Der Machtwechsel in Zimbabwe brachte den Menschen dort keine wirkliche Besserung. Das südafrikanische Land versinkt sukzessive im Chaos.

Von Marco Maier

Nur wenige Monate nach dem Sturz von Präsident Robert Mugabe, der in seiner Amtszeit mit einer rigorosen Enteignungspolitik gegenüber den weißen Farmern die Kornkammer Afrikas in ein Armenhaus verwandelte, kommt Zimbabwe nicht zur Ruhe. Seit einigen Tagen herrscht in dem südafrikanischen Land bereits ein „Shutdown„. Es herrscht ein Generalstreik.

Banken und Schulen sind geschlossen, überregionale öffentliche Verkehrsmittel stehen still und selbst Straßen wurden blockiert. Es werden keine Zeitungen mehr gedruckt und selbst das Internet wurde durch die Regierung abgeschaltet. Aufgrund marodierender krimineller Banden wagt sich kaum jemand aus dem Haus und immer mehr Geschäfte und Fabriken schließen die Tore. Infolge der verdoppelten Benzinpreise ist der Sprit inzwischen sogar der teuerste der Welt.

Präsident Emmerson Mnangagwa, der politische Veränderungen versprach und auch die weißen Farmer wieder zurückgewinnen wollte, scheint mit seinen Plänen zu versagen. Angesichts des Blackouts von Medien und Internet fließen die Informationen nur spärlich, doch das was durchkommt lässt erahnen, dass in manchen Gegenden des Landes bereits apokalyptische Zustände herrschen müssen.

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Das Militär zieht durch die Straßen und Präsident Mnangagwa befindet sich auf Staatsbesuch in Russland. Offiziell um Moskau darum zu bitten, bei der Modernisierung der Armee zu helfen. Doch es scheint, als ob er sich angesichts der Unruhen im Land absetzen wollte. Infolge der humanitären Krise im Land, einer Arbeitslosigkeit von rund 90 Prozent und den sich immer weiter verschlechternden Umständen scheint ein Bürgerkrieg immer wahrscheinlicher.

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3 thoughts on “Zimbabwe versinkt im Chaos”

  1. Nur Geduld. Bald ist das Land leer, und die enteigneten Farmer können ihre Farmen wieder aufbauen, weil die jetzigen „Besitzer“ die Südafrikanischen Farmen viel schöner finden.

  2. Bei einer „Arbeitslosigkeit“ (es gibt genug zu tun) von 90 % ist ein Generalstreik so überflüssig wie ein Kropf. Dort läuft doch schon seit Jahren nichts mehr. Selber schuld. Und dann die weißen Siedler wieder zurückholen wollen (wenn sie nicht ermordet sind), die kommen nicht mehr, wozu auch.

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