Nord/LB Bürogebäude, Aegidientorplatz, Hannover - Bild: Wikimedia Commons / Christian A. Schröder CC-BY-SA-4.0

Da die Nord/LB auch Finanzier für das Land Sachsen-Anhalt ist, wird der Steuerzahler in die Tasche greifen müssen.

Von Redaktion

Die Stützung der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) könnte für das Land Sachsen-Anhalt und die hiesigen Sparkassen teuer werden, berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Nach MZ-Informationen haben Finanzminister André Schröder und Ministerpräsident Reiner Haseloff (beide CDU) am Mittwoch darüber beraten, ob das Land einen dreistelligen Millionenbetrag zur Stabilisierung der Bank aufbringen kann.

Auf MZ-Anfrage teilte das Finanzministerium mit, man werde sich „zu einer öffentlich-rechtlichen Lösung für die Nord/LB erst äußern, wenn die verbindlichen Angebote der Investoren ausgewertet worden sind. Das ist erst kommende Woche der Fall.“

Die Nord/LB leidet seit geraumer Zeit unter faulen Schiffskrediten. Das Institut benötigt etwa 3,5 Milliarden Euro frisches Kapital, um die bankenrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dazu eine Frist bis Ende Januar gesetzt. Um das Geld zu beschaffen, will die Landesbank private Investoren oder andere Landesbanken als Anteilseigner gewinnen.

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Doch nachdem Commerzbank und Helaba abgewinkt haben, wird nun nur noch mit den Finanzinvestoren Cerberus und Centerbridge verhandelt. Diese sollen bis Freitag Angebote abgeben. Doch offenbar liegen die Summen niedriger als erwartet.

Die Nord/LB ist in Sachsen-Anhalt nicht nur als Finanzier wichtig, sie trägt auch die landeseigene Investitionsbank (IB). Diese ist auf eine stabile Landesbank angewiesen. Auch die Sparkassen in Sachsen-Anhalt halten gut fünf Prozent an dem Institut. Auch sie müssen vielleicht Geld in die Hand nehmen, wenn sich kein privater Investor für die Nord/LB findet.

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