Teipeh, die Hauptstadt Taiwans.
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Taiwans Präsident erteilte einer Wiedervereinigung mit China eine Absage, nachdem Peking eine Eroberung der Insel ins Spiel brachte und auch das Beispiel Hongkongs, wo die Praxis von „Ein Land, zwei Systeme“ umgesetzt wird.

Von Marco Maier

Im Anschluss an eine bedrohliche Rede des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, in der er Gewalt gegen Taiwan angedroht hatte, sollte die Insel endgültig die Unabhängigkeit von China anstreben, schlug Taiwans Präsident Tsai Ing-wen verbal zurück. Der Unabhängigkeitsbefürworter betonte gegenüber der britischen BBC, dass die Insel eine Wiedervereinigung mit dem Festland unter Pekings Bedingungen niemals akzeptieren würde.

Nachdem er den Status quo verteidigt und Peking aufgefordert hatte, sich der Realität in Taiwan zu stellen, erklärte Tsai am Mittwoch, dass die Insel, die seit 1949 wie ein De-facto-Land funktioniert, als die besiegten Nationalisten, angeführt vom Kuomintang-Führer Chiang Kai Shek, über die Meerenge von Taiwan flohen um vor den Kommunisten Zuflucht zu suchen, niemals der Vereinbarung „Ein Land, zwei Systeme“ wie in Hongkong zustimmen würde.

Es sei, so Tsai Ing-wen, in Taiwan Konsens, dass eine solche Vereinbarung wie in Hongkong oder Macau nicht gewünscht wird. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung würde dies kategorisch ablehnen, betonte er.

Die Volksrepublik China versucht unter Präsident Xi den Druck auf Taiwan zu erhöhen und droht angesichts der Bestrebungen der Abkehr von der bisherigen „Ein China-Politik“ auf der Insel immer wieder mit einem militärischen Einmarsch und der gewaltsamen Rückholung Taiwans.

1 KOMMENTAR

  1. Interessant ist die Tatsache wie sich die chinesische Festlandregierung unverblümt aus der Deckung wagt und unverhohlen etwas ankündigt und auch damit droht, doch es ist zu befürchten, daß es eher nach Säbelrasseln ohne Inhalt handelt, denn sie würden im Ernstfall ein hohes Risiko eingehen, unabhängig von er Imageschädigung und zwar weltweit und es ist auch nicht mit Hongkong und Macao zu vergleichen, hier erfolgte die Übernahme nach Ablauf von Verträgen, Taiwan ist eine völlig andere Sache, hier prallen innerchinesische Weltanschauungen aufeinander und haben sich ohne Zutun von außen entwickelt und wer das ändern will, riskiert einen großen Krieg mit offenem Ausgang, vermutlich werden dann alle Federn lassen und dann wieder bei Null beginnen, ob es das wert ist, das ist die grundsätzliche Frage.

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