Die USS John S. McCain mit Begleitschiffen im Pazifik. Bild: U.S. Navy / public domain

Der Vorsitzende des US-Streitkräfteausschusses, Senator James Inhofe, warnt davor, dass die USA und China auf den dritten Weltkrieg zusteuern würden.

Von Marco Maier

Angesichts der Tatsache, dass Chinas Präsident Xi Jinping das Jahr mit einer scharfen Warnung an die USA gestartet hat, sich aus Taiwans Geschäften fernzuhalten, ist es nicht verwunderlich, dass sich Senatoren den US-Militärkommandanten anschließen, um die Amerikaner zu warnen. Der beispiellose militärische Aufbau der Volksrepublik China im Pazifik wird in Washington als Gefahr angesehen.

In der jüngsten – und vielleicht bis heute heftigsten – Warnung warnte Senator James Inhofe aus Oklahoma, der kürzlich den Vorsitz des Streitkräfteausschusses des Senats übernommen hatte, bei einer Anhörung vor den Herausforderungen, die China und Russland den Vereinigten Staaten bieten würden. Wie die „Military Times“ mitteilt, müssen die Bedrohungen beider Länder für die internationale Weltordnung, die Amerika mit aufgebaut hat, besser verstanden werden.

Die Tage der absoluten militärischen Dominanz im Südchinesischen Meer sind vorbei, sagte Inhofe. Aber seltsamerweise scheinen viele Amerikaner das Ausmaß dieser Verschiebung nicht zu verstehen – oder deren Auswirkungen. Mit der Initiative One Belt, One Road, der Schuldendiplomatie und anderen Bemühungen hat es China geschafft, einige der traditionellen Verbündeten der USA aus deren Orbit und näher an Peking zu bringen.

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„Es ist, als ob Sie sich auf den Dritten Weltkrieg vorbereiten“, sagte Inhofe laut der „Military Times“ weiter. „Du sprichst mit unseren Verbündeten dort und fragst dich, auf welcher Seite sie stehen werden.“ Inhofe und andere Senatoren sowie Experten, die vor dem Komitee ausgesagt haben, wiesen darauf hin, dass die Dringlichkeit der chinesischen Drohung gegen Amerika und die heutige Weltordnung von den US-Bürgern möglicherweise nicht voll geschätzt werden. „Ich bin besorgt, dass unsere Botschaft nicht vermittelt wird“, sagte Inhofe, die diesen Monat den Ausschuss übernahm.

Wie immer sehen sich die Amerikaner als Weltretter und Vertreter von Freiheit und Demokratie. Klar, China ist nicht gerade jenes Land, welches man an der Position der USA in der Welt sehen möchte – aber das gibt den Amerikanern trotzdem kein Recht dazu, vor der chinesischen Haustüre ein Fass aufzumachen. Wie würden die Amerikaner reagieren, wenn chinesische, russische und/oder iranische Kriegsschiffe beispielsweise in der Karibik Seeübungen abhalten würden? Würden die Amerikaner sich gegenüber den Chinesen nicht so feindselig verhalten, nur weil sie ihre Weltherrschaftsansprüche durchsetzen wollen, sähe die Lage vielleicht etwas anders aus und auf den Spratly Islands gäbe es jetzt vielleicht keine Militäreinrichtungen der Volksbefreiungsarmee.

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1 KOMMENTAR

  1. Bei dieser nuklearen Gemengenlage ist es heute nicht mehr die Frage wer wo hin steuert, sondern nur noch wer zuerst auf den Knopf drückt um eine weltweite Katastrophe einzuleiten und die kommt mit Sicherheit, wenn sich die großen Atommächte in die Wolle kriegen und selbst das was übrig bleibt wird keine Freude mehr haben, wenn alles verseucht ist und jede Lebensgrundlage damit entzogen wird. Vermutlich wird dann der allgemeine Untergang die Folge sein und die Erde wird sich wieder erholen, Jahrhunderte spielen da keine große Rolle.

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