Benjamin Netajahu. Bild: kremlin.ru

Der israelische Premierminister twitterte, er suche zusammen mit führenden arabischen Staaten den „Krieg mit dem Iran“. Kurz darauf löschte er den Tweet wieder.

Von Marco Maier

Mitten am Tag am Mittwoch gab der offiziell verifizierte Twitter-Account für den israelischen Premierminister bekannt, dass Benjamin Netanyahu in Warschau an dem von den USA angeführten Nahostgipfel mit dem Ziel teilnahm, „das gemeinsame Interesse des Krieges mit dem Iran voranzutreiben“. Ein Ziel, welches der rechtskonservative Regierungschef schon seit langer Zeit vorantreibt und mit Hilfe von Lobbyorganisationen in anderen Ländern durchzudrücken versucht.

Dieses Ziel wurde in einem Thread getwittert, der sich auf Netanyahus Treffen mit arabischen Delegierten auf der von den USA initiierten Konferenz konzentrierte, die ursprünglich auf die „Bedrohung durch den Iran“ fokussiert war. Die Nachrichtenagentur AP bestätigte auch den Netanyahu-Tweet, der schnell mehrere Schlagzeilen hervorbrachte, die sich auf das konzentrierten, was im Wesentlichen eine Kriegserklärung war.

Die AP stellte fest, dass die Erklärung unmittelbar nach dem Treffen des israelischen Premierministers mit dem Außenminister von Oman veröffentlicht wurde: „Israels Miniserpräsident sagt, er beabsichtige, auf einer von den USA gestützten Nahost-Konferenz in Warschau mit arabischen Ländern zusammenzuarbeiten, um sich auf das ‚gemeinsame Interesse des Krieges mit dem Iran‘ zu konzentrieren.“

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Der zwischenzeitlich gelöschte Tweet lautete wie folgt: „Was bei diesem Treffen wichtig ist. Es ist nicht im Verborgenen, denn es gibt viele davon – ist, dass dies ein offenes Treffen mit Vertretern führender arabischer Länder ist, die mit Israel zusammen sitzen, um das gemeinsame Interesse eines Krieges mit dem Iran zu fördern.“

Dafür wurde dieser kurz darauf durch einen ersetzt, bei dem aus „Krieg mit dem Iran“ („war with Iran“) ein „den Iran bekämpfen“ („combating Iran“) wurde. Eine rhetorische Entschärfung, obwohl allen eigentlich klar ist, dass sowohl Israel als auch die Saudis lieber schon heute als morgen Bomben und Raketen über Teheran abregnen lassen würden. Wobei man nicht vergessen sollte, dass die Mullahs in Sachen Kriegs- und Vernichtungsdrohungen gegeber Israel auch nicht viel besser sind.

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7 KOMMENTARE

  1. Wenn er den Krieg tatsächlich sucht, dann könnte der nur nuklear stattfinden, denn eine andere Variante ohne Einbezug des Westens wäre konventionell zum scheitern verurteilt und die Bedrohung ist tatsächlich vorhanden, wie es aber geregelt wird ist eine andere Sache und deshalb sind sie in dieser Frage nicht zu beneiden, weil das Land einfach zu klein ist und ein entsprechendes Ziel abgibt, mit fatalen Auswirkungen.

        • Lieber Marco,
          wenn die Mutter keine Jüdin ist, ist das Kind KEIN Jude. Jedenfalls nach deren religiösen Regelwerken.
          Und in Israel sehen das wichtige Leute so, wie Rabbi Herzog.
          In der HAARETZ vom 30. Juni 2018 kannst du es nachlesen:

          Intermarriage of U.S. Jews
          It’s a plague. Like typhus, colera, smallpox. In Herzog’s view, intermarriage, too, could cause the collapse of bodely systems.

          Ich denke, das hier muss ich nicht übersetzen.

  2. Die zionisten und ihre tolle IWF sollen doch den Krieg mit dem Iran beginnen…..nur ohne die westlichen vasallen im Rücken! Weil man zum heilig gesprochenem und auserwählten Volk gehört darf man sich alles erlauben…… wir sind ja nur gojim und müssen Spuren……

  3. Es hat sich nichts geändert. Die immer wiederkehrende Geschichte.

    Da haben wir das derzeitige Kernland des internationalen Finanzkapitals, die USA und wir haben Großbritannien, Frankreich und Polen.

    Ziel ist diesmal der Iran. Hervorgegangen aus dem persischen Reich mit einer uralten Geschichte, die wesentlich älter ist, als die des Judentums und heute noch wirtschaftlich erfolgreich, mit einem Wertesystem außerhalb des Zinseszinsdenkens.

    Das darf nicht sein, das rüttelt an den Grundfesten des internationalen Finanzkapitals und muss vernichtet werden. So wie vorher der Irak und Libyen.

  4. Die Zionisten können ihre Streitsucht nur mit Hilfe der USA vollziehen. Gerade behaupten die Vertreter der USA, dass der Iran überall in der Welt (auch in Venezuela) Terror schüre und deshalb unbedingt ein Krieg gegen den Iran zu beginnen sei.
    Leider dominieren die Zionisten die USA in wichtigen Kernbereichen der Wirtschaft und Politik. Wer sich gegen sie stellt, geht baden.
    Die Zionisten sind streitsüchtig (im wahrsten Sinne des Wortes). Vergleichen wir BRD und Israel: nach WWII fangen diese beiden Nationen bei quasi Null neu an. Die BRD hat Freundschaften zu allen Nachbarstaaten geschlossen und sucht Handel, Frieden und Freundschaft (erfolgreich).
    Die Israelis haben mit quasi allen Nachbarstaaten Kriege geführt und suchen nur die Annektion von fremden Gebieten zur Übervorteilung und persönlichen Bereicherung. Dies liegt im Wesen dieses „Göttlichen Volkes“ und deshalb waren die Juden auch über Jahrhunderte in den europäischen Regionen schon immer unbeliebt.

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