John Bolton. Bild: Flickr / Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

Der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump, John Bolton, gilt als Hardliner und Falke. Der Neokonservative will die USA in einen Krieg gegen den Iran treiben – koste es was es wolle.

Von Marco Maier

John Bolton ist nicht nur ein neokonservativer Kriegstreiber, sondern dazu auch noch ein erklärter Iran-Hasser. Zwar teilte er öffentlich mit, dass die US-Regierung „keinen Regime Change“ in Teheran anstrebe, doch aus seiner privaten Meinung macht er keinen Hehl: Er will das Mullah-Regime im Iran stürzen.

Kein Wunder also, dass er die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung der „endlosen Krieg“ mit Elan untergräbt und immer wieder querschießt. Wie zuletzt in Sachen Truppenabzug aus Syrien, wo Bolton massivst intervenierte und versuchte, diesen so stark wie möglich abzuschwächen. Und warum das Ganze? Wegen den Iranern, die an der Seite vonn Präsident Bashar al-Assad in Syrien kämpfen.

Bolton, der auch als Zionist und unerbitterlicher Unterstützer Israels gilt, will den Iran mit allen Mitteln bekämpfen und hat – wie jüngst veröffentlichte Pläne zeigen – keine Skrupel davor, bei Außenministerium und Pentagon für Kriegspläne zu werben. Seine neokonservative Kriegsideologie hält ihn davon ab, die Lage nüchtern und realistisch zu betrachten. Denn selbst die mehr als eine Billion Dollar die die USA in den Afghanistan-Krieg steckten haben keinen Erfolg gebracht – wie viel mehr müssten die Amerikaner und deren Verbündeten in einen Iran-Krieg stecken und würden trotzdem scheitern?

Bolton glaubt schon lange Zeit, dass eine US-Konfrontation mit dem Iran sowohl unvermeidlich als auch wünschenswert ist. Im Jahr 2015 verfasste er einen New York Times-Verfasser, dessen Titel: „To Stop Iran’s Bomb, Bomb Iran“ („Um die Bombe des Iran zu stoppen, bombt den Iran“). Er hat dazu gedrängt, den „Regimewechsel“ im Iran zu einem erklärten Ziel der US-Außenpolitik zu machen. Trump lehnt dies zwar ab, doch das hindert ihn nicht daran, dieses Vorhaben weiter voranzutreiben.

Schafft er es noch, die USA und deren Verbündeten in einen vernichtenden Krieg gegen den Iran zu treiben? Angesichts der vielen „Falken“ in der US-Politik und dort in beiden Parteien ist dies durchaus möglich, wenngleich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sehr wahrscheinlich.

3 KOMMENTARE

  1. Konventionelle Kriege gegen ein Land wie den Iran und seine Unterstützer sind nicht zu gewinnen, alle anderen vorausgegangenen Kriege seit dem 2. Weltkrieg haben es ja bewiesen, daß es nicht möglich ist und der letzte große Krieg und sein Ergebnis waren lediglich die Bemühungen der halben Welt das Naziregime im Gleichklang zu besiegen und sie haben anscheinend noch immer nicht dazu gelernt, daß auch diese mögliche Absicht zu nichts führt, es sei denn, man setzt die letzte aller Möglichkeiten ein, was aber ein hohes Risiko bedeuted, denn dann macht man der Welt klar, was von ihnen zu halten ist und das bleibt aus dem Selbstschutz heraus sicherlich nicht ohne Konsequenzen und auch die Angreifer, insbesondere der mögliche Kleine im Nahen Osten wird dabei ins Gras beißen und deshalb wäre Vorsicht angebracht, das kann alles schlimm enden.

  2. Typen wie Bolton hassen offensichtlich jede Kulturnation. Das mag daran liegen, dass US-Amerika absolut kulturlos da steht. Ein Land von Glücksrittern, in dem sich der Skrupelloseste durchsetzt.

  3. Der militärisch-industrielle Komplex (MIK) des internationalen Finanzkapitals benötigt dringend Einsatzgebiete für seine „Produkte“. Die gigantische Waffenproduktion darf nicht in eine Rezession kommen, denn das würde ihr „Aus“ einläuten.

    Also muss ein Kriegsherd her und es müssen Gründe konstruiert, inszeniert werden, damit der Staat (hier die USA und ihre kriegswilligen Verbündeten) eingreift, denn nur der Staat (über die Steuergelder) kann die gewaltigen Kosten tragen.

    Am liebsten sind dem MIK Kriege, die nicht gewonnen aber auch nicht verloren werden, also Kriege die sehr, sehr lange andauern. Das sichert für einen großen Zeitraum Maximalprofite.

    Auch die Zerstörungen können nicht groß genug sein, denn wenn die Waffen mal wirklich ruhen, greift die andere Seite des internationalen Finanzkapitals mit „Aufbauhilfen“ ein. Ob das direkt internationale Großbanken sind, die Weltbank oder der IWF, die End-Fließrichtung des Geldes und der Zinseszinsen steht vorher schon konkret fest.

    Man kann sich drehen und wenden wie man will, das internationale Finanzkapital ist immer der Profiteur.

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