CIA Shadow-Wars Bild: Flickr / AK Rockefeller CC BY-SA 2.0

Eine US-Firma wurde dabei erwischt, wie sie Waffen nach Venezuela schmuggeln wollte. Sie hat Verbindungen zu einem CIA-Geheimgefängnis. Zufall? Wohl kaum.

Von Marco Maier

Zwei leitende Angestellte des Unternehmens, das das US-Flugzeug charterte, das letzte Woche in Venezuela beim Waffenschmuggel erwischt wurde, waren an eine Luftfrachtfirma (21 Air) gebunden, die der CIA bei der Überführung mutmaßlicher Terroristen in Verhörzentren in „Geheimgefängnissen“ unterstützte. Die Nachricht kommt nun, als der venezolanische Präsident Nicolás Maduro einen Konvoi mit „humanitärer Hilfe“ der USA wegen der Besorgnis ablehnte, weil diese Waffen enthalten könnte, mit denen die von den USA unterstützte Opposition des Landes bewaffnet werden soll, berichtet „Mint Press News„.

Am vergangenen Dienstag gaben die venezolanischen Behörden bekannt, dass 19 Gewehre, 118 Munitionsmagazine, 90 Radios und sechs iPhones über ein US-amerikanisches Flugzeug, das ursprünglich aus Miami stammt, in das Land geschmuggelt worden waren. Die Behörden beschuldigten die Regierung der Vereinigten Staaten für die illegale Ladung und beschuldigten sie, die US-finanzierten Oppositionsgruppen im Land bewaffnen zu wollen, um die derzeitige von Maduro geführte Regierung zu stürzen.

Bereits früher hat die CIA immer wieder Waffenlieferungen an „oppositionelle Gruppen“ in verschiedene Ländern (Nicaragua, Syrien…) durchgeführt, die gegen Regierungen kämpften, welche auf der Abschussliste des US-Establishment standen. Ziel war es immer, US-freundliche Regierungen zu installieren – egal ob diese diktatorisch oder demokratisch regierten. Auch im Falle Venezuelas sieht es nicht anders aus.

Mit der kürzlich freigelegten unerlaubten Waffenlieferung aus den USA nach Venezuela, die jetzt mit Unternehmen in Verbindung steht, die zuvor in verdeckten Operationen mit der CIA zusammengearbeitet hatten, ist Maduros Reaktion auf die „humanitäre Hilfe“ umso mehr berechtigt. Allerdings hat der von den USA unterstützte „Interimspräsident“ Juan Guaidó am Montag angekündigt, dass seine parallele Regierung die erste „externe“ Quelle für „humanitäre Hilfe“ in das Land erhalten habe, aber ihre Quelle und ihren Inhalt nicht preisgeben würde, noch wie sie ins Land eingedrungen war.

Das Verhalten der Amerikaner ist wieder einmal typisch: Während man die Propagandatrommel schlägt, fließen Geld und Waffen an proamerikanische Oppositionelle und kurze Zeit später gibt es einen „Bürgerkrieg“. Man kann die Maduro-Regierung durchaus für ihre Korruption, ihre Misswirtschaft und ihre Fehler kritisieren, doch solche völkerrechtswidrigen Interventionen darf man nicht unterstützen.

5 KOMMENTARE

  1. Die US versucht mit Nachdruck Demokratie und Freiheit nach Venezuela zu bringen und wenn Sie es schaffen, dann blüht ein wohlhabendes, demokratisches Land wie Libyen, Syrien, Irak oder Afganistan.
    Ich verstehe nicht, warum die Venezuela sich dagegen wehrt

    • % weil zwischen der Welt der Worte und der folgenden Realität die größten Abgründe einhergehen, die sie nur über „Demokratiegebaren“ imstande sind fertig zu bringen.
      Manche riechen eben den Braten, noch bevor er der Rauch aufsteigt.

  2. 19 Gewehre – 90 Radios u. 6 iPhones ???? WOW ! Man kann nur hoffen, dass die richtige Ladung
    bereits angekommen ist um den Narco-Maduro u. sein korupptes Militär zu verjagen !

  3. Warum kaufen die Russen nicht ein Teil von Venezuela, z.B. auf 99 Jahren, dort am Meer, reicht 10.000 Km2, dort bauen ein Hafen, Flugzeugpiste, bringen von russische Gefängnis 100.000 gefangene zum Arbeit, mit Ihre Familien, bauen Häuser und Städte.

    Geld soll in Militärausrüstung abgeglichen werden: S-400, Raketen aus Irak und Nord-Korea, Flugzeugen und 10.000 Wagner-Soildaten.

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