Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump - Bild: Flickr / Michael Vadon CC BY 2.0
Loading...

Diese Bemerkungen führen dazu, dass die Medien die gut dokumentierte Geschichte des Krieges in Frage stellen.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Mit seinen Kommentaren sorgte Präsident Trump am Mittwoch für Aufsehen, als er den Zusammenbruch der Sowjetunion nach ihrem verheerenden Krieg in Afghanistan in einen Zusammenhang stellte. Dies führte zu einer Flut von Gegenreaktionen in den Medien, die die historische Genauigkeit der Aussage in Frage stellten.

Trump sagte, dass die Sowjetunion durch den Afghanistankrieg in den Ruin getrieben wurde, und führte einen Vertreter des American Enterprise Institute an, der behauptete, die Kosten des Krieges seien „ein unbedeutender Teil des sowjetischen BIP“ gewesen.

Natürlich haben die Sowjets nicht buchstäblich den Bankrott erklärt, aber ihre entscheidende Niederlage in Afghanistan war der Beginn vom Ende ihrer Versuche, Macht massiv ins Ausland zu projizieren. Die nicht unwichtigen Probleme, die dem Kommunismus innewohnen, waren ebenfalls ein klarer Faktor, aber Afghanistan war ein Augenöffner und beschleunigte den unvermeidlichen Zusammenbruch.

Loading...

Journalisten beschuldigten Trump weiter, den Krieg der Sowjetunion in Afghanistan so dargestellt zu haben, als wäre es um Terrorismus gegangen. Dies ist in erster Linie ein semantisches Argument, denn die Sowjets stellten den Krieg als Unterstützung eines benachbarten kommunistischen Staates dar, bekämpften aber militante islamistische Gruppen, die nicht nur denen ideologisch ähnlich sind wie die, die die USA heute eine „terroristische“ Gruppe nennen würden, sondern in vielen Fällen in Afghanistan buchstäblich die gleichen „Terroristen“ sind, die die USA in ihrer eigenen gescheiterten Besetzung Afghanistans bekämpft haben.

Afghanistan wurde bekanntlich als der „Friedhof der Weltreiche“ bezeichnet, und Präsident Trumps Kommentare brachten diese Auffassung auch mit dem Fall des Sowjetreichs in Verbindung. Und während viele von den Medien ihn angriffen, weil er die sowjetische Besatzung dadurch „aufwertete“, ist die alternative Geschichte, die sie präsentieren eine, dass eine verlorene Okkupation mit offenem Ende „unbedeutend“ und nachhaltig ist. Natürlich präsentieren sie diese, um den amerikanischen Krieg in Afghanistan am Laufen zu halten, aber es scheint, dass von der Erzählung her ihr eigentliches Problem mit der sowjetischen Besatzung darin besteht, dass diese beendet worden ist.

Bitte unterstützen sie uns!

Wir konnten im Laufe der Zeit viele Leser dauerhaft für uns begeistern. Wenn Sie liebe Leser, uns dauerhaft unterstützen wollen, dann tun sie das am besten mit einer Spende oder mit einem Dauerauftrag mit dem Kennwort "Contra Magazin" auf folgendes Konto: IBAN: DE28 7001 1110 6052 6699 69, BIC: DEKTDE7GXXX, Inhaber: Andreas Keltscha oder per Paypal und Kreditkarte. Wir bedanken uns herzlich!

Loading...

5 KOMMENTARE

  1. Das mag sicherlich ein Teil dessen gewesen sein, aber die Hochrüstungspolitik von Reagan spielte mit eine Rolle, die gesamtwirtschaftliche Situation der Sowjetunion zur damaligen Zeit, die Unruhen der Satelittenstaaten und zu guterletzt der neue Präsident Gorbatschow, der mit ein Auslöser war und deshalb war die Sowjetunion nicht mehr zu halten und zerbröselde bis auf die heutigen Kernstaaten von der russischen Föderation und das könnte in der heutigen Zeit vermutlich nicht mehr passieren, aber damals sprach alles für einen Umbruch, man wußte nur nicht genau wohin er führt und wo er endete und heute ist man schlauer, man sieht es und das haben radikale Umbrüche so an sich und keiner soll sagen, daß so etwas für die Zukunft ausgeschlossen sei, meistens kommt es schneller als man denkt,

  2. Trump wäre nicht Trump, wenn er es anders formuliert hätte.
    Jeder, der seine Politik ernsthaft verfolgt, weiß auch warum er es jetzt und so sagte.

    Pharisäerhaft stürzen sich die MSM nun auf seine Rede und zerstückeln sie. Das müssen sie auch. Schließlich sind sie Werkzeuge des internationalen, spekulativen Finanzkapitals und damit auch des militärisch-industriellen Komplexes (MIK).

    Es wäre doch schlimm, wenn die Bevölkerung, diese von Trump sehr geschickt gewählte Metapher, auf die Situation der USA übertragen würden. Dann müsste man ja seine Politik des Truppenabzuges aus Syrien und Afghanistan sowie Verhandlungen und Jobangebote für die Taliban als positiv ansehen. Die Rede bildet eine Einheit mit den Bildern von den Truppenbesuchen Trumps zum Jahresende.

    Die MSM müssen aber auch vergnatzt sein. Da haben sie gerade mit Kampagnen die Demokraten hochgejubelt und nun kommt ihnen Trump wieder dazwischen.

  3. Die amerikanischen Hunde und Indianermörder werden bald beseitigt werden. Was der Russe nicht kann, können die Schlipssoldaten erst recht nicht.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here