Zensur auf Facebook.

CEO Anissa Naouai kritisiert Facebook wegen unprovozierter Zensur.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Facebook hat eine Reihe von Konten, die mit Maffick Media verbunden sind, gesperrt, nachdem CNN in einem Bericht behauptet hat, dass die Gruppe heimlich mit der russischen Regierung in Verbindung steht. Maffick Media hat seinen Sitz in Deutschland und obwohl es sich teilweise im Besitz einer russischen Tochtergesellschaft befindet, sagt das Unternehmen, dass es über volle redaktionelle Unabhängigkeit verfügt.

CNN stellte fest, dass Maffick teilweise im Besitz von Ruptly, einer russischen staatlichen Medientochter ist. CNN beschuldigte Maffick, diesen Besitz auf Facebook nicht offenzulegen, obwohl Facebook nie eine solche Offenlegung verlangt hatte. Niemand warf Maffick auch nur vor, Desinformationen auf den Seiten verbreitet zu haben.

Öffentliche Dokumente zeigen, dass Maffick zu 51% im Besitz von Ruptly ist, einer in Deutschland ansässigen Nachrichtenagentur, die ihrerseits im Besitz des russischen Staatsfernsehens RT ist.

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Dennoch antwortete Facebook auf den CNN-Bericht, indem es die Seiten von Maffick blockierte und beschuldigte, die Öffentlichkeit „darüber zu täuschen, wer hinter ihnen stehen würde“, und sie würden diese Seiten in Zukunft bitten, „ihre russischen Zugehörigkeit“ offenzulegen.

Auch hier wurden keine Anfragen an Maffick gerichtet, solche Offenlegungen auf ihren Seiten vorzunehmen, bevor sie zensiert wurden. Die Richtlinie von Facebook hat sie nie verpflichtet, solche Offenlegungen überhaupt vorzunehmen. Mafficks Russland-Verbindungen waren nie wirklich geheim, so das Unternehmen.  In der Tat bestätigte die CNN die Verbindungen zu öffentlich zugänglichen Daten.

CNN sagt, dass sie vom German Marshall Fund, der seinerseits von der NATO und dem US-Außenministerium finanziert wird, auf die öffentlich zugängliche Tatsache hingewiesen wurden. Rania Khalek, eine der Maffick-Mitarbeiterinnen, die von CNN befragt wurden, sagt, dass der CNN-Interviewer „meine antikriegspolitischen Ansichten nicht mochte und sogar meine Kritik an Trumps Putsch in Venezuela angegriffen hat“.

Das rückt das, was mit Maffick passiert ist, in ein viel weniger behagliches Licht. Der German Marshall Fund, der wiederum von der US-Regierung und von der NATO finanziert wird, hat CNN einen Bericht zukommen lassen, in dem dieses immer beliebtere alternative Medienangebot als insgeheim russisch dargestellt wird und Facebook hat sie mehr oder weniger sofort und direkt zensiert.

Die große Frage ist, ob die Entscheidung des German Marshall Fund, all dies in Gang zu setzen, wirklich darauf zurückzuführen ist, dass jemand auf öffentlich zugängliche Daten über die Besitzverhältnisse informiert worden ist, oder vielmehr auf die wachsende Popularität und die unfreundliche Berichterstattung über die Politik von USA und NATO.

Dies wird zu einem eklatanten Problem, wenn man bedenkt, dass Facebooks frühere „Takedowns“ im Zusammenhang mit „russischer Propaganda“ fast ausschließlich durch den German Marshall Fund provoziert wurden und auch Websites umfasste, die sich stark auf antikriegs- und antiinterventionistische Narrative konzentrierten.

Maffick-CEO Anissa Naouai sagte, dass es sich bei der Vorgangsweise von Facebook um eine eklatante Zensur handelte. Facebook hatte trotz der öffentlichen Kommentare, die darauf hindeuteten, dass es sich um erweiterte Offenlegungen handelte, drei Tage lang nicht auf E-Mails von Maffick geantwortet und es gab keinen Hinweis darauf, dass sie jemals wieder auf Facebook zugelassen werden.

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