Grosser glaubt, dass Macron und Kramp-Karrenbauer gemeinsam die dringenden Europa-Reformen umsetzen werden. Von Merkel gibt er sich enttäuscht.

Von Redaktion

Der deutsch-französische Publizist und Politikwissenschaftler Alfred Grosser erhofft sich von einer deutschen Kanzlerin Annegret Kramp-Karrenbauer einen neuen Schub für das deutsch-französische Verhältnis und für Reformen in Europa. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der 93-Jährige, er hoffe darauf, dass die neue CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer Kanzlerin werde: „Dann wird sich im deutsch-französischen Verhältnis Vieles verbessern.“

Als Saarländerin wisse „AKK“ viel über Frankreich und sei dem Nachbarland freundlich gesonnen, glaubt der Politikwissenschaftler: „Ich hoffe, dass Präsident Emmanuel Macron sich mit Kramp-Karrenbauer verbünden wird und sie dann gemeinsam Europa-Reformen umsetzen werden.“

Grosser zeigte sich enttäuscht darüber, dass Präsident Macron mit seinen weitreichenden Plänen für eine Reform Europas in Berlin abgeblitzt war. „Macron kam Europa-begeistert an die Macht, doch Kanzlerin Merkels Antwort auf seine Vorschläge war lau. Das werfe ich ihr vor“, sagte der Publizist.

Alfred Grosser hat seit Jahrzehnten viele renommierte Werke über das deutsch-französische Verhältnis geschrieben und wurde mit zahlreichen Preisen für seine Werke zur Völkerverständigung ausgezeichnet.

Von dem neuen Freundschaftsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich, dem „Aachener Vertrag“, den Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron an diesem Dienstag unterzeichnen wollen, erhofft sich Grosser viel: „Der Elysée-Vertrag von 1963 hatte großen symbolischen Wert, aber sein Inhalt war begrenzt. Der jetzige Vertrag ist besser als der alte, denn es werden viel mehr Bereiche einbezogen“, so Grosser abschließend zur „NOZ“.

Der neue Vertrag reicht von Verteidigung bis Digitalisierung, ganz bürgernah wollen beide Staaten zudem mit Sonderregeln den Menschen in der Grenzregion das Leben erleichtern.

3 COMMENTS

  1. Und ich erhoffe mir einen KanzlER der endlich mal für das deutsche Volk arbeitet und nicht für die Pharma/Rüstungsindustrie, Banken und USrael.

    Aber das werden wir wohl in Deutschland nicht mehr erleben.

  2. Aus dem Munde Alfred Grossers spricht noch immer das französische Besatzerdenken.

    Er wünscht sich, wie zu Napoleons Zeiten, einen tributpflichtigen Vasallen für eine EU unter französischer Hegemonie. Natürlich gehen seine Gedanken bereits weiter, denn er spricht von Europa und nicht von der EU. Selbstverständlich verbietet ihm seine Intelligenz das so direkt zu sagen, also spricht er von Freundschaft und Macron als Ideengeber.

    Ach ja, da war auch noch AKK aus dem Saarland. Sie ist die Vorkämpferin der allumfassenden, verordneten Zweisprachigkeit in diesem noch deutschen Zwergstaat. Klar, dass Grasser sich viel von ihr verspricht.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here