Frankreichs Präsident Emmanuel Macron - Bild: Flickr / Jeso Carneiro CC BY-NC 2.0
Expresszeitung.com - Jetzt abonnieren!

Der Disput zwischen Frankreich und Italien liegt auch darin begründet, dass der Norden der EU den Süden verachtet und dieser nun versucht zurückzuschlagen.

Von Deena Stryker / New Eastern Outlook

Die immer enger werdende Verbindung zwischen Emanuel Macron und Angela Merkel zeugt nicht nur davon, dass Frankreich und Deutschland, die beiden größten Länder Europas, eine tausendjährige Feindschaft überwunden haben: Sie enthüllen eine gemeinsam Verachtung für den Süden Europas (insbesondere die, die durch den „Stiefel“ vertreten wird und seine andauernde Tarantella). Seit der griechischen Wirtschaftskrise haben sie ein zweistufiges System für die Europäische Union geschaffen: Der wohlhabende, industrielle Norden hält sich über den vergleichsweise weniger entwickelten Süden, der ihn füttert. Vor kurzem brachen diese unterirdischen Bemühungen in die Öffentlichkeit, was Frankreich dazu veranlasste, sich tatsächlich an seinen Botschafter in Rom zu erinnern.

Vielleicht motiviert von der Tatsache, dass Paris bestreitet, dass seine Grenzschutzbeamten Migranten, die auf ihrem Hoheitsgebiet gefangen wurden, physisch zurück nach Italien begleitet haben, wo sie gelandet sind, und wo sie laut europäischem Recht registriert werden müssen, beschuldigt auch der rechte italienische Innenminister Salvini Frankreich, dass das Nachbarland dazu beigetragen hat, die Migrationskrise durch Verwüstungen in Afrika anzutreiben (Insbesondere hat Italien Frankreich nie die Teilnahme an dem Sturz des libyschen Präsidenten Muammar Gaddafi vergeben. Libyen war vor dem Zweiten Weltkrieg eine italienische Kolonie gewesen). In letzter Zeit (der die Vorteile einer Koalitionsregierung verdeutlicht) hat der Außenminister Italiens, ein Abgeordneter der „Fünf-Sterne-Bewegung“, gegründet, von einem Straßenkabarettisten (Beppe Grillo), einer Gruppe gelber Westen einen freundlichen Besuch abgestattet und versuchte, die französische Regierung zum Rücktritt zu bewegen.

Frankreichs „jupiterischer“ Präsident Emanuel Macron konnte dies nicht durchgehen lassen: Zum ersten Mal, seit Frankreich und Italien im Zweiten Weltkrieg gegeneinander gekämpft hatten, schickte er den Botschafter nach Rom zurück. Frankreichs internationaler Sender, France 24, unterzog di Maio einem uneingeschränkten Interview, das den grundlegenden Unterschied zwischen der französischen und der italienischen Persönlichkeit verdeutlicht. Während der Journalist mit einem Vernehmungsbeamten verwechselt werden konnte, wurden die Antworten von Di Maio mit einem breiten Lächeln präsentiert. Nicht das diplomatische Lächeln, das ein anderer ausländischer Führer gezeigt hätte, sondern der spontane, alltägliche Ausdruck einer gutgläubigen Person, die eine lebhafte Diskussion mit einem anderen führt. De Maio, der mit der kartesischen Strenge konfrontiert war, schien zu sagen: „Komm schon, lass uns was trinken, dies ist nur ein Zeichen der Solidarität gegenüber einer anderen Graswurzel-Bewegung“, nicht Ratschläge, wie man eine Regierung stürzen kannn.“

Macron hat die Bedrohung durch direkte Demokratie beseitigt, indem er eine Reihe von Begegnungen (live übertragen) organisierte, in denen ihm das örtliche Publikum mitteilt, welche Veränderungen sie wollen, und er erklärt, warum sie damit nicht durchkommen werden. Sein eigentliches Problem mit dem Rücktritt ist, dass es ihn daran hindern würde, seine Lebensaufgabe als der jüngste (oder letzte?) Avatar von Gaullians „Rayonnement“ auszuführen, um ein modernes, europaweites Werk seiner illustren Geschichte darzustellen.

Sein Partner im europäischen Projekt, die kluge Angela Merkel, lässt ihn sein Ding machen, wie eine stolze Mutter, deren Sohn zärtlich die Hand hielt, als sie gemeinsam den Vertrag unterzeichneten, den Europa seit Karl dem Großen gebraucht hat. Sie mag vielleicht noch merken, dass es Italien inkludiert, welches den südlichen Teil repräsentiert und es gezeigt hätte, dass zu Europa nicht nur Kohle und Stahl gehört, und dass es wirklich zu seinen Völkern gehört.

3 KOMMENTARE

  1. Franzosen -Deutsche.
    1000 jährige Feindschaft überwunden?

    Sie leben nebeneinander her.
    Beide pfeifen aufeinander.

    Kluge Angela? – An eine monotone Walze, der andere die Gänge einlegen erinnert mich die.

  2. Einfach unglaublich ich hab noch nie so ein schlechten Artikel gelesen und ich bin ja schon eine Menge unsinnige Artikel der deutschen lügen Presse gewöhnt die man garnicht mehr ernst nehmen kann. Die anscheinend auch von Brüssrl gesteuert werden um gegen eine Eu kritische Regierung in Italien zu schießen auf die abscheulichste art und weise.

  3. Politische Satire? ————————-> „Sein Partner…………., die kluge Angela Merkel………….“. Wo und wann haben Italien und Frankreich im 2.WK „gegeneinander gekämpft“?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here