USA fordern jetzt auf einmal „langfristige“ Stützpunkte in Afghanistan

Jason Ditz / antikrieg.com

Die jüngsten Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und den afghanischen Taliban hatten ermutigende Fortschritte gemacht. Der Prozess droht nun zusammenzubrechen, da die Taliban drohen, sich aus den Gesprächen zurückzuziehen, wenn die USA nicht aufhören, von der Frage des Abzugs ausländischer Truppen aus Afghanistan abzulenken.

Während der US-Verhandlungsführer Zelmay Khalilzad dies als eine bloße „Meinungsverschiedenheit über die Agenda“ darlegte, scheint es weit mehr als das zu sein, und stammt eigentlich von den USA, die sich anscheinend von der Idee des Rückzugs aus Afghanistan distanzieren.

Die Taliban haben seit langem einen Abzug der Vereinigten Staaten von Amerika zur Hauptforderung für jedes Abkommen, das den Krieg beendet, gemacht, und die Fortschritte bei den Verhandlungen führten zu der Annahme, dass die USA endlich bereit waren, dies zumindest als Teil eines Abkommens zur Beendigung des mehr als 17-jährigen Krieges in Betracht zu ziehen. Stattdessen versuchen die US-Beauftragten nun, die Bedingungen völlig zu ändern und Zugeständnisse für die Beibehaltung von „langfristigen Militärbasen“ in Afghanistan zu erhalten.

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Die US-Funktionäre argumentieren, dass sie die Stützpunkte brauchen, um sicherzustellen, dass die Taliban Afghanistan nicht nutzen können, um Angriffe auf andere Länder zu starten. Dass sie diese Forderung nach Berichten präsentieren, wonach sie die Taliban an einer neuen „Übergangsregierung“ teilnehmen lassen und die Wahlen für die bestehende afghanische Regierung absagen würden, erweckt jedoch den Eindruck, dass es sich hierbei auf einmal um ein rätselhaftes Bekenntnis zu einer dauerhaften US-Besetzung handelt, Jahre nachdem der Krieg bereits effektiv verloren gegangen war.

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2 KOMMENTARE

  1. Auch so ein Beispiel wie man mit anderen umgeht. Bevor man die Gegenseite zum Feind erklärt, sollte man zuerst mal in Gepräche eintreten um zu erfahren, was und wie man denkt und die nächste Stufe wären Angebote um vielleicht etwas zu ändern, denn vergessen wir nicht, jedes Volk hat seine Eigenheiten und wer deren Führung ohne wenn und aber gleich zum Feind erklärt und z. Teil widerrechtlich einschreitet, der hegt andere Absichten und von der Sorte gab es schon zu viele auf dieser Welt die letzten tausende von Jahren und trotz der sogenannten Aufklärung sind zumindest so manche Staatslenker nicht intelligenter geworden, teils aus eigener falscher Weltanschauung heraus, aber auch als Getriebene anderer Interessen und solange das nicht abgestellt und verurteilt wird, wird sich nichts ändern, da helfen auch Gottes Gebote nichts, bei solchen zum Teil verkommenen Typen.

  2. Was den Charakter der Yankees anbelangt, hat einer der letzten großen Indianerhäuptlinge es einmal auf den Punkt gebracht, als er sagte: SIE kommen am Tage und wollen mit uns Verträge machen und die Friedenspfeife mit uns rauchen. – Dann kommen sie nachts wieder, erschießen alle Männer, vergewaltigen und töten die Frauen und entführen die Kinder, massakrieren die Mustangs und schlachten all unsere Bisons. Am Ende brennen sie dann noch unsere Hütten und Wigwams nieder.
    Als wenn er es geahnt hätte, wurde er am 15.12.1890 nachts von zwei gedungenen Yankees, während er schlief, erschossen. Ist also noch gar nicht so lange her!
    Er trug große Namen bei den Stämmen und sie nannten ihn: Sitting Bull , Großer Bär und Tu Tanka Jutanka

    Die Afghanen werden erst Ruhe haben, wenn die Taliban die unrechtmäßigen US Besatzer rückstandslos aus dem Land vertrieben haben. – Die Vietcong haben es für ihr Land ja auch geschafft, und es geht ihnen gut.

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