Iranische Schnellboote. Bild via Al-Masdar News

Die militärische Präsenz der USA im Persischen Golf sorgt dafür, dass der Iran seine Schnellboote modernisiert. Zudem sollen Kriegsschiffe vor der US-Küste im Atlantik stationiert werden.

Von Marco Maier

Schon jetzt gehören die iranischen Schnellboote zu den schnellsten der Welt. Doch das reicht den Iranern nicht. Angesichts der militärischen Bedrohung durch die im Golf stationierten US-Kriegsschiffe und nun auch noch eines nuklearbetriebenen Flugzeugträgers verkündete nun der Marinekommandeur der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) die Modernisierung dieser Schnellboote.

Man wolle sie mit einer Stealth-Technologie versehen und neue Raketenwerfer montieren, die eine bessere Feuerkraft besitzen und schnellere Raketen abfeuern. Zudem sollen sie noch schneller und manövrierfähiger werden als bisher schon, um so das Überraschungsmoment auf der eigenen Seite zu haben. Ziel ist es laut dem iranischen Kommandeur Alireza Tangsiri, mit 80 Knoten (ca. 148 Kilometer pro Stunde) und mehr übers Wasser fliegen zu lassen.

Er wies auf die Ankunft des US-Flugzeugträgers USS John C. Stennis in der Straße von Hormuz hin und betonte, dass die Revolutionsgarden diese fremden Streitkräfte konstant überwachen würden. Die Amerikaner würden die regionale Sicherheit stören. Damit stößt er ins selbe Horn wie zuvor schon der iranische Generalstabschef Mohammed Baqeri. Dieser sagte am Sonntag: „Die Amerikaner haben wo auch immer sie aufgetaucht sind Unsicherheit gesät.“ Die Golfstaaten könnten selbst für ihre Sicherheit sorgen und bräuchten die Amerikaner nicht.

Um die Amerikaner aber auch fühlen zu lassen, wie es ist, wenn feindliche Kriegsschiffe vor der eigenen Küste operieren, will Teheran nun auch selbst eine Flotte in den Atlantischen Ozean entsenden. Ein führender iranischer Marinekommandeur sagte der iranischen Nachrichtenagentur IRNA: „Der Atlantische Ozean ist weit weg und die Operation der iranischen Marineflotte wird wohl fünf Monate brauchen.“ Aber man werde im März damit beginnen, Kriegsschiffe loszuschicken.

Mit dabei wird der iranische Zerstörer „Sahand“ sein, der auch ein Flugdeck für Helikopter und umfangreiche Luftabwehrsysteme besitzt. Zudem ist das Schiff mit modernen Raketen und einem System zur elektronischen Kriegsführung ausgerüstet.

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