Grünenchef Robert Habeck - Bild: Wikimedia Commons / Sven Mandel CC-BY-SA-4.0

Habeck hat eingeräumt, dass sich die westdeutschen Grünen lange kaum für Ostdeutschland interessiert haben.

Von Redaktion

„Wir schauen, wo wir Fehler gemacht haben. Das Interesse vieler West-Grüner für Ostdeutschland war lange nicht besonders ausgeprägt“, sagte Grünenchef Robert Habeck den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir haben einen Raum freigelassen, in den andere gestoßen sind“, ergänzte er. „Ich empfinde es auch persönlich als Fehler, dass ich mich in den neunziger Jahren nicht besonders für die deutsche Einheit interessiert habe.“

Der Parteichef bekräftigte die Forderung der Grünen, den bestehenden Solidaritätszuschlag durch einen neuen Soli für gleichwertige Lebensverhältnisse zu ersetzen. Diese Gleichwertigkeit sei „nach wie vor besonders im Osten“ nicht gegeben, sagte er. „Wir müssen einen Beitrag dazu leisten, dass Orte im Osten nicht abgehängt werden – und Menschen gern dort bleiben oder sogar zurückkommen.“

Es brauche einen neuen Anlauf, Gemeinsamkeit in Deutschland herzustellen, so Habeck. Er schlug vor, dass der Bund einen Teil der Ost-Fördermittel für neue Forschungseinrichtungen zur Verfügung stellt und das Geld nach einem Ideenwettbewerb vergeben wird.

Vor allem in Ostdeutschland stehen in diesem Jahr Landtagswahlen an: im Herbst in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Die Grünen haben es dort bisher nicht leicht. Im Osten lagen sie bei den letzten Landtagswahlen nur zwischen fünf und sechs Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern flogen sie gar aus dem Landtag.

5 KOMMENTARE

  1. „Wir schauen, wo wir Fehler gemacht haben. Das Interesse vieler West-Grüner für Ostdeutschland war lange nicht besonders ausgeprägt“
    Der Grund dieser Äußerung eines schmierigen Grünen wird aufs primitivste von selbst geoutet, nämlich:
    Vor allem in Ostdeutschland stehen in diesem Jahr Landtagswahlen an.

  2. Ich denke, der Junge irrt. Im Osten ist die Zahl der Verwirrten und ideologisch verblendeten Wahlschafe , die bei „Grün“ ihr Bleistiftkreuzchen machen, wesentlich geringer

  3. So einfach ist das nicht, denn die Ostdeutschen haben den Marxismus erlebt und wurden von ihm durch wundersame Fügung befreit und nun haben sie nicht die Absicht, sich einem neuen marxistischen Diktat aus Großberlin und anderswo zu unterwerfen und wären die Westdeutschen nicht so gehirngewaschen und hätten ihre persönliche geistige Freiheit nicht an andere übertragen, dann müßten auch sie dagegen rebellieren, aber nun entsteht eben durch den Osten vielleicht eine überschwappende Bewegung und vor der hat dieser Mann Angst und bezeichnet es nur verlegen mit ungenügender Fürsorge, was für ein Schwachsinn, aber es ist eben nichts anderes von diesen Weltenverbesserern zu erwarten.

  4. Der größte und widersprüchlichste Knaller zum Gesülze des verlogenen Grünspechts, ist die Tatsache, daß Grüne 1990 gegen eine Wiedervereinigung rebellierten. Bei der Grünendemo waren hinterm Transparent „Nie wieder Deutschland“ folgende Gestalten zu sehen, Jutta Ditfurth, Claudia Roth und Angelika Beer. Da soll noch einer glauben Ostdeutschland wäre von Interesse…

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