times

In einer dramatischen Wendung der Ereignisse hat die Regierung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron seinen Botschafter in Italien, als Vergeltung für ein „inakzeptables“ Treffen des italienischen Vize-Premierministers Luigi Di Maio mit den französischen Gelbwesten, zurückgerufen.

Di Maio war diese Woche in Frankreich unterwegs und traf sich für einen Fototermin mit den Organisatoren der französischen Anti-Regierungsbewegung „die Gelbwesten“.

„Diese neue Provokation ist zwischen Nachbarländern und Partnern im Herzen der Europäischen Union nicht akzeptabel“, sagte ein französischer Sprecher des Außenministeriums in einer Pressekonferenz.

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„Herr Di Maio, der Regierungsverantwortung innehat, muss dafür sorgen, dass er durch wiederholtes Eingreifen unserer bilateralen Beziehungen im Interesse Frankreichs und Italiens nicht untergräbt“, so der Sprecher weiters.

Die Aktion, Frankreichs Gesandten von einem europäischen Verbündeten zurückzubeordern, ist eine seltene Angelegenheit. Es ist das erste Mal seit Beginn des Zweiten Weltkrieges, dass sich die Beziehungen zwischen Paris und Rom so verschlechtert haben.

Di Maio, von der Fünf-Sterne-Bewegung, Teil der im letzten Jahr an die Macht geratenen populistischen Anti-Establishment-Bewegung Italiens, erklärte am Dienstag in einem Twitter-Beitrag: „Der Wind des Wandels hat die Alpen überquert.“

Wegen höherer Lebenshaltungskosten, die zu erwarten wären und auch als Reaktion auf die jüngsten Steuerreformen der Regierung Macron, breitete sich die Gelbwesten-Bewegung im vergangenen Jahr wie ein Lauffeuer in ganz Frankreich aus, was die Reforminitiativen des französischen Präsidenten abrupt stoppte.

Die Demonstrationen haben im gesamten politischen Spektrum, insbesondere in der ländlichen Bevölkerung, Unterstützung gefunden. Gegen die Regierung gerichtete Stimmen innerhalb der Bewegung forderten eine populistische Politik einschließlich einer Vermögenssteuer und einer Mindestlohnerhöhung.

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2 KOMMENTARE

  1. Wenn den Demokratten, nicht alles nach deren verkopften Gesellschaft verläuft, verrutschen ihre Masken.
    Sie sind demaskiert.
    Ihr Schwadronieren für Demokratie entpuppt sich als ein Feigenblatt, das erst einmal dem ersten Herbstlüftchen ausgesetzt, der Wind gleich in eine andere Richtung trägt.

  2. Das sieht alles ganz nach der Auflösung der EU auf, denn nun die zweitgrößte Wirtschaftsnation wird diese in Kürze verlassen und die anderen geraten sich in die Wolle, Frankreich gegen Italien und neuerdings gegen Deutschland, die Ostländer gegen Deutschland und Deutschland mit der Durchhalteparole für die EU und das alles spaltet eher mehr, als es eint und im Prinzip wurden die Weichen einfach falsch gestellt und zum Schluß sind die Deutschen wieder die Schuldigen, kennt man ja aus der Geschichte und deshalb nichts gegen gut nachbarschaftliche Verhältnisse durch Handel und Wandel, mehr aber nicht, denn der Moloch Brüssel hat nicht bewiesen, daß er einen und führen kann, im Gegenteil, die sind mit die Ursache der Zerfledderung Europas, was im übrigen auch so von Adenauer und de Gaulles nicht vorgesehen war, aber Kohl und Mitterand sich über alle Konventionen hinweggesetzt haben, ohne Rücksicht auf Verlust und das kommt nun verspätet zu Tage, das kann ja alles noch heiter werden.

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