Linas Linkevičius, Außenminister Litauen - Bild: Wikimedia Commons / Arno Mikkor (EU2017EE) CC-BY-2.0

Das massive Misstrauen der Deutschen in die USA sei ein Erfolg russischer Propaganda und Gehirnwäsche, so der litauische Außenminister. Er schürt die Russophobie weiter.

Von Redaktion

Nach Ansicht der litauischen Regierung muss die EU mehr gegen russische Propaganda unternehmen. „Das massive Misstrauen der Deutschen in die USA ist auch ein Erfolg russischer Propaganda und Gehirnwäsche, die über vielerlei Kanäle stattfindet“, sagte Litauens Außenminister Linas Linkevicius im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Es wäre doch naiv zu glauben, dass nur osteuropäische Staaten direkter oder indirekter Einflussnahme aus Moskau ausgesetzt wären“, betonte der Minister. Die Menschen in seiner Heimat seien da realistischer. „Im Westen wird die informative Einflussnahme Russlands immer noch unterschätzt. Lügen sind nicht einfach eine andere Variante von Wahrheit, richtig und weitreichend eingesetzt, sind Lügen eine starke Waffe“, sagte Linkevicius der „NOZ“ weiter.

„Europa muss sich gegen den Informationskrieg aus Russland stärker wappnen.“ Manche EU-Partner seien gegenüber der russischen Politik zu „naiv“. Außenminister Linkevicius sprach sich dafür aus, an einer robusten Sanktionspolitik gegenüber Russland festzuhalten. „Wer nichts tut, wer keine klare Haltung gegenüber Russland hat, der provoziert ein Verhalten, das zu immer neuen Verwicklungen führt“, sagte er.

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Allerdings sieht er die andauernde US-amerikanische Propaganda der transatlantischen Interessenverbände nicht. Diese haben seit Jahrzehnten in Westeuropa Fuß gefasst und verbreiten sich seit dem Fall des Eisernen Vorhangs auch zunehmend in Osteuropa. Ziel dieser Organisationen ist es, weiterhin das Feindbild Russland aufrecht zu erhalten und so für zusätzliche Gelder in den militärisch-industriellen Komplex zu sorgen.

Streit um Nord Stream 2 nicht beigelegt

Im Streit Berlins mit den USA um die deutsch-russische Gaspipeline Nord-Stream II geht Linkevicius davon aus, dass er auch mit der verschärften EU-Gasrichtlinie noch nicht beigelegt ist.

„Die verschärfte EU-Richtlinie zu Nord-Stream II ändert nicht grundsätzlich etwas an dem Gasprojekt. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass die USA es nicht dabei bewenden lassen werden und die Möglichkeit zur Sanktionierung von Unternehmen im Umfeld von Nord-Stream II auf dem Tisch bleibt“, betonte Linkevicius in der „NOZ“.

Nach seinem jüngsten Besuch in Washington habe er den Eindruck gewonnen, „dass die USA alle Maßnahmen ergreifen werden, um das Projekt noch zu verhindern“. Für die robuste Politik des US-Präsidenten zeigte der litauische Außenminister Verständnis. „Die USA vertreten ihre Interessen mit Nachdruck, ja. So bringen sie Dinge in Bewegung“, sagte Linkevicius.

Allerdings ist es kaum nachvollziehbar, warum dies in Europa so starke Unterstützung findet. Immerhin handelt es sich hierbei um eine für den Kontinent nachteilige Erpressungsstrategie, weil die Amerikaner eben lieber ihr teures – mittels Fracking gewonnenes – Flüssiggas (mit Unmengen an Diesel verbrauchenden Schiffen) über den Atlantik schippern und den Europäern verkaufen wollen.

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4 KOMMENTARE

  1. Wenn die Maus versucht ist länger den Elefanten zu spielen, führt dies zu einem Platt machen mit einem einzigen Fußtritt.

  2. Ausgerechnet die Lügen-Medien im Westen aollen verteidigt werden !

    Im Gegenteil, man muss sie endlich aushungern lassen mitsamt ihren Politikern. die diesen Mist noch stützen !!

  3. Das war so klar: Das ARD-Framing-Manual ist ein Soros-Produkt

    https://www.journalistenwatch.com/2019/02/28/das-ard-framing/

    Das skandalträchtige „Framing-Manual“ der ARD sorgt seit seiner Enthüllung am 11.2. durch die „Welt“ für Diskussionen. WDR-Intendant Tom Buhrow musste sich sogar von dem Propagandaleitfaden distanzieren. Nun stellt sich heraus: Die Autorin Elisabeth Wehling hat enge Kontakte zu George Soros’ Open Society.

    Jouwatch berichtete bereits im Juli letzten Jahres über den Zusammenhang zwischen der vom NDR ausgerichteten Konferenz „Netzwerk Recherche“ und den Medienlobbyisten der Soros-Stiftungen. Angesichts der jüngsten Enthüllungen muss man sich nun fragen, wie tief die Verstrickungen zwischen den GEZ-Funkern und den Soros-Stiftungen noch gehen. Passenderweise veröffentlichte der „ARD-Faktenfinder“ von „Netzwerk-Recherche“-Stammgast Patrick Gensing gestern eine gebührenfinanzierte Entwarnung: Soros-Stiftungen: Milliarden für die „offene Gesellschaft“. Fazit: Es gibt hier nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter.

    Am 19.02.2019 veröffentlichte AfD-Referent Michael Klonovsky auf seinem Blog Acta diurna einen Screenshot der Sponsoren von Elisabeth Wehlings „Berkeley Framing Institute“, mittlerweile auf der offiziellen Webseite gelöscht. Danach zählen zu Elisabeth Wehlings Sponsoren die Open Society Stiftungen, die laut eigenen Angaben von George Soros mit $32 Milliarden für linke Projekte ausgestattet wurden….ALLES LESEN !!

    Bruno kommentiert

    Daß die ARD sponsert ist klar. Wenn man sich die anderen Sponsoren anschaut, dann wird Wehling auch vom deutschen Steuerzahler gesponsert, und zwar über die Caritas. Über den Kirchenstaatsvertrag erhält die Kirche ca. 50 Milliarden Euro jährlich für die kirchlichen Sozialeinrichtungen (Spiegel, 8.10.2010), überwiegend für Diakonie und Caritas.

    Die Vernetzung von Kirche, Politik, Globalisierern und wer weiß nicht noch alles, hat sich inzwischen wie Schimmel in alle Bereiche unseres Lebens gefressen. Und dieser Schimmel wird von der Mehrheit der Bevölkerung gehegt und gepflegt.

  4. Deutschland: Amerikaner so unbeliebt wie noch nie

    SCHWEIZER MORGENPOST

    85 Prozent der Deutschen sehen die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten als negativ an.

    Nahezu 85 Prozent der Deutschen haben eine negative oder sehr negative Einstellung zu den deutsch-amerikanischen Beziehungen, wie eine neue Umfrage am Freitag zeigte.

    Nur 1,9 Prozent aller Befragten sehen Russland als Problem.

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