Man müsse den Begriff der Nation neu bestimmen, so Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans. Er plädiert für einen „modernen Nationenbegriff“.

Von Michael Steiner

Der Nationenbegriff müsse neu bestimmt werden, so Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) vor der Vorstandsklausur seiner Partei in Potsdam. „Was wir brauchen, ist ein moderner Nationenbegriff“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Eine Bekenntnisnation, die alle einschließt, die sich zu ihr bekennen – gleich welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion.“ Die Union dürfe den Begriff der Nation „nicht einfach den Rechtspopulisten oder Rechtsextremisten überlassen“, mahnte Hans. „Gerade wir als Europapartei haben gezeigt, dass es möglich ist, europäische Integration und deutsche Nation zusammenzuführen.“

Damit wird klar, wohin die Reise gehen soll: In einen Nationenbegriff, wie ihn beispielsweise die Vereinigten Staaten leben – mit Flaggen- und Verfassungspatriotismus als Leitmotiv dafür, sich zu Deutschland als Heimatland zu bekennen. Deutscher soll künftig jener sein, der einen deutschen Pass besitzt und sich zu den Grundwerten der Bundesrepublik bekennt.

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3 thoughts on “Mit der CDU zur „Bekenntnisnation“”

  1. Das entspräche einer Rechtsgemeinschaft und damit wären Doppelstaatsbürgerschaften nicht mehr möglich. Als Vorbereitung für eine europäische Rechtsgemeinschaft mit identem Gesetzeswerk ein vernünftiger Weg.
    Werden ja sehen wie die Partei darauf reagieren wird.

  2. „Deutscher sollte künftig jeder sein…………..der sich zu den Grundwerten der Bundesrepublik bekennt“. Hehre Worte – ob sich die Mitglieder MerkelPartei selbst diesen „Werten“ verpflichtet fühlen, wage ich allerdings zu bezweifeln.

  3. Damit gehören u.a. radikal- islamische „biodeutsche“ Konvertiten nicht mehr zur deutschen Nation. Etliche Links- und Rechtsextremisten ebenfalls nicht. Ähnliches hat die DDR mit Biermann gemacht. Gehört ein Londoner Bankier, der alle Grundrechte der Bundesrepublik achtet, jetzt auch zur deutschen Nation? Das Definieren muss Tobias Hans noch lernen.

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