Wegen Haushaltsstreitigkeiten zwischen der Trump-Administration und dem demokratisch dominierten Kongress herrscht seit über einem Monat ein Government Shutdown. Das wirkt sich auch negativ auf die Wirtschaft aus.

Von Marco Maier

Mit dem heutigen Tag sind es bereits 35 Tage des Government Shutdowns. Bis auf die vitalen Ausgaben des Staates sind sämtliche Zahlungen ausgesetzt. Das heißt: Viele Regierungsangestellte erhalten keine Löhne mehr oder werden ohne Lohnzahlungen zu erhalten vom Dienst freigestellt. Auch staatliche Sozialleistungen (wie z.B. die Food Stamps des Landwirtschaftsministeriums) sonstige „entbehrliche“ staatliche Ausgaben werden vorübergehend eingestellt.

Angesichts dessen, dass niemand weiß, wie lange das Tauziehen zwischen der Trump-Administration und dem demokratisch dominierten Kongress noch andauern wird, sind die genauen Auswirkungen zwar noch nicht quantifizierbar, doch Analysten sprechen schon von einem Verlust von einer Milliarde Dollar für die US-Volkswirtschaft pro Tag. Die Großbank JPMorgan hat die Vorhersage in Sachen Wirtschaftswachstum für das erste Quartal bereits von +2,0 auf +1,75 Prozent revidiert.

Wenn man bedenkt, dass die Wirtschaftsleistung (BIP) in den USA stark hedonisch berechnet wird und durch die Einberechnung qualitativer Verbesserungen die BIP-Zahlen aufgebläht werden und nicht mehr mit den realen Geldströmen übereinstimmen, darf man jedoch von einem realen Wachstum von unter einem Prozent ausgehen.

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Das Problem ist jedoch: Je länger der Government Shutdown anhält, umso wahrscheinlicher ist ein Anstieg bei den Konkursen. Unternehmen die ohnehin schon auf wackligen finanziellen Beinen standen dürften durch die sinkenden Ausgaben der Staatsbediensteten in die Bredouille kommen – vor allem im „Speckgürtel“ rund um Washington D.C., wo besonders viele Regierungsbehörden angesiedelt sind.

Sollte der Shutdown noch bis ins zweite Quartal anhalten – was angesichts der verhärteten politischen Fronten durchaus möglich ist – wäre der Sturz in eine Schrumpfung der US-Wirtschaft durchaus möglich. Dann würden die Amerikaner das erleben, was beispielsweise die Griechen seit Jahren in Sachen Austeritätspolitik mitmachen müssen.

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